Erst wenn man hoch droben auf dem Ausguck der Thomaskirche steht und hinabblickt auf dieses sagenhaft steile, auf der Südseite komplett neu mit Thüringer Schiefer gedeckte Dach, kann man ihre Schönheit und Besonderheit ganz ermessen. Dann hat sie nichts Beschauliches mehr, sondern ist nur noch aufregend, ein Meer aus schwarzen und blauen Tönen.
Helmut Kohl
Wird der Untersuchungsausschuss des Bundestages juristisch unanfechtbar beweisen können, dass die Regierung von Helmut Kohl käuflich war? Wahrscheinlich ist das nicht.
Es wird Abend, und Wolfgang Schäuble ist dran. Er ist nicht nervös - nur verärgert.
Der Untersuchungsausschuss sollte ursprünglich klären, "in wie weit Spenden, Provisionen und andere finanzielle Zuwendungen" an Mitglieder der ehemaligen Regierung von Union und FDP geflossen sind, die dazu geeignet waren, politische Entscheidungen zu beeinflussen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten ungeklärten Fragen aufgelistet.
Der frühere CDU-Chef Wolfgang Schäuble hält es nicht für Zufall, dass "pünktlich zu meiner neuerlichen Befragung" im Untersuchungsausschuss zur Spendenaffäre von "interessierter Seite die Übergabe von Geldern der Bundestagsfraktion an die CDU zum neuen Skandalthema hochstilisiert wird". Wie Schäuble am Sonntag dem Tagesspiegel sagte, "ist eines ganz unbestreitbar: Nach geltendem Recht war dies völlig in Ordnung, und ich selbst war es, der gegenüber dem Untersuchungsausschuss erklärt hat, dass es solche Geldtransfers in der Vergangenheit gegeben hat".
Es geht heute wieder zur Sache in Berlin, und für die CDU wird es ein ganz schwarzer Start aus der Sommerpause werden. Am Nachmittag wird man in der Parteizentrale versuchen, die Scherben aufzulesen nach dem Schauerstück im Untersuchungsausschuss: Schäuble contra Baumeister.
Berichte über brisante Aktenfunde haben die Spannung vor der zweiten Vernehmung der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble und Brigitte Baumeister im Spenden-Untersuchungsausschuss an diesem Montag noch erhöht. Burkhard Hirsch, der Sondermittler im Fall der verschwundenen Kanzleramtsakten, ist bei seinen Recherchen offenbar auf wichtige Unterlagen gestoßen.
Viele Chancen werden SPD und Grüne nicht mehr haben, die CDU-Spendenaffäre auch nur annähernd aufzuklären. Heute ist wieder so ein Tag der Chance: Es geht darum, herauszufinden, ob nun Wolfgang Schäuble oder Brigitte Baumeister lügt - das ist wichtig an der Frage, wer wann und wieso 100 000 Mark vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber erhalten hat.
Frank Hofmann (51) ist Obmann der SPD-Fraktion im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre. Mit ihm sprach Carsten Germis.
Für das ZDF-Politbarometer sind vom 21. bis 24.
Dreimal hat die CDU in letzter Zeit das Interesse auf sich gezogen. Einmal, als sie eine schwere Niederlage bei der Steuerreform erlitt.
Ein knallhartes Dementi hört sich anders an. Zum einen kann sich Helmut Kohl "im Einzelnen" nicht erinnern.
Zu den neuesten Vorwürfen nahm Helmut Kohl über einen Sprecher Stellung. Auszüge im Wortlaut"Eine Meldung der Süddeutschen Zeitung, wonach Herr Dr.
Der neue Vorwurf gegen Altkanzler Helmut Kohl, er habe 1982 veranlasst, sechs Millionen Mark der Unions-Bundestagsfraktion an die Partei zu leiten, sollen am kommenden Montag im Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Sprache kommen. Der SPD-Obmann im Ausschuss, Frank Hofmann, sagte dem Tagesspiegel am Freitag, natürlich werde das eine Rolle spielen.
Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vorgeworfen, den Aufbau Ost zu vernachlässigen. Schröders Sommerreise durch die neuen Bundesländer bezeichnete sie als "reines Kalkül".
Ein anonymer Bericht über angebliche illegale Millionenspenden der Firma Bosch an die CDU-Politiker Helmut Kohl und Erwin Teufel ist von allen Seiten als frei erfunden zurückgewiesen worden. Über das Papier hatte am Dienstag die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.
Das wären Bilder: Wolfgang Schäuble und Brigitte Baumeister, die sich nächste Woche im Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre begegnen, aber nicht die Hand geben und keines Blickes würdigen. Der frühere Chef von Partei und Fraktion und die ehemalige Fraktionsgeschäftsführerin und CDU-Schatzmeisterin.
Ein "Gütesiegel", sagt Angela Merkel, sei das Wort "vernünftig" für sie. Und dabei setzt sie, den Kopf leicht schräg, die Augen Richtung Ponyfransen, die unschuldigste ihrer Unschuldsmienen auf.
Gerhard Schröder im Glück - und Angela Merkel? Sie wird zur Pechmarie.
Nach der Debatte um einen Auftritt von Altbundeskanzler Helmut Kohl beim Festakt zur deutschen Einheit in Dresden hat die CDU begonnen, über eine Rede ihres Ex-Vorsitzenden im Bundestag zu diskutieren. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Maria Böhmer und die von den Grünen zur CDU gewechselte DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld sprachen sich dafür aus, dass Kohl in der Partlamentsdebatte über den Stand der deutschen Einheit am 29.
In dieser Woche wollen sie ihn, der offenkundig gebeten werden will, noch einmal bitten. Denn vor dem Staatsakt in Dresden und der CDU-Parteiveranstaltung in Berlin debattiert am 29.
Aus den schwarzen Kassen der CDU sind bis Mitte der 90er Jahre mehr als 1,1 Millionen Mark entnommen worden, deren Verbleib nach Angaben des "Spiegels" bislang ungeklärt ist. Wie das Nachrichtenmagazin schreibt, verschwand der größte Teil nach Feststellungen der Staatsanwaltschaft in Bonn etwa im Zeitraum von der Wende in der DDR bis zur deutschen Einheit.
"Chruschtschow im Streit mit Ulbricht, und das bei uns?".
Herr Lösche, was ist los in der CDU?Es gibt einen Machtkampf zwischen dem alten System Kohl, der zu einem Netzwerk gewachsenen Erwerbs- und Zugewinnsgemeinschaft von schätzungsweise 3000 Parteifunktionären, und der neuen Parteiführung.
Hilfe! Der 3 Oktober naht.
Margaret Thatcher und Helmut Kohl sind nie enge Freunde gewesen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich die Eiserne Lady in ihren Memoiren an einen Besuch beim Bundeskanzler im April 1989 erinnert.
Nun redet er doch. Der Kanzler der Einheit spricht zum Tag der Einheit über die Einheit.
Es wird immer verquerer. Erst gibt es diese unsägliche und auch demütigende Debatte darüber, ob Helmut Kohl am 3.
Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen zwei frühere Beamte unter Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl wegen der Aktenvernichtung im Kanzleramt kurz vor dem Regierungswechsel im Herbst 1998. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Bernd König am Mittwoch in Bonn.
Sachsens CDU-Landeschef Fritz Hähle spricht respektvoll von "Verständnis und Hochachtung" und meint die Ankündigung von Helmut Kohl (CDU), am 3. Oktober nicht nach Dresden zu den Einheitsfeierlichkeiten kommen zu wollen.
Die Absage von Altkanzler Helmut Kohl an die zentrale Einheitsfeier am 3. Oktober hat ein geteiltes Echo in der Union ausgelöst.
Das Einzige, was die Geschichte uns lehrt, ist, dass sie uns nichts lehrt. Diese pessimistische Einsicht in die Unbelehrbarkeit der Zeitgenossen vor ihrer Vergangenheit kann, ja muss einem einfallen, wenn man erlebt, wie in Deutschland die Feiern zum 3.
Altkanzler Helmut Kohl hat die Einladung des sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf zur Teilnahme an der offiziellen Feier am zehnten Jahrestag der Wiedervereininigung abgelehnt. Er will auch an keiner anderen Einheitsfeier teilnehmen, so Kohl am Montag.
Altkanzler Helmut Kohl hat seine Teilnahme am Festakt zum 10. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3.
Seit Wochen wird über einen Auftritt von Ex-Kanzler Kohl als Redner bei der Einheitsfeier diskutiert. Nun hat der Altkanzler seine Teilnahme abgesagt.
Nun hat Helmut Kohl selbst die Debatte um seine Teilnahme an der Einheitsfeier in Dresden beendet: Er hat abgesagt. Reden durfte er nicht, kommen will er nicht.
Der Chef des Elektronik-Konzerns Siemens, Heinrich von Pierer, will vor dem Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen. Ein Siemens-Sprecher sagte am Montag, von Pierer werde dem Ausschussvorsitzenden Volker Neumann (SPD) in einem Brief schreiben, dass er "jederzeit gerne zur Verfügung stehe".
Im Streit um den Auftritt von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) bei der zentralen Feier zum zehnten Jahrestag der Deutschen Einheit in Dresden hat CDU-Chefin Angela Merkel vor einer Überhöhung von Kohl gewarnt. Kohl habe zwar "große Leistungen für die deutsche Einheit und die europäische Einigung erbracht", sagte Merkel der in Koblenz erscheinenden "Rhein-Zeitung".
Helmut Kohl wird nicht nach Ungarn reisen, um dort an Feierlichkeiten zum Jahrestag der deutschen Einheit teilzunehmen. Der Sprecher des ungarischen Außenministeriums sagte dem Tagesspiegel, die Regierung in Budapest plane kein offizielles Fest zur deutschen Einheit.
Altkanzler Helmut Kohl (CDU) soll reden. Nicht in der Semperoper zur offiziellen Festveranstaltung zum Tag der deutschen Einheit, sondern einen Tag zuvor.