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Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.
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Potsdam HEUTE, Dienstag, 7. September 2021: Gottesanbeterin und Götterspeise

Die wichtigsten Termine, die interessantesten Themen und News. Alles, worüber Potsdam am Dienstag spricht, im PNN-Newsletter "Potsdam HEUTE".

Guten Morgen, 

in ihre Fänge möchte man nicht geraten. Sie lauert bewegungslos auf ihre Beute, die sie dann blitzschnell mit ihren Fangarmen ergreift. Für Männer kann die Pärchenbildung zudem lebensgefährlich werden. Das Weibchen frisst das Männchen während der Paarung vom Kopf her auf. Es geht nicht um den Bundestagswahlkampf und mögliche Koalitionsverhandlungen, noch nicht, dazu kommen wir gleich. 

Vielmehr sucht die Heinz-Sielmann-Stiftung Nachweise für die Existenz der als Gottesanbeterin bekannten großen Fangschrecke in Brandenburg. Das etwa sieben Zentimeter lange Insekt mit der lateinischen Bezeichnung Mantis religiosa sei seit 20 Jahren auch hierzulande zu finden und fühle sich mit fortschreitendem Klimawandel auch immer heimischer, teilte die Stiftung in Wustermark mit. 

Die Mitmach-Aktion (Meldungen an wanninchen@sielmann-stiftung.de) soll helfen, die Ausbreitung der männermordenden Femme fatale noch präziser zu dokumentieren. Die Ergebnisse würden mit den Daten der Aktion „Gottesanbeterin gesucht“ vom Naturkundemuseum Potsdam und den Mantidenfreunden Berlin-Brandenburg zusammengeführt. Die Gottesanbeterin ernährt sich zumeist von Insekten und Spinnen. 

Die Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) ernähren sich weniger proteinhaltig. Scholz verriet, dass er als Kind gern grüne Götterspeise mit Soße gegessen hat. „Da hätte ich mich reinlegen können“, sagte er am Sonntag in der Diskussion des Babelsberger Stadtteilnetzwerkes im Thalia-Kino, die als Plauderrunde angelegt war, bei der sich alle duzen. „Ich esse lieber die rote Götterspeise“, bekannte Baerbock. Vorboten für ein rot-grünes Bündnis? 

Wenn man die Speise der Götter wie in manchen Regionen üblich als Wackelpudding bezeichnet, hat der Glibber gleich nicht mehr so viel Glamour und passt ganz gut zu so manchen Kandidaten-Antworten. Aber, eines muss man sagen: Schön friedlich verlief der Wackelpeter-Wahlkampf im Kiez-Kino, eigentlich war es mehr Duett als Duell. 

Dass Wahlkampf auch mit ganz anderen Bandagen geführt wird, musste nun CDU-Direktkandidatin Saskia Ludwig erleben. Unter anderem seien mehrere ihrer Wahlplakate im Potsdamer Ortsteil Eiche angezündet worden. „Wir können nicht alle kollektiv die Verrohung in der politischen Auseinandersetzung beklagen und dann nach solchen Angriffen tatenlos bleiben", erklärte Ludwig am Montag. Sie habe deshalb Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Zuvor hatte unter anderem bereits FDP-Direktkandidatin Linda Teuteberg die Zerstörung von Wahlplakaten beklagt.

Auch im heutigen Newsletter

  • Alarm bei der Feuerwehr: Stadt Potsdam verspricht bessere Personalausstattung
  • Potsdam soll drei Radschnellwege bekommen
  • Personalie mit Geschmäckle: Ombudsmann soll in Bodenreform-Affäre vermitteln
  • Tipps für Unternehmungen
  • ...und jede Menge mehr

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