Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat sich gegen ein Praktikum des früheren RAF-Terroristen Christian Klar am Berliner Ensemble ausgesprochen. Wowereit wirft dem Theater-Intendanten Peymann vor, in erster Linie eigene Interessen zu verfolgen.
RAF
Frank Bachner zur Freilassung von Christian Klar
Nach dem Anschlag von Passau hilft nur Repression – keine NPD-Verbotsdebatte
Nach dem Anschlag von Passau hilft nur Repression – keine NPD-Verbotsdebatte
Aufklären, festnehmen, inhaftieren, verurteilen: Nach dem Anschlag von Passau hilft nur Repression - keine aufgewärmte NPD-Verbotsdebatte.

Der Theaterintendant Claus Peymann kritisiert die Berichterstattung über ein mögliches Praktikum des RAF-Terroristen Christian Klar. Das Berliner Ensemble habe es nicht nötig, durch die Beschäftigung Klars Aufmerksamkeit zu erregen. Das Praktikum sei "nicht weiter der Rede wert".

"Gott schützt die Liebenden": Eine Simmel-Verfilmung der peinigenden Art. Die RAF kann einem geradezu leidtun, dass sie und ihr zwiespältiger Mythos auf derart schamlose Weise zur Konstruktion von Effekten ausgenutzt wird.
Wegen der Entscheidung des Bundespräsidenten Horst Köhler, Christian Klar nicht zu begnadigen, konnte er sein geplantes Praktikum nicht antreten. Der Betriebsrat des Berliner Ensembles verhandelt mit dem EX-Terroristen Christian Klar allerdings schon seit 2004 über ein Praktikum als Bühnentechniker.
Weil der RAF-Film "Der Baader-Meinhof-Komplex" ihre Persönlichkeitsrechte verletze, hat Ignes Ponto, die Witwe des erschossenen Bank-Vorstands, die Produktionsfirma des Filmes verklagt. Jetzt schlägt das Gericht vor, mit einem Film-Vorspann darauf hinzuweisen, dass die Filmszene keine historische Authentizität erhebe.

Jost Müller-Neuhof über "Mogadischu", die RAF - und die Opfer
Zur bevorstehenden Freilassung Christian KlarsDie Nachricht von der vom Gericht beschlossenen Freilassung von Christian Klar ist einerseits verständlich, andererseits ruft sie zu vehementem Protest auf. Verständlich, weil das Gericht auf der Grundlage der vorhandenen Rechtslage, das heißt, der von unserem Parlament beschlossenen Gesetze, urteilen musste.

Spannend, aber voyeuristisch: Roland Suso Richter zeigt in "Mogadischu“ das Drama um die "Landshut“.
Zur bevorstehenden Freilassung Christian KlarsDie Nachricht von der vom Gericht beschlossenen Freilassung von Christian Klar ist einerseits verständlich, andererseits ruft sie zu vehementem Protest auf. Verständlich, weil das Gericht auf der Grundlage der vorhandenen Rechtslage, das heißt, der von unserem Parlament beschlossenen Gesetze, urteilen musste.
Noch immer steht Claus Peymanns Angebot: ein Praktikum für Christian Klar am Berliner Ensemble Einen ähnlichen Fall gab es in Berlin schon einmal – am Grips-Theater

Noch immer steht Claus Peymanns Angebot: ein Praktikum für Christian Klar am Berliner Ensemble Einen ähnlichen Fall gab es in Berlin schon einmal – am Grips-Theater

Noch immer steht Claus Peymanns Angebot: ein Praktikum für den Ex-RAF-Terroristen Christian Klar am Berliner Ensemble, wenn dieser im Januar 2009 aus der Haft gelassen wird . Einen ähnlichen Fall gab es in Berlin schon einmal - am Grips-Theater.

Die Diskussion um die bevorstehende Freilassung von Christian Klar reißt nicht ab. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries weist jedoch jede Kritik an dem "rechtsstaatlich normalen Vorgang" zurück.
Der RAF-Mörder Klar kommt frei: Nun muss sich auch der Staat der Aufarbeitung stellen
Der RAF-Mörder Klar kommt frei: Nun muss sich auch der Staat der Aufarbeitung stellen
Der RAF-Mörder Christian Klar kommt frei: Nun muss sich auch der Staat der Aufarbeitung stellen. Ein Schlussstrich ist die Entlassung Klars nicht.

Christian Klar war zwischen 1977 und seiner Verhaftung im November 1982 an nahezu allen Aktionen der RAF beteiligt - meist an vorderster Front. Nach 26 Jahren Haft wird er nun im Januar 2009 entlassen.
Nach 26 Jahren Haft könnte Ex-Terrorist Christian Klar am 3. Januar in die Freiheit entlassen werden. Bundespräsident Horst Köhler lehnte sein Gnadengesuch vor einem Jahr ab. Klar zeigt bis heute keine Reue für seine Taten, gilt aber laut mehreren Gutachtern als ungefährlich.

Bettina Röhl stellte ihr Buch über ihre Mutter Ulrike Meinhof in Potsdam vor

Die Aussichten des ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar auf eine baldige Haftentlassung sind gestiegen: Das Gutachten, auf dessen Grundlage über Klars Freilassung entschieden werden soll, geht nicht von einer Rückfallgefahr des einstigen Terroristen aus.
... war auch das Ende von ’68: Heute vor 40 Jahren wurde die Schlacht am Tegeler Weg ausgetragen. Anlass war ein Ehrengerichtsverfahren gegen den damaligen APO-Anwalt und heutigen NPD-Funktionär Horst Mahler.
Michael Buback, Sohn des von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfrid Buback, geht mit den Machern des Films "Der Baader-Meinhof-Komplex" hart ins Gericht. Er hätte sich gewünscht, dass bestimmte Szenen aus dem Film vorher mit den Familien der Opfer abgesprochen worden wären.

Stefan Aust will dem früheren RAF-Ermittler Klaus Pflieger per einstweiliger Verfügung ausbremsen. Dieser hatte behauptet, der frühere "Spiegel"-Chefredakteur habe in Büchern und Artikeln die Vermutung geäußert, die Stammheimer Häftlinge seien von staatlicher Seite ermordet worden.

Männer in Strumpfhosen: Harald Schmidts Hamlet-Musical "Der Prinz von Dänemark" hat in Stuttgart Premiere. Der "Hofnarr unserer Zeit" gibt sich alle Mühe, die Finanzkrise da draußen vergessen zu machen.

"Deutschland 09" - An einem Filmprojekt unter diesem Titel arbeiten derzeit 12 der renommiertesten deutschen Regisseure. Entstehen soll ein poetisch-politisches Panorama der deutschen Gesellschaft. Unter anderem mit dabei: Tom Tykwer, Fatih Akin, Hans Weingartner.

Die Selbstmorde der RAF-Mitglieder Baader, Ensslin und Raspe waren keine "staatlich geduldeten Selbstmorde", bestätigt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Es gebe keine Hinweise dafür, dass jemand über den geplanten Gemeinschaftstod Bescheid wusste.

In Volker Schlöndorffs „Strajk – Die Heldin von Danzig“ spielt Katharina Thalbach die Heldin des Danziger Werftstreiks von 1980.
Warum die Erinnerung an den deutschen Terror blüht und gedeiht
Zurzeit kann man keine Zeitung und kein Magazin aufschlagen, ohne dass der eine oder andere RAFler einem daraus finster entgegenblickt. Warum die Erinnerung an den deutschen Terror blüht und gedeiht
Er legte Brände und hinterließ Bekennerschreiben unter der Bezeichnung "RAF" in Spandau. Die Mutter stand Schmiere, sie wurde von ihrem Sohn dazu gezwungen, wie sie im Prozess aussagte.
Bei Anne Will wird über die RAF und den Baader-Meinhof-Film diskutiert. Die Runde reagiert erwartungsgemäß.

Clais von Mirbachs Vater wurde 1975 von der RAF ermordet. Mit dem Tagesspiegel sprach er über Uli Edels Film "Der Baader-Meinhof-Komplex“ und die Tatsache, dass bis heute die Täter mehr Raum einnehmen als ihre Opfer.
Michael Buback, der Sohn des von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts, hält den "Baader Meinhof Komplex" für einen sehenswerten Film. Allerdings komme die Sicht der Opfer zu kurz, und der uninformierte Kinogänger könne einen falschen Eindruck vermittelt bekommen.

"Der Baader-Meinhof-Komplex" hat am Mittwochabend im Delphi-Kino Premiere gefeiert. Auf dem roten Teppich tummelte sich viel Filmprominenz. Die Geschichte der RAF soll nach den Ansprüchen des Regisseurs Uli Eidel möglichst authentisch wiedergegeben sein.

Baller Meinhof: In Uli Edels Film wird der deutsche Terrorismus zum Actionspektakel. "Spiegel", "FAZ" und Eichinger trommeln für den Erfolg.
Helden oder Kriminelle? Filme über die RAF