zum Hauptinhalt
Thema

RAF

RAF

Demnächst läuft "Baader Meinhof Komplex" an, am Dienstagabend war die offizielle Premiere auf dem roten Teppich in München. Das selbsterklärte Ziel des Films: den Mythos um die RAF zerstören. Er soll die Gewalt zeigen, ohne geschönte Dramaturgie.

Von Saskia Weneit
bmk

Mit großem Staraufgebot ist die neueste Verfilmung des RAF-Stoffes, "Der Baader-Meinhof-Komplex", in München uraufgeführt worden. Für besonderen Grund zur Freude sorgte die Nominierung des Films für das Rennen um den Auslands-Oscar.

Baader-Meinhof-Komplex

Am Dienstagabend ist Premiere der RAF-Verfilmung "Der Baader Meinhof Komplex" nach Stefan Aust. Der Film erzählt die Geschichte der Rote Armee Fraktion (RAF), besetzt mit deutschen Stars wie Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck und Bruno Ganz.

Passend zum Kinostart des neuen RAF-Films gibt es jetzt auch ein Jugendbuch über die Rote Armee Fraktion. In "Kämpfe oder stirb auf Raten" von Werner J. Egli schließt sich ein 16-Jähriger einer Unterstützergruppe der RAF an.

Stefan Aust

Große Versöhnungsgeste? Stefan Aust schreibt für den "Spiegel" über die RAF. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht der ehemalige Chefredakteur des "Spiegel" über Stammheim und geheime Akten.

Der Rechtstaat ist immer dann schwer zu verstehen, wenn er Menschen nutzt, die das nach landläufiger Meinung nicht verdient haben. Jetzt hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Ex-Terroristen Klar, Mohnhaupt und Folkerts nicht in Beugehaft genommen werden dürfen.

Die drei Ex-Raf-Terroristen Klar, Mohnhaupt und Folkerts dürfen nicht in Beugehaft genommen werden - das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Ein Urteil ganz im Sinne des Rechtsstaats.

Buback-Ermordung

Mit der Beugehaft sollten sie zum Reden gebracht werden. Doch der Bundesgerichtshof gesteht den ehemaligen RAF-Terroristen Mohnhaupt, Klar und Folkerts Aussageverweigerungsrecht zu. Sie müssen keine Angaben zum noch immer nicht restlos aufgeklärten Mordfall Buback machen.

Von Ursula Knapp

Frankfurt am Main - Die wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte ehemalige RAF-Terroristin Birgit Hogefeld kann trotz Verbüßung von 15 Jahren Haft vorerst nicht auf eine vorzeitige Entlassung hoffen. Das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) hat einen Antrag Hogefelds auf Aussetzung ihrer Reststrafe zur Bewährung abgelehnt.

Was einst galt, stimmt heute noch: Ein DNA-Test entlastet das Ex-RAF-Mitglied Verena Becker vom Verdacht, Bubacks Mörderin zu sein.

Von Frank Jansen

Immer wieder hatte der Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker als Täterin genannt. Ein aktuelles Gutachten des BKA stützt diesen Verdacht nicht - im Gegenteil.

Viett

Die frühere RAF-Terroristin Inge Viett ist anlässlich des umstrittenen Bundeswehr-Gelöbnisses am Brandenburger Tor ins Visier der Polizei geraten, als sie Festgenommene aus den Händen der Behörden befreien wollte. Sie gilt als Ikone in der linken Szene. Inzwischen ist sie wieder auf freiem Fuß.

gelöbnis

Erstmals in der bundesdeutschen Geschichte haben Rekruten der Bundeswehr vor dem Reichstag ihr Gelöbnis abgelegt. 500 junge Soldaten bekannten damit ihre Treue zur Werteordnung des Grundgesetzes. Linke Gegendemonstranten protestierten lautstark gegen die weiträumig abgesperrte Zeremonie.

Wackernagel

Wohnsitz Mali: Jonas Grosch hat einen Dokumentarfilm über den Schauspieler und Ex-Terroristen Christof Wackernagel gedreht - mit einer ganz besonderen persönlichen Note.

Von Jan Schulz-Ojala
Becker

Mehrere RAF-Terroristen sind in den 80er Jahren wegen des Mordes an Siegfried Buback ins Gefängnis gewandert. Wer auf den Generalbundesanwalt schoss, ist aber bis heute unklar. Ein DNS-Test soll nun Licht ins Dunkel bringen - vor allem über die Mitwirkung von Verena Becker.

Zurück ins Jahr ’77: Harald Schmidt lässt im Berliner Ensemble Elvis singen. Da kommen Erinnerungen an die alten, glücklichen Schlingensief-Abende in der Volksbühne auf.

Von Andreas Schäfer

Die Berliner CDU will die Partei Die Linke auch auf Landesebene vom Verfassungsschutz überwachen lassen. Generalsekretär Frank Henkel sortierte die Partei in eine Traditionslinie mit den Terroristen der Roten Armee Fraktion.

208138_0_e3c43449

Seit 40 Jahre gibt es 68: Doch was ist von der Studentenbewegung geblieben? Selbstironie, sarkastische Töne und gute Laune kennzeichnen die Generation. Die Revision einer linken Geschichte.

Von Klaus Hartung
Schleyer-Witwe

Ihr Mann Hanns Martin Schleyer war das prominenteste Opfer der Roten Armee Fraktion. Bis zuletzt hatte sie sich gegen eine Freilassung inhaftierter RAF-Terroristen gewandt. Waltrude Schleyer ist am Karfreitag im Alter von 92 Jahren gestorben.

Die Rote Armee Fraktion (RAF), 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof gegründet, war eine linksextremistische Terrororganisation, von ihren Gründern als „Stadtguerilla“ bezeichnet. Bis zur schriftlich verkündeten Selbstauflösung im April 1998 wurden durch die RAF über 30 Morde verübt, weiterhin Mord- und Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle.

Der Bundesgerichtshof will herausfinden, wer wirklich im April 1977 den damaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback erschossen hat. Aber Beugehaft für Ex-Terroristen? Erstmal soll der Verfassungsschutz seine Hinweise offenlegen.

Von Stephan-Andreas Casdorff
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })