Für Helmut Kohl wird das keine schöne Woche. Es vermag ihn kaum zu trösten, aber: für uns auch nicht.
Helmut Kohl
Die Damen und Herren Zeugen könnten bereits ein kleines "Who is Who" der Politik füllen. Der ehemalige CDU-Chef Wolfgang Schäuble und die Ex-Generalsekretäre Heiner Geißler und Volker Rühe waren ebenso da wie die Garde der hessischen CDU-Größen mit Manfred Kanther und Roland Koch an der Spitze.
Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) muss nach Auffassung des SPD-Fraktionsgeschäftsführers Wilhelm Schmidt sein Abgeordneten-Mandat auf der Stelle niederlegen. Schmidt schrieb in einem am Freitag verbreiteten Offenen Brief, Kohl habe durch seinen Vergleich von Spender-Boykottaufrufen mit der Verfolgung jüdischer Kaufleute in der NS-Zeit "endgültig jeden moralischen Anspruch verwirkt, noch Mitglied des Deutschen Bundestags zu sein".
Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat der SPD vorgeworfen, ihn bei der Untersuchung der CDU-Spendenaffäre an den Pranger zu stellen. "Man versucht, aus dem Ehrenbürger Europas eine beinahe kriminelle Figur zu machen", sagte Kohl am Mittwoch im ZDF.
Der Tod von 58 Flüchtlingen, die in England um Asyl nachsuchen wollten, lässt Fragen offen. Zum Beispiel die, warum Großbritannien, anders als in früheren Jahren, zur bevorzugten Anlaufstelle für Asylsuchende geworden ist.
Gegen Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sind wegen der illegalen Finanzpraxis der CDU neue Vorwürfe erhoben worden. Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf den ehemaligen CDU-Generalbevollmächtigten Uwe Lüthje, Kohl habe Druck auf Lüthje ausgeübt, Akten in einem Schweizer Tresor über die illegale Finanzpraxis zu vernichten.
"Aufbruch", "Zukunft" und "Transparenz" - diese Wort fielen immer wieder, als gestern der Schlüssel für die Bundeszentrale der CDU übergeben wurde. Das Haus mit der gläsernen Doppelfassade soll die neue CDU symbolisieren.
Am Ende war es sogar dem beherrschten Wladimir Putin zuviel. "Sie bringen uns in eine äußerst unbequeme Lage: Sie verlangen immer, dass wir öffentlich unsere Liebe unter Beweis stellen", wehrte sich der Kreml-Chef gegen eine weitere Frage nach der Herzlichkeit seiner Beziehung zu Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Sie drücken den Schwebezustand des Nationalstaats auf dem Weg zu mehr internationaler Verflechtung passend aus: Reden ausländischer Gäste im Parlament. Helmut Kohl in Polens Sejm, Bill Clinton vor Russlands Duma.
Die Sätze treffen den Mann wie Keulenschläge. Je länger er Jürgen Möllemann zuhört, um so verzweifelter sucht sein Blick Halt im Raum.
Die Büroleiterin von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, Juliane Weber, hat dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur CDU-Spendenaffäre die dienstlich geführten Terminkalender 1999 und 2000 übergeben. Dies bestätigte Juliane Weber am Dienstag.
Altbundeskanzler Helmut Kohl wird nicht bei dem Festakt zum zehnten Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober in der Dresdener Semperoper sprechen.
Friedrich Merz hat Probleme, seine Rolle zu finden: Sein Vorgänger an der Spitze der CDU/CSU-Fraktion war bei Freund und Gegner geachtet wegen seiner Sachkenntnis, rhetorischen Schärfe und strategischen Weitsicht. Merz war mit viel Vorschusslorbeeren angetreten, aber nach den ersten Wochen maulen viele in der Fraktion, bei den großen Fragen lasse er es an Entschiedenheit mangeln, klare Position beziehe er nur bei zweitrangigen Themen.
Auf diesen Gast aus Deutschland hatten Estland, Lettland und Litauen lange, lange warten müssen. Nahezu alle wichtigen deutschen Politiker hatten den Ländern, die 1991 unter nicht einfachen Umständen die Erneuerung ihrer Unabhängigkeit von Moskau erstritten hatten, schon ihre Aufwartung gemacht: Der damalige Außenminister Hans Dietrich Genscher war gleich nach der wiedererlangten Souveränität in den drei baltischen Staaten zu Besuch.
Kann Gerhard Schröder staunen? Staunen über die Zeit, die Wunden heilt und stille Wunder möglich macht?
Der Vertreter des Kapitalismus erscheint im dunkelblauen Anzug mit feinen Streifen und in makellos schwarzen Schuhen. Sein schärfster Kritiker im Saal trägt ein rosa Hemd und hellblaue Socken in Sandalen.
Am Ende, wer hätte früher oder später nicht damit gerechnet, wurde es doch noch gesungen: das Lob des "dicken Kopfes". Kaum hatte Joachim Herz, der Doyen der ostdeutschen Musiktheaterregie, eine seiner allseits beliebten Jeremiaden über den Niedergang der Theaterkunst angestimmt, über die Chuzpe der Jungregisseure und die böse Musikkritik und die Feigheit der Intendanten und das arme Publikum und natürlich, bitte nie zu vergessen, das Prinzip Hoffnung, das es der Menschheit zu erhalten gelte, da stand sie, ungebeten, plötzlich mitten im Raum: die Frage aller Fragen.
Bei der privaten Spendenaktion von Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sind mehr als acht Millionen Mark zusammen gekommen. Wie ein Sprecher Kohls am Sonntag mitteilte, wurde jetzt der letzte Teil der Summe an die CDU überwiesen.
Die Bonner Staatsanwaltschaft hat in der CDU-Spendenaffäre den Verteidigern von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl die Ermittlungsakten zur Einsichtnahme übergeben. Wie der Sprecher der Behörde, Staatsanwalt Roland Wangen, am Mittwoch sagte, umfassen die Ermittlungsakten, die sich auch auf den ehemaligen CDU-Finanzberater Horst Weyrauch und Ex-CDU-Hauptabteilungsleiter Hans Terlinden beziehen, fünf Bände mit rund 840 Seiten.
Die Stimme des Moderators wird von Mal zu Mal höher vor Begeisterung. "Gleich kommt Friedrich Merz!
Der Untersuchungsausschuss des Bundestages verfolgt in der CDU-Spendenaffäre eine neue Spur. Der Vorsitzende des Ausschusses, Volker Neumann, sagte am Sonntag, die Parlamentarier gingen der Frage nach, ob der Siemens-Konzern der CDU im Zusammenhang mit möglicherweise illegalen Geschäften mit der DDR in den 80er Jahren Millionen überwiesen habe.
Erzähl mal, Richard! Das lässt sich Richard Christ, der Berliner Schriftsteller und langjährige Mitarbeiter der "Weltbühne" nicht zwei Mal sagen.
Helmut Kohl soll am 29. und 30.
Fußball, heißt es, repräsentiert die Stimmungslage des Landes, in dem er gespielt wird. Ob das noch gültig ist bei dem Kader des Deutschen Fußball-Bundes für die Europameisterschaft?
Etliche Berliner Ehrenbürger müssen sich im Grabe umdrehen, einigen Höchstlebendigen die Ohren klingen. Im Eifer des Gefechts um die höchste Ehrung oder Nichtehrung für Nikolaj Bersarin merkten die Abgeordneten am Donnerstag zu später Stunde wohl gar nicht, wie sie einen nach dem anderen durchhechelten.
Für den Tag nach dem Wahlabend", hat Jürgen Rüttgers vor einer Woche den Delegierten des CDU-Bezirksparteitags Ruhr empfohlen, "legen Sie sich Alka-Selzer oder Aspirin bereit." Gegen den Kater nach der Siegesfeier nämlich.
Zuvor waren zahlreiche Stasi-Abhörprotokolle beim ehemaligen Bonner Büroleiter der "Quick" gefunden worden. Die Bundesanwaltschaft ermitteltDer Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur CDU-Spendenaffäre, Volker Neumann (SPD), hat sich dafür ausgesprochen, dass sein Gremium sich mit der neuen Stasi-Akten-Affäre beschäftige.
Sechs Stimmen hat Nordrhein-Westfalen im Bundesrat und zählt damit zu den vier Großen in der Länderkammer. Schon deshalb sähen es die regierenden Sozialdemokraten in Berlin lieber, wenn das größte Bundesland auch nach der Wahl am kommenden Sonntag so bliebe, wie es jetzt ist: rot-grün.
Die Befragung von Manfred Kanther und Roland Koch hat den Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre seinem Ziel nicht wirklich näher gebracht. Das Bundestagsgremium muss die Frage, ob sich zu Helmut Kohls Regierungszeiten mafiöse Strukturen entwickeln konnten, nach Walther Leisler Kieps Aussage anderen stellen, um weiterzukommen.
Mit der Arbeit des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Parteispendenaffäre der CDU untersuchen soll, sind viele SPD-Bundestagsabgeordnete schon lange unzufrieden. "Keine Strategie erkennbar", werfen sie den eigenen Leuten vor.
Der Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre greift vorerst nicht auf die Stasi-Abhörprotokolle über westdeutsche Politiker zurück. Die Chefs der fünf Fraktionen im Bundestag einigten sich am Dienstag darauf, die Mitschnitte von Telefongesprächen nicht als Beweismaterial zu nutzen.
CDU und CSU, eine "Kampfgemeinschaft", fest verschworen - so sagen sie es doch immer wieder, die Matadore, und dazu passt schon sehr genau, dass auf die Justiz in Bayern Einfluss genommen worden sein soll. Sein könnte.
Yehuda Bauer (74) ist Direktor des Zentrums für Holocaust-Forschung der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Der Historiker gilt als einer der bedeutendsten Erforscher der Shoa und des Antisemitismus.
In der CDU-Spendenaffäre existieren neben den bereits bekannten Briefen des Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber an Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) nach Angaben des Grünen-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele weitere Schreiben. Stöbele sagte der "tageszeitung", diese stammten aus den Jahren 1996 und 1997 und beträfen Bestechungsvorwürfe gegen den früheren kanadischen Ministerpräsidenten Mulroney.
Zur parlamentarischen Aufklärung der CDU-Finanzaffäre sollten nach Ansicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) keine Stasi-Abhörprotokolle ausgewertet werden. Das müsse aber letztlich der Untersuchungsausschuss des Bundestages entscheiden, sagte er der "Bild am Sonntag".
Offenbar war ein weißer Elefant durchs Gestrüpp getrampelt. Oder Helmut Kohl joggte in Bermuda-Shorts.
Der neue Streit um die Stasi-Akten hat zwei Seiten - mindestens. Zum einen ist da die journalistische Aufarbeitung dessen, was die Akten über Helmut Kohls Spendenaktivitäten sagen.
In den Unterlagen der Staatsanwaltschaft Augsburg findet sich nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ein neues Bindeglied zwischen zwei großen Affären der Ära Helmut Kohl (CDU). Aus dem Terminkalender des Lobbyisten Karlheinz Schreiber, gegen den wegen Schmiergeldzahlungen für die Lieferung von "Fuchs"-Panzern an Saudi-Arabien ermittelt wird, ergebe sich eine Verbindung zur zentralen Figur der Leuna-Affäre, dem Geschäftsmann Dieter Holzer.
Günter Nooke (41) trat 1996 gemeinsam mit anderen DDR-Bürgerrechtlern spektakulär in die CDU ein. Zwei Jahre später wurde der gelernte Diplomphysiker in den Bundestag gewählt.