Die Bundestagsfraktionen haben ihren Streit um um die Rednerliste bei der Gedenkfeier zum Jahrestag des Mauerfalls beigelegt. Die Fraktionen einigten sich auf den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, als zusätzlichen Redner, teilte der Bundestag am Freitag mit.
Helmut Kohl
Kein anderes Land hat die deutsche Einheit stärker unterstützt als die USA. Dahinter stand nicht nur große politische Übereinstimmung zwischen US-Präsident George Bush und Kanzler Helmut Kohl.
Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat die Rolle der Kirchen während der deutsch-deutschen Vereinigung heftig kritisiert. Das Verhalten der beiden Kirchen sei "eine der ganz großen Enttäuschungen" seines Lebens gewesen, sagte Kohl der christlichen Wochenzeitung "Rheinischer Merkur".
Na also. Ausländische Regierungschefs können in China Rechtsprobleme offen ansprechen - auch solche, die einzelne Bürger mit der Staatsgewalt haben - und dennoch Milliardenabschlüsse tätigen.
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hält die Debatte um die Gedenkfeier des Parlaments zum Mauerfall für "nicht sehr glücklich". Thierse sagte am Mittwoch dem Tagesspiegel, er habe "unter Kritik" zu akzeptieren gehabt, dass auf Betreiben von CDU/CSU und SPD sein ursprünglicher Vorschlag um die Reden von Altkanzler Helmut Kohl und Bundeskanzler Gerhard Schröder erweitert worden sei.
Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat am Montag einen mehrtägigen Besuch in Israel begonnen. Zum Auftakt traft er mit dem israelischen Minister für regionale Zusammenarbeit, Schimon Peres, zusammen.
Die Herbstsonne taucht den Reichstag in goldenes Licht. Es ist Donnerstagvormittag.
Der reiche Bürger, der sich heimlich an seinen Zinsen freut - dieses Bild geistert wohl im Kopf eines jeden Finanzministers herum. So kam schon Gerhard Stoltenberg, der erste Finanzminister unter Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, zum Ende der achtziger Jahre auf die Idee, eine Quellensteuer einzuführen.
Wer liest eigentlich Politiker-Bücher? Wir reden nicht von ehemaligen Politikern.
Kommunalwahlen in Baden-Württemberg: Teufel regiert unangefochten wie nie - die SPD flüchtet sich in GalgenhumorRainer Ruf Im Jubel-Trubel, der Alt-Kanzler Helmut Kohl im Stuttgarter Züblin-Haus umbrandet, gestattet sich der glücklose Ex-Regierungssprecher Otto Hauser einen wehmütigen Seufzer: "Wäre der noch Kanzler, wäre ich heute Minister." Jungunionisten demonstrieren ihre "Sehnsucht nach Kohl", mehr als 2000 weitere Zuhörer denken und fühlen erkennbar ähnlich, und so ist es an diesem Abend nicht ganz einfach, die Abschluss-Kundgebung der Stuttgarter CDU zur baden-württembergischen Kommunalwahl auch als solche zu begreifen.
Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Die rot-grüne Bundesregierung hat ihr Versprechen nicht eingehalten, den deutschen Beitrag zur Entwicklungspolitik qualitativ und quantitativ aufzuwerten.
Der Senat geht weiter davon aus, dass der ehemalige Staatspräsident Michael Gorbatschow anläßlich des zehnten Jahrestages des Mauerfalls nach Berlin kommen wird. Das teilte Senatssprecher Michael-Andreas Butz bei der Vorstellung der geplanten Festveranstaltungen gestern mit.
Das war also die bislang größte Demonstration gegen die rot-grüne Regierung. 50 000 in Berlin auf der Straße - ist das viel?
Es ist an der Zeit, ein Geheimnis zu enthüllen, das Geheimnis des CDU-Erfolges: Die Partei hat ihre Niederlage bei der Bundestagswahl ohne größere Verletzungen und innere Kämpfe überstanden, weil man sich nicht gegenseitig für die Verluste verantwortlich gemacht hat. Die Christdemokraten haben eine unausgesprochene Lieblingserklärung parat, warum sie die Wahl verloren haben: wegen Helmut Kohl, der partout nicht weichen wollte.
Jedes Jahr Ende Januar, Anfang Februar zieht es die Großen dieser Welt in die gesunde Bergluft Graubündens, nach Davos zum World Economic Forum. Und sie kommen alle: Desmond Tutu und Bill Gates, Helmut Kohl und Elie Wiesel, Newt Gingrich und Vivienne Forrester.
Die Wähler haben gesprochen? Nein, das kann man nicht sagen.
Gerechtigkeit ist kein Prinzip, nach dem in der Politik Erfolg und Misserfolg verteilt wird. Diese Einsicht schmerzt nach der Serie von Landtagswahlen im Sommer und Herbst besonders die Liberalen.
Seit den Bundestagswahlen hatten die Bürger in den Ländern 15 Mal Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben, und die Sozialdemokratie verlor alles in allem 40 Prozent. Sie ist zurückgeworfen auf ihre Stammwählerschaft.
Sie ist in etwa die Queen Mum der bundesdeutschen Politik - Annemarie Renger, Sozialdemokratin, ehemalige Bundestagspräsidentin und nicht zu übersehen. Seit gestern ist sie 80, und deshalb empfing sie vormittags ihre Familie, Freunde und politische Schwergewichte im Opernpalais.
"Ein Feiertag für alle" soll der Tag der Deutschen Einheit werden, das wünschte sich der Gastgeber der Feierlichkeiten zum 3. Oktober, Hessens Ministerpräsident Roland Koch, bei seiner Rede im Wiesbadener Kurhaus.
Warum Helmut Kohl nicht für die Oper taugt, und wieso sich modernes Musiktheater an Verdi orientieren mussAm Anfang ein kleines Spiel: Wir lesen Ihnen ein paar Zeilen aus einem Schlagertext vor, und Sie müssen den Refrain raten. Also: "Das war ein super Sommer in jedem Augenblick, wir ließen unsere Träume einfach schweben.
In der Kaukasusrepublik Inguschetien ist am Freitag ein erster UN-Hilfskonvoi für die Flüchtlinge aus Tschetschenien eingetroffen. Die 80 Tonnen Decken, Zelte, Wassertanks, Küchengeräte, Plastikplanen, Zucker und Speiseöl seien aus Südrussland geliefert worden, sagte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) am Freitag in Genf.
Im Kosovo-Krieg haben Regierung und Opposition Gemeinsamkeit demonstriert. Aus der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag wurden zwar Fragen über die langfristige Strategie des Nato-Einsatzes laut - was in der Öffentlichkeit aber nur am Rande wahrgenommen wurde.
Die CDU hat Bundeskanzler Schröder Desinteresse, falsche Schwerpunktsetzung und eine Überbetonung der nationalen Interessen in der Außenpolitik vorgeworfen. CDU-Generalsekretärin Merkel und der CDU-Außenpolitiker Pflüger sagten am Dienstag in Berlin, dies habe Deutschland Vertrauen und außenpolitisches Gewicht gekostet.
Wenn ein Koloss fällt, bebt die Erde. Vor einem Jahr wackelten in der Parteizentrale der SPD tatsächlich die Wände, so laut war der Jubel.
Würdenträger aus aller Welt haben am Donnerstag in Moskau Abschied von Raissa Gorbatschowa genommen. In einem von der Frau des letzten sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gegründeten Kulturzentrum verneigten sie sich vor dem offenen Sarg der am Montag im Alter von 67 Jahren an Leukämie Verstorbenen.
Helmut Kohl hat als Kanzler Jahre gebraucht, bis er die Naziverbrechen eindeutig als einmalig in ihrer Ungeheuerlichkeit bezeichnete. Doch hatte er in von Weizsäcker einen Bundespräsidenten, der mit feinem Gespür und großer Präzision nachholte, was der Parteifreund im (Um)Deutbaren ließ.
Sie messen sich, Gerhard Schröder und Wolfgang Schäuble. Sie fordern sich gegenseitig heraus, im Bundestag antwortet der Kanzler direkt auf den, der es hätte sein können.
Politik: Schröder passt die Kräfteverhältnisse in Regierung und Partei seinen Machterfordernissen an
Er sagt es nicht nur so - er ist so. Er ist einer, der die Macht will, dafür an Gitterstäben rüttelt, ruft: "Ich will da rein" und dann, wenn er im Zentrum der Macht ist, auch da bleiben will.
Was hoffte der übereifrige Kieler SPD-Wahlkämpfer Thomas Röhr wohl zu finden, als er sich "hintenrum" auf die Suche nach der Examensarbeit von Volker Rühe machte? Vielleicht erinnerte sich der Pressereferent daran, wie herzhaft einst mancher Linke über Auszüge aus der Doktorarbeit Helmut Kohls lachte, und wollte den schleswig-holsteinischen CDU-Spitzenkandidaten im Wahlkampf ähnlich bloßstellen.
Wahrscheinlich gibt es in der deutschen Politik, wie sie durch das Grundgesetz strukturiert ist, keinen Berührungspunkt zweier Verfassungsorgane, an dem persönliche Sympathien und Antipathien eine größere Rolle spielen als zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler. Die Gegensätze zwischen Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl waren mit den Händen greifbar, die zwischen Roman Herzog und Kohl weniger permanent, aber dennoch kaum übersehbar.
Die Polen aufgezwungene Teilung Europas 1945 und der Beitrag der Solidarnosc zum Fall der Berliner Mauer schaffen nach den Worten des polnischen Präsidenten eine moralische Verantwortung des Westens für eine baldige EU-Erweiterung. "Einige historische Rechnungen sind noch offen", sagte Kwasniewski dem Tagesspiegel zum 60.
Der scheidende Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer hat davor gewarnt, sich von der Einführung des Euro eine Lösung sozialer und wirtschaftlicher Probleme zu erhoffen. Der Eintritt in die Währungsunion sei zwar "ein großer Schritt nach vorn", aber "keine Erlösungsformel für unsere internen wirtschaftlichen und sozialen Probleme", betonte Tietmeyer im Rahmen des Festaktes zum Wechsel an der Spitze der Deutschen Bundesbank im Frankfurter Palmengarten.
Zwei Seelen wohnen in Michael Müllers Brust. Einerseits fungiert er als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, andererseits als Sprecher ihres linken Flügels, "Parlamentarische Linke" (PL) genannt.
Nicht weit vom alten Kaiserpalast, an einem schwülen Pekinger Morgen, werden wir Zeuge eines Zeitsprungs. Eben noch hatten die deutschen Diplomaten gemütlich geschwatzt, als der knappe Ruf sie verstummen läßt.
Gelassen reckt sich der schmale, braungebrannte Mann auf seinem Stuhl, unweit der Rückwand des SPD-Fraktionssaales. Er hat es hinter sich.
Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer (68) scheidet zum 31. August aus dem Amt.
Das Wort "Volksgemeinschaft" haben die Nazis gerne benutzt. Steckt nicht trotzdem etwas Richtiges in diesem Wort?
Im nächsten Jahr feiert die vereinigte Demokratische Republik Deutschland (DRD). Ihren zehnten Gründungstag.
Im Politbarometer werden die Haupttrends der Befragung in der Zeit vom 16. bis 19.