zum Hauptinhalt
„Potsdam bleibt bunt“ steht während der Demonstrationen «Potsdam wehrt sich» auf dem Alten Markt auf dem Schild eines Mädchens. Die Demonstration ist eine Reaktion auf das Bekanntwerden eines Treffens rechter Aktivisten in der Stadt.

© dpa/Sebastian Gollnow

Großdemo auf dem Alten Markt: So demonstrierte Potsdam gegen Rechts – die besten Bilder

10.000 Menschen haben am Sonntag in Brandenburgs Landeshauptstadt ein starkes Zeichen gegen rechte Umtriebe gesetzt. Anlass war ein Bericht über ein Treffen radikaler Rechter in Potsdam.

Stand:

„Jetzt ist der Zeitpunkt, Farbe zu bekennen: für unsere Stadt, für unser Land, für die Menschen, die hier leben“: Diese Worte richtete Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Sonntag an die Menschen auf dem Alten Markt. Und Potsdam bekannte Farbe – gegen Rechts.

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Erst am Freitag wurde die Demo organisiert, trotz der kurzfristigen Ansetzung war die Resonanz groß.

© Andreas Klaer

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Potsdam wehrt sich gegen rechte Ideologien - das wurde auf dem Alten Markt deutlich.

© Andreas Klaer

Rund 10.000 Menschen versammelten sich zur größten Demonstration in Brandenburgs Landeshauptstadt seit Jahren. Auch aus den umliegenden Kreisen strömten viele Menschen auf den Alten Markt. Unter den Teilnehmern waren Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die beide in Potsdam leben und hier ihren Wahlkreis haben. Sie hielten jedoch keine Reden.

Oberbürgermeister Mike Schubert SPD, Bundesaußenministerin Annalena Baerbock Bündnis 90/Die Grünen und Bundeskanzler Olaf Scholz SPD, v.l., während einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus auf dem Alten Markt in Potsdam, 14. Januar 2024. Kundgebung gegen Rechts in Potsdam *** Lord Mayor Mike Schubert SPD , Federal Foreign Minister Annalena Baerbock Bündnis 90 Die Grünen and Federal Chancellor Olaf Scholz SPD , from left, during a rally against right-wing extremism on the Alter Markt in Potsdam, January 14, 2024 Rally against the right in Potsdam
Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD, l.) mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, v.l.)

© imago/Martin Müller/IMAGO/MARTIN MÜLLER

Tausende Menschen protestierten am Sonntag auf dem Alten Markt.
Rund 10.000 Menschen demonstrierten am Sonntag in Potsdam gegen Rechts.

© Andreas Klaer

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Mit ihren Botschaften traten die Demonstrierenden, darunter viele Kinder und Jugendliche, für eine freie Gesellschaft ein.

© Andreas Klaer

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
„Welche Beweise brauchen wir noch“ - viele Teilnehmer der Demonstration hatten Plakate dabei.

© Andreas Klaer

People attend a protest against right-wing extremism and for the protection of German democracy in Potsdam, Germany, January 14, 2024. REUTERS/Liesa Johannssen
Es handelte sich um die größte Potsdamer Demonstration seit vielen Jahren.

© REUTERS/LIESA JOHANNSSEN

Das Recherchenetzwerk „Correctiv“ hatte am Mittwoch Ergebnisse einer Recherche über ein Treffen von hochrangigen AfD-Politikern, Neonazis und spendenwilligen Unternehmern Ende November in der Potsdamer Villa Adlon veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurde dort ein Plan zur Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland vorgestellt und von den Teilnehmern unterstützt – dabei ging es nicht nur um Migranten ohne deutschen Pass, sondern auch Staatsbürger mit internationalen Wurzeln.

Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass er dort über „Remigration“ gesprochen hatte. Zugleich hatten die PNN enthüllt, dass in der Villa seit Jahren schon Größen aus dem radikal rechten Milieu ein und aus gingen, wie Zeugen aus dem Umfeld des Hauses bestätigten.

Demo gegen Rechts auf dem Alten Markt in Potsdam
Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock hier zu sehen mit Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD)

© Andreas Klaer

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
„Für eine Zukunft ohne Nazis“ - dafür demonstrierten diese Demo-Teilnehmer.

© Andreas Klaer

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Anlass der Demonstration war ein Bericht über Vernetzungstreffens radikaler Rechter in Potsdam. 

© Andreas Klaer

Demo gegen Rechts in Potsdam.
Tausende Menschen strömten am Sonntag zu der Demonstration auf dem Alten Markt.

© Sabine Schicketanz

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Demonstrierende warnten auch vor der Wiederholung der Geschichte. 

© Andreas Klaer

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Baerbock (M.) sprach vor der Nikolaikirche mit Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle und Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow (l.).

© Andreas Klaer


Oberbürgermeister Schubert stellte auf der Demonstration klar: „Wir lassen uns unsere Stadt, unser Land, unsere Demokratie nicht von den neuen Nazis stehlen. Sie alle sind heute hier und bekennen Farbe und Sie wehren sich gegen die Gefahr, die
unserem Land von den neuen Nazis droht!“

„Ich bin hier vor allem als Potsdamer Bürgerin, als Mutter, auch als Politikerin“, sagte Baerbock dem Tagesspiegel und den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). Die Großdemo mache deutlich: „Potsdam ist eine bunte Stadt. Wir bekennen gemeinsam Farbe gegen Nationalismus, gegen neue Nazis, gegen alte Nazis und stehen ein für die Demokratie und unsere Freiheit.“

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Eins von vielen Plakaten, die auf der Demonstration am Sonntag in Potsdam zu sehen waren. 

© Andreas Klaer

People attend a protest against right-wing extremism and for the protection of German democracy in Potsdam, Germany, January 14, 2024. REUTERS/Liesa Johannssen
Auch diese Demonstranten brachten ihre Haltung klar zum Ausdruck.

© REUTERS/LIESA JOHANNSSEN

Potsdam wehrt sich! Kundgebung am Alten Markt in Potsdam Anlass ist die Berichterstattung über ein Treffen in unserer Stadt Potsdam, bei dem rechtsradikale, verfassungsfeindliche Ideologen, AfD-Politiker und Unternehmer über einen Plan sprachen, wie man Migrantinnen und Migranten und deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit migrantischem Hintergrund aus Deutschland vertreiben und deportieren kann.
Die Pläne einer Rechtsfront, Migranten millionenfach abzuschieben, haben bei vielen Potsdamerinnen und Potsdamern für Empörung gesorgt.

© Andreas Klaer

Dass sich am Sonntag in Potsdam 10.000 Menschen gegen Rechts stellten, nannte Bundeskanzler Scholz „ein starkes Zeichen der Demokratie.“ Dem Tagesspiegel und den PNN sagte er: „Die Bürgerinnen und Bürger lehnen solche schlimmen Pläne, solche rechten antidemokratischen Gedanken ab. Das ist etwas, worauf wir alle uns verlassen können.“

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })