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Thema

Helmut Kohl

"Einfach Normalität", das ist es, was sich Gregor Gysi zum Abschied wünscht. Er bezieht das auf die demokratische Kultur im Parlament - aber klar ist, dass für ihn selbst dieser Tag alles andere als normal ist.

Von Matthias Meisner

Wenn in zehn Jahren ein mäßig fleißiger Schüler im Geschichtsunterricht gefragt wird, warum die CDU 1998 abgewählt wurde, dann wird er wahrscheinlich antworten: wegen der Spendenaffäre von Helmut Kohl. Für den Schüler wird diese Vermischung historischer Tatsachen wenig Folgen haben.

Von Giovanni di Lorenzo

In Deutschland ist es noch ein streng gehütetes Geheimnis: Im Winter-Semester wird Helmut Kohl eine Geschichtsprofessur in Harvard übernehmen. Der Kanzler der Einheit ist müde von der Politik.

Von Jacob Heilbrunn

Seine politische Karriere begann ungewöhnlich - auf dem Land und in der Kirche. Als Pastor baute Joachim Gauck in Mecklenburg kleine evangelische Gemeinden auf, ehe er sich in der Rostocker Bürgerbewegung engagierte.

Von Robert Ide

Jeder vierte Student soll künftig wieder Bafög bekommen. Dafür stellte das Bundeskabinett am Mittwoch die Weichen und verabschiedete den von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) vorgelegten Gesetzentwurf.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt Ludger Volmer hat dem CDU-Bundestagsabgeordneten Bernd Schmidbauer am Dienstag vorgeworfen, er habe die Bemühungen um die deutschen Geiseln auf den Philippinen erschwert und dadurch deren Freilassung verzögert. Schmidbauer, der unter Kanzler Helmut Kohl Geheimdienstkoordinator war, erklärte dazu in der Zeitung "Die Welt": "Wenn Volmer meine Initiative jetzt als schädlich bezeichnet, dann lügt er.

Zwei Jahre Regierung Schröder, zehn Jahre deutsche Einheit: Das eine hat mit dem anderen, so scheint es, wenig zu tun. Die deutsche Vereinigung hat Sozialdemokraten und Grüne, die heute das Land regieren, damals eher in Verlegenheiten gestürzt.

Ob sie sich mit Werner Holzer duze, will der SPD-Abgeordnete Friedhelm Julius Beucher wissen. Aber Agnes Hürland-Büning, Ex-Staatssekretärin mit millionenschwerer Industrie-Beratertätigkeit, mag sich über ihr Verhältnis zu dem umtriebigen Rüstungslobbyisten überhaupt nicht mehr äußern.

Von Robert Birnbaum

Angela Merkel, CDU-Chefin, hatte für Mittwochnachmittag zur Einweihung der neuen Parteizentrale in Tiergarten geladen - und sie waren zahlreich gekommen. Nur einer fehlte: Alt-Kanzler und Parteipatriarch Helmut Kohl.

Von Bernd Hops

Es liegt eine gewisse gespannte Erwartung über dem Saal, wie das eben so ist bei Premierenvorstellungen. Offiziell heißt das Stück, das die FDP am Dienstagvormittag im Schiller-Theater inszeniert hat, "Zehn Jahre Zwei-plus-Vier-Vertrag" ; Hauptdarsteller: Hans-Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow.

Von Robert Birnbaum

Manchmal schließt sich ein Kreis. Dabei ist es der pure Zufall, dass die Bundesmitgliederversammlung der "Lesben und Schwulen in der Union" (LSU) ausgerechnet an diesem Wochenende stattgefunden hat.

Von Robert Birnbaum

Die CDU hat dem Drängen der CSU entsprochen, in der Auseinandersetzung mit der Bundesregierung wieder kämpferisch die Initiative zu ergreifen und größere Normalität in ihrem Verhältnis zu Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) einkehren zu lassen. Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) sagte am Donnerstag nach einer Klausurtagung der Fraktionsspitze in Hildesheim, es gebe das berechtigte Anliegen in der Fraktion, jetzt wieder in die politische Offensive zu kommen und sich weniger mit sich selbst zu beschäftigen.

Eigentlich hätte Roland Koch schon längst zurücktreten müssen. Seit November letzten Jahres gibt es fast jede Woche neue Erkenntnisse über die Finanzaffäre der CDU in Hessen, und die Konservativen können nicht im Ernst behaupten, ausgerechnet ihr Vormann sei so unwichtig, dass er von dem ganzen skandalösen Treiben nichts gewusst habe.

Von Stephan-Andreas Casdorff

Der Sonderstaatsanwalt Kurt Spitzer hat dem Bundesnachrichtendienst (BND) in seinem Abschlussbericht zur Unprofessionalität vorgeworfen. Der BND habe Fehlinformationen eines Kölner Anlagebetrügers und Erpressers über die Wirtschaftskriminalität im Fürstentum unkritisch übernommen, sagte der von der Liechtensteiner Regierung eingesetzte Spitzer am Donnerstag in Vaduz.

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