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Thema

Helmut Kohl

Na also. Ausländische Regierungschefs können in China Rechtsprobleme offen ansprechen - auch solche, die einzelne Bürger mit der Staatsgewalt haben - und dennoch Milliardenabschlüsse tätigen.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hält die Debatte um die Gedenkfeier des Parlaments zum Mauerfall für "nicht sehr glücklich". Thierse sagte am Mittwoch dem Tagesspiegel, er habe "unter Kritik" zu akzeptieren gehabt, dass auf Betreiben von CDU/CSU und SPD sein ursprünglicher Vorschlag um die Reden von Altkanzler Helmut Kohl und Bundeskanzler Gerhard Schröder erweitert worden sei.

Von Matthias Meisner

Wer liest eigentlich Politiker-Bücher? Wir reden nicht von ehemaligen Politikern.

Von Robert Birnbaum

Kommunalwahlen in Baden-Württemberg: Teufel regiert unangefochten wie nie - die SPD flüchtet sich in GalgenhumorRainer Ruf Im Jubel-Trubel, der Alt-Kanzler Helmut Kohl im Stuttgarter Züblin-Haus umbrandet, gestattet sich der glücklose Ex-Regierungssprecher Otto Hauser einen wehmütigen Seufzer: "Wäre der noch Kanzler, wäre ich heute Minister." Jungunionisten demonstrieren ihre "Sehnsucht nach Kohl", mehr als 2000 weitere Zuhörer denken und fühlen erkennbar ähnlich, und so ist es an diesem Abend nicht ganz einfach, die Abschluss-Kundgebung der Stuttgarter CDU zur baden-württembergischen Kommunalwahl auch als solche zu begreifen.

Es ist an der Zeit, ein Geheimnis zu enthüllen, das Geheimnis des CDU-Erfolges: Die Partei hat ihre Niederlage bei der Bundestagswahl ohne größere Verletzungen und innere Kämpfe überstanden, weil man sich nicht gegenseitig für die Verluste verantwortlich gemacht hat. Die Christdemokraten haben eine unausgesprochene Lieblingserklärung parat, warum sie die Wahl verloren haben: wegen Helmut Kohl, der partout nicht weichen wollte.

Von Giovanni di Lorenzo

Sie ist in etwa die Queen Mum der bundesdeutschen Politik - Annemarie Renger, Sozialdemokratin, ehemalige Bundestagspräsidentin und nicht zu übersehen. Seit gestern ist sie 80, und deshalb empfing sie vormittags ihre Familie, Freunde und politische Schwergewichte im Opernpalais.

Von Deike Diening

Warum Helmut Kohl nicht für die Oper taugt, und wieso sich modernes Musiktheater an Verdi orientieren mussAm Anfang ein kleines Spiel: Wir lesen Ihnen ein paar Zeilen aus einem Schlagertext vor, und Sie müssen den Refrain raten. Also: "Das war ein super Sommer in jedem Augenblick, wir ließen unsere Träume einfach schweben.

Würdenträger aus aller Welt haben am Donnerstag in Moskau Abschied von Raissa Gorbatschowa genommen. In einem von der Frau des letzten sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gegründeten Kulturzentrum verneigten sie sich vor dem offenen Sarg der am Montag im Alter von 67 Jahren an Leukämie Verstorbenen.

Helmut Kohl hat als Kanzler Jahre gebraucht, bis er die Naziverbrechen eindeutig als einmalig in ihrer Ungeheuerlichkeit bezeichnete. Doch hatte er in von Weizsäcker einen Bundespräsidenten, der mit feinem Gespür und großer Präzision nachholte, was der Parteifreund im (Um)Deutbaren ließ.

Was hoffte der übereifrige Kieler SPD-Wahlkämpfer Thomas Röhr wohl zu finden, als er sich "hintenrum" auf die Suche nach der Examensarbeit von Volker Rühe machte? Vielleicht erinnerte sich der Pressereferent daran, wie herzhaft einst mancher Linke über Auszüge aus der Doktorarbeit Helmut Kohls lachte, und wollte den schleswig-holsteinischen CDU-Spitzenkandidaten im Wahlkampf ähnlich bloßstellen.

Wahrscheinlich gibt es in der deutschen Politik, wie sie durch das Grundgesetz strukturiert ist, keinen Berührungspunkt zweier Verfassungsorgane, an dem persönliche Sympathien und Antipathien eine größere Rolle spielen als zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler. Die Gegensätze zwischen Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl waren mit den Händen greifbar, die zwischen Roman Herzog und Kohl weniger permanent, aber dennoch kaum übersehbar.

Der scheidende Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer hat davor gewarnt, sich von der Einführung des Euro eine Lösung sozialer und wirtschaftlicher Probleme zu erhoffen. Der Eintritt in die Währungsunion sei zwar "ein großer Schritt nach vorn", aber "keine Erlösungsformel für unsere internen wirtschaftlichen und sozialen Probleme", betonte Tietmeyer im Rahmen des Festaktes zum Wechsel an der Spitze der Deutschen Bundesbank im Frankfurter Palmengarten.

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