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Helmut Kohl

Zum Thema Porträt: Mehr als eine stille Helferin hinter einem mächtigen Mann Reaktionen: Großartige und couragierte Frau Fototour:Das Leben der Hannelore Kohl Der Freitod von Hannelore Kohl hat enorme Bestürzung hervorgerufen. Bundespräsident Johannes Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder, CDU-Chefin Angela Merkel, der ehemalige Staatschef der Sowjetunion Michail Gorbatschow und zahlreiche weitere Politiker sprachen Altkanzler Helmut Kohl ihr Beileid aus.

Von Frank Jansen

Man weiß nicht so genau ob aus eigenem Antrieb oder auf Anraten der Lehrer - aber die Schüler der Gustav-Heinemann-Oberschule hatten offenbar Verdacht geschöpft: Ob die Kollegen Merkel und Merz ihn mit der Bitte, für das Amt des Regierenden Bürgermeisters zu kandidieren, nicht ohnehin nur in die zweite Liga hätten abschieben wollen, wollte die 16-jährige Christina von Wolfgang Schäuble wissen. Ob die Tatsache, dass mit Frank Steffel nun der Wunschkandidat des Altbundeskanzlers antrete, nicht eigentlich zeige, dass Kohl immer noch der heimliche Parteivorsitzende sei, fragte Jakob, 15, offenbar der notorische Querdenker im Raum.

Altkanzler Helmut Kohl (CDU) hat sich im Rechtsstreit um die Veröffentlichung seiner Stasi-Akten durchgesetzt. Das Berliner Verwaltungsgericht gab am Mittwoch Kohls Klage gegen die Herausgabe ihn betreffender Unterlagen an Journalisten und Historiker statt.

Von Robert Ide

Wer sich zu den Geheimnissen des Stasi-Unterlagengesetzes vorwagt, muss durch ein dunkles Labyrinth. Zum Plenarsaal des Berliner Verwaltungsgerichtes führen verwinkelte Gänge mit matten Deckenleuchten und mintgrünen Fußböden.

Von Robert Ide

In Gegenden Deutschlands, die im Laufe der Geschichte mit der Reformation wenig und mit dem Sozialismus gar nicht in Berührung gekommen sind, gibt es - allerdings in zurückgehender Zahl - einen besonderen Typus von Geschäften, die so genannten Devotionalienhandlungen. Devotionalien sind der Andacht dienende Gegenstände, als da seien Rosenkränze, Gesangbücher, Bibeln und Heiligenbildchen.

Das Gesetz des Wechsels im Trialog hat es glücklicherweise gefügt, dass es diesmal nicht Wolfgang Schäuble ist, der die Ereignisse der letzten Woche in Berlin kommentieren muss. So werde ich versuchen, den Reigen zu eröffnen und die Frage in den Raum zu werfen, was es eigentlich ist, das die Parteien so strukturell dumm macht.

Da bleibt nur der Rückgriff auf Karl Marx angesichts der Tumulte in der Berliner Politik nach Helmut Kohls Ankündigung, er wolle nochmal als Parteisoldat gegen die PDS kämpfen. Marx meinte: Die Geschichte wiederholt sich nicht - es sei denn, als Farce.

Von Jacob Heilbrunn

Um den Wahltermin wird noch gerangelt, aber selbst die Bundesprominenz aller Parteien hat sich längst in den Kampf um Berlin gestürzt. SPD-Chef Gerhard Schröder und sein Generalsekretär Franz Müntefering lesen Klaus Wowereit und Peter Strieder zurzeit jeden Wunsch von den Lippen ab.

Von Brigitte Grunert

In der Union sorgen der aufziehende Berliner Landtagswahlkampf und die Folgen der Kandidaten-Kür bei der CDU weiter für Unruhe. Der als CDU-Spitzenkandidat gescheiterte Wolfgang Schäuble widersprach am Mittwoch jüngsten Agenturberichten, er habe sich in einem Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" unzufrieden über die CDU-Vorsitzende Angela Merkel geäußert.

Von Robert Birnbaum

Helmut Kohls engagierte Bereitschaft, im Berliner Wahlkampf zu helfen, ist vom CDU-Landesverband mit zurückhaltender Dankbarkeit aufgenommen worden. "Er hat die deutsche Einheit nachhaltig geprägt; also liegt es nahe, dass er im Umfeld des 13.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Wenn heute der neue japanische Botschafter in Berlin, Issei Nomura, Außenminister Joschka Fischer im Teehaus der Japanischen Botschaft in Tiergarten zur offiziellen Eröffnung empfängt, ist es ein besonderer Tag für ihn. Issei Nomura stammt aus der Präfektur Hiroshima und zeigt sich sehr glücklich darüber, dass die Bürger von Tiergarten 1989 für eine Umbenennnung der damaligen Graf-Spee-Straße in Hiroshima-Straße gestimmt hatten.

Von Rolf Brockschmidt

Nach außen hin herrscht Ruhe in der Bundes-CDU nach der Berliner Kabale um den Beinahe-Spitzenkandidaten Wolfgang Schäuble. "Wir haben jedwedem Kandidaten, den die Berliner Kollegen nominieren, unsere Unterstützung zugesagt", verkündet am Montag der Generalsekretär Laurenz Meyer.

Von Robert Birnbaum

Klaus Wowereit hat ein ziemlich gutes Argument auf seiner Seite: Berlin ist von Heterosexuellen ruiniert worden - und es ist Zeit für einen Wechsel.In der Großen Koalititon geht es schon länger zu wie in einer Ehe, die sich überlebt hat.

Helmut Kohl war kein Medienkanzler. Das Fernsehen und seine Wohltaten für gewandte Spitzenpolitiker sind ihm fremd geblieben.

Von Joachim Huber

Die CDU-Fraktion hat am Montag eine "offene und ehrliche Diskussion" mit Vertretern der katholischen Bischofskonferenz geführt, sagte CDU-Chefin Angela Merkel. Der Dialog mit den Kirchen solle fortgesetzt werden.

Von Robert Birnbaum

Klaus Töpfer könnte mit der Liste der Ämter, für die er in den letzten zwei Jahrzehnten ins Gespräch gebracht worden ist, bequem seinen Schreibtisch tapezieren: vom Ministerpräsidenten des Saarlands angefangen bis hin zum Bundeskanzler. Auch für Berlin war der Mann, dem Helmut Kohl die Degradierung vom Umwelt- zum Bauminister mit dem Zusatzposten des Umzugsbeauftragten versüßt hatte, schon einmal im Gespräch.

Von Robert Birnbaum

Vielleicht hatte sie einfach keine Lust, alles zu lesen. Das von einem Journalisten bestellte Dossier aus Katarina Witts Stasi-Akten umfasst schließlich über tausend Seiten.

Von Jost Müller-Neuhof

Während dem früheren Kabinettschef Helmut Kohl ein Gerichtsverfahren über Anderkonten und schwarze Kassen erspart blieb, muss sein Ex-Innenminister damit rechnen: In diesen Tagen erhalten Manfred Kanther, Prinz Wittgenstein und ihr Geldbote, Horst Weyrauch, Post vom Gericht. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft hat ihre Anklageschrift gegen die ehemaligen Funktionäre der hessischen CDU und ihren Finanzberater auf den Weg gebracht.

Von Christoph Schmidt Lunau

Mit seinen Ehrenworten ist Altbundeskanzler Helmut Kohl eigen. Seinen Parteispendern hat er Anonymität versprochen, den um ihren Arbeitsplatz bangenden Arbeitern im mitteldeutschen Chemiedreieck den Erhalt zumindest von Kernen ihrer Unternehmen.

Thomas Osterkorn, 47, ist neben Andreas Petzold Chefredakteur des "Stern". Das Hamburger Magazin aus dem Verlag Gruner + Jahr geriet in die Schlagzeilen, als der Berliner Historiker Hubertus Knabe in seinem Buch "Der diskrete Charme der DDR" frühere Kontakte des "Stern" zur DDR-Staatssicherheit darstellte.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck will Altkanzler Helmut Kohl wegen des umstrittenen Verkaufs der ostdeutschen Leuna-Raffinerie 1992 an den französischen Elf-Konzern noch einmal vor den Parteispenden-Untersuchungsausschuss des Bundestags bringen. "Kohl muss jetzt endlich die volle Wahrheit sagen und auch die Namen der angeblichen Spender herausrücken", sagte Struck dem Tagesspiegel.

Altkanzler Helmut Kohl (CDU) hat Schmiergeldvorwürfe im Zusammenhang mit der Privatisierung der Raffinerie Leuna scharf zurückgewiesen. Im Folgenden werden Auszüge aus der Erklärung von Kohls Sprecher dokumentiert:"Derartige frei erfundene und jeder Grundlage entbehrende Behauptungen wurden bereits im Januar und Juli 2000 auf Grund von Spekulationen des ehemaligen Elf Aquitaine-Managers Andre Tarallo aufgestellt.

So ausführlich hat sich Helmut Kohl lange nicht empört: "frei erfundene und jeder Grundlage entbehrende Behauptungen", "verleumderische Unterstellungen" - sogar der Oggersheimer Superlativ kommt zum Einsatz: "völlig absurd" sei das, was da wieder einmal in der Zeitung zu lesen stehe. Was den Altkanzler so aufregte, war ein Bericht der "Berliner Zeitung" über den "Fall Leuna".

Von Robert Birnbaum

Dieses Wörtchen hat schon viele Karrieren im öffentlichen Dienst schlagartig beendet: jederzeit. Jederzeit kann der Bundespräsident hohe Beamte in den einstweiligen Ruhestand versetzen.

Von
  • Ulrike Scheffer
  • Jost Müller-Neuhof

Der "Fall Leuna" gilt gemeinhin als aussichtslos. Seit der Verdacht in der Welt ist, dass es bei der Privatisierung der Raffinerie Leuna und der ostdeutschen Minol-Tankstellenkette 1992 nicht mit rechten Dingen zugegangen sei, ist eine verwirrende Vielfalt von Hinweisen, Aussagen, Schriftstücken, Vermutungen zu dem Komplex aufgetaucht.

Von Robert Birnbaum
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