Union und FDP haben ihre Koalitionsgespräche begonnen – und Bundespräsident Köhler sendet zugleich Signale: Vor Gewerkschaftern warnte er inmitten der Krise vor einer Übermacht des Marktes.
Frank-Walter Steinmeier

60 Jahre DGB: Eine einheitliche Gewerkschaftslinie ist immer schwieriger zu finden. Dennoch will man ordentlich feiern.

Spitzenpolitiker aller Parteien wollen trotz aller Häme und Attacken auch künftig nicht auf eigene Internet-Seiten und Social-Network-Profile verzichten. Gerade wurde der Grüne Fritz Kuhn Opfer eines Hacker-Angriffs.
In Schloss Bellevue ehrt Bundespräsident Horst Köhler heute viele Bürger – darunter auch Berliner.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit spricht im Tagesspiegel über die Zukunft der SPD, Reformen – und Maskottchen.
Linke sieht Zukunft der SPD mit Skepsis: Die anstehende Resozialdemokratisierung der SPD brauche Zeit, der zum Fraktionschef gekürte SPD- Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sei "als einer der Schröderianer" dafür "völlig ungeeignet".

Linksfraktionschef Gregor Gysi hat die Abgeordneten seiner Partei dazu aufgerufen, künftig SPD und Grüne trotz möglicher Zusammenarbeit der drei Oppositionsfraktionen immer auch als Konkurrenten zu betrachten.
Die Stiftung Garnisonkirche hat einen großen Wurf gelandet: Bundespräsident Horst Köhler ist ihr neuer Schirmherr. Das Bekenntnis des Staatsoberhauptes zum Potsdamer Turmbau darf als Auszeichnung gelten – und katapultiert das ehrgeizige Wiederaufbau-Projekt in eine völlig neue Ebene.

Die Karriere des Berliner Multimillionärs und SPD-Beraters Harald Christ nimmt eine neuerliche Wendung. Er will politisch unbefangen agieren.

Die Wahlkreiskönige der Parteien: Rote Kohlenpottbarone, katholisches Landvolk, Berliner Originale – und der Freiherr.
Landesvorstands-Beschluss für eine personelle Erneuerung der Bundesspitze stößt auf Widerstand
Der Souverän hat gesprochen, er will Schwarz-Gelb – kann die Kanzlerin den Erwartungen gerecht werden?
Der Souverän hat gesprochen, er will Schwarz-Gelb – und damit Reformen. Doch kann die Kanzlerin des Ungefähren den hohen Erwartungen gerecht werden?
Ein Landesvorstands-Beschluss für eine personelle Erneuerung der Bundesspitze stößt auf Widerstand.
Der Potsdamer Parteienforscher Michael Koß über das SPD-Wahldebakel und das Ende der Volksparteien
Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verzichtet auf den SPD-Parteivorsitz und wird mit 88 Prozent zum Vorsitzenden der Fraktion gewählt. Umweltminister Sigmar Gabriel könnte nun Nachfolger von Franz Müntefering als SPD-Chef werden.
Auf seiner gestrigen Sitzung hat der erweiterte Landesvorstand der Berliner SPD folgende Resolution zur aktuellen Lage beschlossen:

Nach dem historischen Absturz bei der Bundestagswahl fordert die Berliner SPD den Rücktritt der Führung der Bundespartei. Der Landesverband hält auch Klaus Wowereit für einen Führungskandidaten. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!
Das Debakel für die SPD verändert das Land mehr als der schwarz-gelbe Wahlsieg
Am Ende gab es doch so etwas wie einen Kanzlerkandidaten-Bonus: Wenigstens in Brandenburg hat Frank-Walter Steinmeier gewonnen. In seinem Wahlkreis 61 siegte der Kanzlerkandidat der SPD mit 32,8 Prozent vor Diana Golze (28,8 Prozent).

Die Wahlnacht zum Montag war auch in der Deutschen Oper eine entscheidende: Kirsten Harms inszenierte „Die Frau ohne Schatten“ – und kündigt ihren Abschied an.
Schlecht ging's der SPD schon lange, doch nun steckt sie in einer existenziellen Krise. Das Debakel für die Partei bei der Bundestagswahl verändert das Land mehr als der schwarz-gelbe Wahlsieg
Positiv hat der deutsche Aktienmarkt auf die Ergebnisse der Bundestagswahl reagiert. Der Dax legte am Montag wesentlich stärker als die anderen europäischen Börsen zu und stieg bis kurz vor Handelsschluss um 2,8 Prozent auf 5736 Punkte.
Nach dem Desaster für die SPD bei der Bundestagswahl hat der Parteivorsitzende der SPD seinen Rücktritt nicht abgestritten. Auf die Frage, ob er im November nicht noch einmal antreten wolle, antwortete Franz Müntefering: "Sie können davon ausgehen, dass Sie nahe an der Wahrheit sind."

UPDATE Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Bei der Bundestagswahl erringen Union und FDP eine Mehrheit - vor allem wegen der starken Liberalen. Die CDU-Chefin will schon in den nächsten Tagen mit dem neuen Partner über die Regierungsziele verhandeln. Aber die FDP will sich nicht drängen lassen und kündigt harte Koalitionsverhandlungen an.
Andrea Nahles, Ulla Schmidt, Wolfgang Thierse – prominente Genossen haben kein Direktmandat errungen. Doch auch etliche andere hatten das Nachsehen.
Die Berliner Runde im Fernsehen verlief diesmal ohne Eklat. Kein neuer Schröder weit und breit. Und Steinmeier übte schon Opposition.

Die Wahl und ihr Fernsehen: Woran-hat’s-gelegen-Fragen und Reporter als Partei-Klone

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über die Zukunftsfragen der SPD und Voraussetzungen für ein Bündnis mit der Linken im Bund.
Unter dem Titel "SPD neu erfinden" kursiert unter Sozialdemokraten aus dem engeren Zirkel derzeit ein internes Papier, das schonungslos die Schwächen der Partei offenlegt und sich mit der Zukunft der schwer angeschlagenen Sozialdemokraten befasst. Das Papier liegt dem Tagesspiegel vor. Wir dokumentieren es hier für unsere Leser.

An dieser Stelle bloggen wir für Sie aus Berliner Sicht über die Wahl - von der Stimmung im Wahllokal im Kiez bis hin zu den Reaktionen der Politiker auf den Wahlpartys am Abend und dem Berliner Endergebnis in der Nacht. Bitte schreiben Sie Ihre eigenen Erlebnisse, Fragen, Anregungen und Kritiken unter den Text.

Wie man im Ausland die Bundestagswahl sieht
Abschlusskundgebungen der Parteien – 62,2 Millionen Bürger entscheiden am Sonntag über den neuen Bundestag.
Kurz vor der Wahl mobilisieren die Parteien die letzten Kräfte: Die Kanzlerin feuert ihre Anhänger an, Kontrahent Steinmeier fordert "Wahlkampf bis zur letzten Sekunde".
Steinmeier vor dem Tor, Merkel in der Arena: Endspurt vor der Bundestagswahl – in Berlin schicken die Parteien noch einmal ihre Prominenz ins Rennen.
Kurz vor der Bundestagswahl verlieren laut einer Umfrage sowohl die Union als auch die SPD in der Gunst der Wähler. Schwarz-Gelb muss um die Regierungsmehrheit bangen.

Expertenrunde: Ein Meinungsforscher, ein Psychologe, ein Politologe und eine Börsenexpertin diskutierten beim Treffpunkt Tagesspiegel über die Bundestagswahl. Wir dokumentieren hier das Gespräch.

Stefan Raab spielt Bundestagswahl, aber Merkel und Steinmeier machen nicht mit. Dabei würden sie hier ganz neue Wählergruppen erreichen, verspricht der Moderator.
Matthias Platzeck verteidigt am Sonntag das Ministerpräsidentenamt in Brandenburg. Sein Platz wäre ein anderer gewesen, als Kanzlerkandidat. Gert Nowakowski über die Bedeutung der Landtagswahl in Brandenburg.
Einhelliges Urteil von New York bis Moskau: Der deutsche Wahlkampf sei langweilig, die Kanzlerkandidaten präsentierten sich harmoniesüchtig und hölzern. Eine internationale Presseschau.