So eine Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin ist doch etwas wert. Man darf umsonst die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen oder das Gesetz- und Verordnungsblatt beziehen; das Konterfei in Öl findet Platz in der Ehrenbürgergalerie im Berliner Abgeordnetenhaus.
Helmut Kohl
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) sieht in der Krise der CDU eine Chance - und zwar auch für sich selbst. "Die CDU darf den Anspruch, die Partei der Arbeitnehmer zu sein, nicht der SPD als Beute überlassen", gab der stellvertretende CDA-Vorsitzende, Hermann-Josef Arentz, am Dienstag als Parole aus.
Menschen, die sich Ereignisse so vorstellen und sie dann auch so schildern können, als hätten sie tatsächlich stattgefunden, bezeichnet man als Eidetiker. Vielleicht ist Helmut Kohl ein Eidetiker.
Der größte Fehler, den man bei Eberhard Diepgen machen kann, ist, ihn zu unterschätzen. Der Vorwurf, Berlins Regierender Bürgermeister sei dröge oder gar farblos, ist aktenkundig, aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit.
Der Politiker greift gerne zum Tier, will er sich als Mensch präsentieren. So auch Helmut Kohl auf einem Foto seines Leibfotografen Konrad R.
Angela Merkel soll Parteivorsitzende werden. Der CDU-Vorstand hat sie einstimmig nominiert.
Wie oft hat er seinen Hochmut versteckt und, hinter einer fröhlichen Miene, auch seine Verletzlichkeit. In letzter Zeit gelingt das nicht mehr so oft.
Angela Merkel also - und wer als Generalsekretär? Wieder ist ein Baden-Württemberger für die Führung im Gespräch: Günther Oettinger.
Die Christdemokratische Union hatte bislang sechs Vorsitzende. Vier davon wurden im Parteiamt zeitweilig auch deutsche Regierungschefs.
Der CDU-Vize über die Krise seiner Partei, die Zukunft der Sozialversicherung und seine PläneNorbert Blüm (64), war 16 Jahre lang Arbeitsminister - der Einzige, der allen Kabinetten Kohl angehörte. Blüm, der nach der Wahlniederlage 1998 erst den Ministersessel räumte und dann den Vorsitz der nordrhein-westfälischen CDU aufgab, wird nun auch die Spitze der Bundespartei verlassen.
Nach dem Tauziehen um die Besetzung des Chefpostens beim Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) eine sachliche Debatte über die Reform der internationalen Finanzinstitution gefordert. Allerdings erwarte er nicht, dass die USA vor den Präsidentschaftswahlen im Herbst klare Vorstellungen auf den Tisch legten, sagte Eichel am Mittwochabend vor Journalisten in Washington.
Die Spendenaktion von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl hat am Mittwoch im Bundestag einen heftigen Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition ausgelöst. Die CDU/CSU Fraktion begrüsst uneingeschränkt die neuerliche Spendenaktion ihres früheren Parteivorsitzenden Helmut Kohl, mit der dieser den materiellen Schaden, den er angerichtet hat, wieder gutmachen möchte.
Unter armen Sündern ist ein Armer ohne Sünden König. Deshalb steht Eberhard Diepgen in einem schmeichelhaften Ruf, der seit Helmut Kohls Wahlniederlage 1998 im Übrigen von Fakten gedeckt ist: Er ist der erfolgreichste Politiker der CDU.
Als der große, alte Patriarch vor einer Woche an die Öffentlichkeit trat und eine eindrucksvolle Liste von Spendern vorführte, die helfen wollten, den von ihm angerichteten Schaden wettzumachen, kam es beim Fernsehen zu einem kleinen Aufstand. Beim ZDF blockierten Hunderte Zuschauer die Telefone.
Christian Wulff (40) ist seit 1998 Vize der Bundes-CDU und seit 1994 Chef der niedersächsischen CDU. Er führt dort auch die Landtagsfraktion.
Sitzordnungen sind immer heikel. Im Bundestag sogar besonders.
Wenn die CDU "mitten im Leben" steht, dann muss es sich um mehrere Mitten handeln oder um mehrere Leben. Denn was die Ereignisse dieser Tage miteinander zu tun haben, das wird sich auch der allerklügsten Parteiführung kaum erschließen.
Die neuen Millionenspenden an Helmut Kohl könnten nach Ansicht der SPD zu steuerrechtlichen Konsequenzen für den Alt-Kanzler führen. Die von zum Teil prominenten Gebern zur Verfügung gestellten rund sechs Millionen Mark müssten als steuerpflichtig betrachtet werden, erklärte der SPD-Abgeordnete Klaus Lennartz am Freitag in Berlin.
Wenn du nicht erfolgreich bist, versuch es nochmal, so lautet ein amerikanisches Motto. Gerhard Schröder scheint es sich zu Herzen genommen haben.
Darf man es jemandem vorwerfen, wenn er sich und seine Meinung immer wieder ändert? Nein, sagt der Innenminister.
Es schien so klug ausgedacht zu sein: Helmut Kohl tut Buße, macht den Schaden wieder gut, den er angerichtet hat. Sechs Millionen, zwei Millionen schwarze Spenden plus vier Millionen Strafe - alles fein säuberlich verbucht und zurück an die christdemokratische Schatzmeisterei.
Nicht nur mit Geld hilft Helmut Kohl der CDU, er lenkt auch die Aufmerksamkeit ab - zumindest für ein, zwei Tage - von der sich zuspitzenden Personaldebatte in der Partei. Zwar ist nach dem Vorstoß des neuen Fraktionschefs Friedrich Merz für Generalsekretärin Angela Merkel als CDU-Chefin eine Vorentscheidung gefallen.
Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen hat die Spendenaktion von Altbundeskanzler Helmut Kohl (beide CDU) begrüßt. Kohl hebe damit den durch ihn für die Partei entstandenen Schaden wieder auf, sagte Diepgen am Freitag im Radiosender HUNDERT,6.
Er ist der Alte geblieben. Ja, was schert ihn, in der Stunde der Not, sein Geschwätz von Gestern.
Heino ist wider Erwarten nicht dabei. Auch Roberto Blanco fehlt, und Tony Marshall.
Altkanzler Helmut Kohl (CDU) will zur Wiedergutmachung in der CDU-Spendenaffäre nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" auch sein Eigenheim in Ludwigshafen-Oggersheim mit einer Hypothek belasten. Der frühere Parteichef bemüht sich, vor allem durch eine Spendenkampagne rund sechs Millionen Mark für die CDU zu sammeln.
Horst Köhler gehört zu den ganz wenigen Deutschen, die die erforderliche internationale Reputation für das Amt des Chefs des Internationalen Währungsfonds haben. Da scheint Bundeskanzler Gerhard Schröder auch das CDU-Parteibuch Köhlers nicht zu stören.
In der Spendenaffäre wehrt sich die CDU jetzt mit juristischen Mitteln gegen die vom Bundestagspräsidenten geforderte Millionenstrafe. Sie reichte am Montag in Berlin Klage ein.
Der Industrielle und frühere Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch wirft der CDU und dem früheren Parteichef Helmut Kohl Unglaubwürdigkeit bei der Aufklärung der Spendenaffäre vor. Von Brauchitsch bezweifelt, dass Helmut Kohls Version den Tatsachen entspricht, derzufolge er von Spendern, die anonym bleiben wollen, rund zwei Millionen Mark erhalten habe.
Die Getreuen des Altkanzlers machen Druck auf Merkel und SchäubleAltkanzler Helmut Kohl will seine neuerliche Spendenaktion zu Gunsten der CDU bald abschließen und dann die Ergebnisse veröffentlichen. Das sagte der ehemalige CDU-Ehrenvorsitzende der "Welt am Sonntag".
Der Nestlé-Verwaltungsratschef Helmut Maucher gehört zu denen, die Helmut Kohls jüngstem Spendenappell gefolgt sind. "Helmut Kohl hat meines Wissens 10 bis 12 Leute angesprochen", sagte Maucher im Gespräch mit dem Tagesspiegel.
Seinem prominentesten Mitglied bleibt man treu, auch - oder besser gesagt gerade - in schwierigen Zeiten. So sieht das zumindest Helmut Kohls Heimatverband in Ludwigshafen.
Eva Jaeggi war 22 Jahre lang Professorin für klinische Psychologie an der Technischen Universität Berlin und wurde kürzlich emeritiert.Helmut Kohl sammelt wieder Spenden, um den durch ihn entstandenen Schaden zu beheben.
Da kennt man die Grünen nun schon so lange, aber wundern muss man sich doch immer wieder. Zurzeit vor allem über zweierlei.
Da ist er wieder, der Alte. Jetzt wissen wir endlich, was er all die Stunden in seinem Büro gemacht hat: mit möglichen Spendern telefoniert, sie zum Gespräch empfangen, um sechs Millionen zusammenzubringen.
"Frag ich mich auch", lacht Heiner Geißler zurück, wenn er in einer der zahllosen Talk-Shows zur CDU-Krise gefragt wird, warum denn niemand ihn vorschlägt. Zum Parteivorsitzenden.
Der ältere Herr kommt aus der Landwirtschaft und aus dem Westfälischen. Da sind sie seit Jahrhunderten immer ein bisschen zurück hinter der Zeit.
Als Anwalt der Einheit wollte er gelten, Lothar de Maizière, letzter Ministerpräsident der DDR. Aber meist ist er dann doch in seine Lieblingsrolle zurückgefallen, nur Anwalt der Ostdeutschen zu sein.
Jetzt versucht er es im Guten. Helmut Kohl sammmelt wieder Spenden, diesmal legal, angeblich hat er bereits zwei Millionen zusammen, von Freunden.
Der Ex-CDU-Generalsekretär und Ex-Verteidigungsminister strebt nach Höherem. Volker Rühe war schon nach Helmut Kohls Niederlage 1998 als CDU-Chef im Gespräch.