Merkel und Steinmeier haben die (Medien-)Öffentlichkeit enttäuscht. So duellierten sie sich entgegen aller Erwartung nicht selbst sondern mit den Moderatoren.
Frank-Walter Steinmeier
Von "Yes we gähn" bis "Bla, bla, bla" – das TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinmeier bekommt bei Deutschlands Kommentatoren keine guten Noten. Eine Presseschau:
Am Tag nach dem TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und SPD Kanzlerkandidat Steinmeier streiten sich die politischen Lager, wer wohl als Sieger hervorgegangen ist. Ein Blick auf die Zuschauerquoten zeigt: verloren haben beide.
Cordula Eubel über den Boom leichter Themen im Wahlkampf

Der Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter analysiert im Tagesspiegel-Interview das Fernsehduell zwischen Kanzlerin und Kandidat.
SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier und Finanzminister Steinbrück wollen eine nationale Börsenumsatzsteuer - mindestens. Lieber noch wäre ihnen eine internationale Lösung. Bankenverbände laufen Sturm, doch auch Anlegerschützer halten die Pläne für eine "Schnapsidee".

Die Medien und der Wahlkampf: Redaktionsdirektor Gerd Appenzeller fand das TV-Duell weder langweilig noch inhaltsleer.

"Ordentlich zusammengearbeitet" haben sie. Und "vieles erreicht". Kontroversen? Die lieferten sich Angela Merkel und ihr Herausforderer Frank-Walter Steinmeier lieber mit den Moderatoren. Über ein Duell, das zum Duett geriet.

Für Tagesspiegel.de haben Joachim Huber und Matthias Kalle das TV-Duell am Sonntagabend live analysiert. Lesen Sie hier, wie sich Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier aus der Affäre gezogen haben.

Medienmanager Hans-Hermann Tiedje über Merkels Windkanal-Wahlkampf, Shetlandponys – und das einzig wahre TV-Duell
20 Millionen sehen am Sonntagabend Kandidaten-Fernsehen. Der Rest freut sich auf Maigret und die „Simpsons“

SPD-Chef Franz Müntefering über das Duell Steinmeier-Merkel, den Last-Minute-Wahlkampf gegen Schwarz-Gelb und die Kritik an seiner Person.
Trotzdem wollen die Moderatoren des TV-Duells zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier am Sonntagabend eine echte Auseinandersetzung

Wenn an diesem Sonntag schon Bundestagswahl wäre, hätten Union und FDP zwar noch eine Mehrheit. Sie fällt nach der aktuellen Umfrage des Politbarometers der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF und des Tagesspiegels jedoch geringer aus als noch vor einer Woche.
Am Sonntag ist es soweit. Kanzlerin Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier treffen sich zum TV-Duell. Ein hitziger Schlagabtausch ist nicht zu erwarten. Es ist das Treffen zweier biederer Bürokraten.
Die SPD-Spitze will die Banken an den Kosten der Wirtschaftskrise beteiligen, mit einer Finanzmarktsteuer. Das geht aber nur mit den G-20-Staaten.
Die Kommentatoren der Tageszeitungen bewerten den Verkauf von Opel an Magna mit Zurückhaltung. Große Gewinnerin des Deals ist übereinstimmender Ansicht nach Kanzlerin Merkel.

Die Rettung des Autoherstellers wird in Berlin groß in Szene gesetzt. Ob Angela Merkel oder Frank-Walter Steinmeier, alle zeigen sich erleichtert.
Wir sind das Volk, wir sind Papst – wir sind Opel. Die Aufschrift auf den gelben T-Shirts der Opelaner hat Charme. Aber tief blicken lässt sie auch. Maßlos überhöht haben die Deutschen das Schicksal eines Autoherstellers. Aber an Opel hängt die Volkswirtschaft nicht.

Deutschlands Frauen bleiben Europas Fußball-Königinnen. Durch eine beeindruckende 6:2-Gala gegen England in einem packenden Europameisterschafts-Finale sicherte sich die DFB-Auswahl zum fünften Mal hintereinander den EM-Titel.
Es gibt die Guten, und es gibt die Bösen. Zu den Guten gehört das Deutschlandradio.
Die internationale Bilanz der großen Koalition ist erbärmlich
Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios, hat die Privatsender RTL und Sat 1 aufgefordert, das TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Frank-Walter Steinmeier am 13. September doch für eine Übertragung im Hörfunk und damit im Deutschlandfunk freizugeben.
Das Deutschlandradio will das TV-Duell von RTL und Sat 1 übertragen - und nichts dafür zahlen. Doch die Privatsender reklamieren das Duell als „exklusives TV-Ereignis“.
Was immer man von der Regierung Schröder/Fischer halten mochte – an außenpolitischem Ehrgeiz mangelte es ihr nicht. Sie hat ihn leider nicht vererbt. Die internationale Bilanz der großen Koalition ist erbärmlich.
20 Jahre nach der dauerhaften Öffnung der österreichisch-ungarischen Grenze für die damaligen DDR-Flüchtlinge hat Ungarns Präsident László Sólyom vor "neuen Grenzen" in Europa gewarnt.

Die Kanzlerin und ihr Herausforderer stehen vor einem wichtigen Wahlkampfereignis: Dem TV-Duell am Wochenende. Bei ihren Auftritten in der Wahlarena konnten sie schon einmal das Stimmen-Sammeln und Wähler-Überzeugen üben. Auf ihre jeweilige Art und Weise haben sich beide bislang gut geschlagen.
SPD feiert Vorbescheid für Gaskraftwerk im Havelland als Ansiedlungserfolg. Doch ob gebaut wird, ist noch gar nicht sicher

Am selben Tag, an dem der Bundestag sich mit zivilen Opfern in Afghanistan befasst hat, wurde in Berlin das umstrittene Ehrenmal für getötete Bundeswehrsoldaten eröffnet.

Sanierungsstart: Johannes Raus Büchersammlung zieht ins Wilmersdorfer Schoeler-Schlösschen.
Am Dienstagabend war Frank-Walter Steinmeier in einer öffentlich-rechtlichen Bürgersprechstunde zu sehen. Eine Kuschelveranstaltung wie am Vorabend für Angela Merkel wurde die Zuschauer-Frage-Runde für ihn nicht.
Ansprache von Bundespräsident Horst Köhler zur Einweihung des Ehrenmals der Bundeswehr am 8. September 2009 in Berlin.

Was ihr bislang zum Vorteil gereichte, scheint sich nun gegen sie zu wenden: Angela Merkels Defensivtaktik bringt der Kanzlerin Minuspunkte. Herausforderer Steinmeier kann es nur recht sein: Sein neuer, aggressiverer Stil ermöglicht ihm eine Aufholjagd.

Am Dienstag wird das Ehrenmal der Bundeswehr am Verteidigungsministerium eingeweiht. Nach einer ökumenischen Andacht um 17 Uhr und der Begrüßung durch Ideengeber und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) wird Bundespräsident Horst Köhler die Festansprache halten.
"Wahlarena" heißt das Spiel bei der ARD. Merkel machte am Montagabend den Anfang, der Herausforderer Frank-Walter Steinmeier kommt am Dienstag dran. Das Format hat seine Tücken - denn Bürgerneugier ist unberechenbar.

Barbara Kisseler, die seit drei Jahren die Berliner Senatskanzlei leitet, streckt ihre Fühler in Richtung Bundespolitik aus – nicht nur, indem sie Lektüre-Empfehlungen gibt.
SPD-Spitzenkandidaten Steinmeier und Platzeck versprühen Optimismus
2009 nicht mit der Linkspartei? Hugo Müller-Vogg beschreibt, wie die SPD trotzdem die Wende schafft - im Jahr 2010 mit rot-rot-grün.
Beim Wahlkampfauftakt der CDU in Düsseldorf sticheln Rüttgers und Pofalla gegen Steinmeier, Seehofer nimmt Franz Josef Jung in Schutz.

Das Erste lädt zum Townhall Meeting mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier nach Köln. Den kommerziellen Konkurrenten RTL lässt ARD-Chefredakteur Thomas Baumann als Vorbild nicht gelten.