Auch bei den postsozialistischen Bulgaren geht es streng reglementiert zu. Es bedurfte einiger Bitten, bis am Mittwochabend die vor der verschlossenen Botschaftstür frierenden verfrühten Gäste eingelassen wurden.
Schloss Sanssouci
Die Potsdamer Pumpstation feiert ihr 160-jähriges Jubiläum
Nach dem Fortuna-Portal werden nun auch andere einst königliche Bauwerke rekonstruiert und neue Projekte angepackt – eine Übersicht
In Frankreich und den Niederlanden sind Warnungen vor dem Nachbarn nie ganz verstummt – das zeigt ein Werkstattgespräch
Zwei auf einen Streich: Biosphärenhalle auf dem alten Buga-Gelände und Belvedere auf dem Klausberg eröffnet
Als Skirennfahrer stürzte sich Willy Bogner auf Brettern die Piste hinunter, als Kameramann raste er für James Bond durch eine Bobbahn und drehte atemberaubende Szenen im Schnee. Jetzt steht dem 60-jährigen Mode- und Filmemacher erneut ein spektakulärer Auftritt bevor: Er soll am 3.
Gabriel und Platzeck flanieren im Park von Sanssouci
Bei der Schlössernacht am Sonnabend setzen die Veranstalter auf Lichterglanz statt Show – auch aus Kostengründen
Die vierte Auflage des Potsdam-Fests steht im Zeichen der Romantik und steigt nur noch in Sanssouci
Der Handyanruf aus Berlin störte die „Lütte“ gestern Vormittag beim Sonnenbaden am Nordseestrand auf Langeoog. „Mein Ralf baut gerade eine Burg für mich“, sagte Angelika Mann und machte Appetit auf Urlaub.
Hartmut Dorgerloh wurde gestern zum Chef der Preußischen Schlösser ernannt – ein schweres Erbe
Potsdam. Die wenigsten Bauten der preußischen Könige befinden sich in einem ordentlichen Zustand.
Picknick im Grünen: Sonnenschein, Zweisamkeit und ein gefüllter Korb mit allerlei Leckereien. Das bedarf keineswegs großer Vorbereitung.
Von Michael Zajonz Dass Tourismus dem Objekt seiner Begierde bisweilen Schaden zufügt, ist keine neue Erkenntnis. Schon Herzog Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, der zu Lebzeiten Park und Schloss Wörlitz für seine Untertanen geöffnet hatte, klagte 1798 über Vandalismus.
Potsdam. Zu DDR-Zeiten lagerte in den historischen Gemäuern noch „Agrochemie“: Jetzt hat das königliche Krongut in Bornstedt, unweit vom Schloss Sanssouci in Potsdam gelegen, offiziell wieder seine Pforten geöffnet.
Von Claus-Dieter Steyer Potsdam. Vornehme Damen spazieren mit Hut und Sonnenschirm über den Innenhof.
Das Krongut Bornstedt befindet sich in der Ribbeckstraße, rund 400 Meter vom Schloss Sanssouci entfernt. Es empfiehlt sich die Nutzung der Parkplätze am Park Sanssouci oder die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Potsdam. Wenn Götter einschweben, dann benutzen sie normalerweise einen Streitwagen mit feurigen Rössern oder zumindest eine Wolke.
Der Potsdamer Kulturhistoriker und Denkmalpfleger Hartmut Dorgerloh wird neuer Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg. Der Referatsleiter für Denkmalpflege im Brandenburger Kulturministerium wurde gestern vom Stiftungsrat in dieses Amt berufen, das durch den vorzeitigen Ruhestand des langjährigen Generaldirektors Hans-Joachim Giersberg vakant wurde.
Neben Schloss und Park Sanssouci ist das Schloss Cecilienhof im Neuen Garten "der" Renner im Besuchsprogramm der Potsdam-Touristen. Vor 50 Jahren wurde die Sommerresidenz des letzten deutschen Kronprinzen, erbaut kurz vor dem Ersten Weltkrieg, als Gedenkstätte hergerichtet.
Im Miniaturmuseum Arikalex kann man jetzt, wie berichtet, außer Schloss Sanssouci, einem venezianischen Palast aus dem 16. Jahrhundert, einem gotischen Haus aus dem 14.
Der Park von Sanssouci besitzt mit rund 300 Marmorfiguren aus dem 18. und 19.
Sein Herz hängt weiter an den historischen Mauern: Am Montag wird Hans-Joachim Giersberg, der Generaldirektor der Preußischen Schlösserstiftung, nach 37-jähriger Amtszeit offiziell verabschiedet. Bei den Feierlichkeiten im Schlosstheater des Neuen Palais in Potsdam erwarten den Herrn der Schlösser viele Würdigungen - von Landes- wie Bundespolitikern.
Richtige Vermarktung ist alles. Da werden selbst Kürbisse zu Verkaufsschlagern, wie beim Erntedankfest im Spandauer Johannesstift zu sehen war, auf dem Ulla Klingbeil marktschreierische Qualitäten zeigte.
Nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten ist der Normannische Turm auf dem Potsdamer Ruinenberg ab morgen wieder zugänglich. Von dem mittelalterlich anmutenden Bauwerk hat man einen wunderbaren Blick auf die Landeshauptstadt, Schloss und Park Sanssouci und das Buga-Gelände.
Licht lässt auch längst verlorene Bauten wieder auferstehen. Statuen erwachen im Wechsel von Hell und Dunkel zum Leben, über Hecken und Bäume schieben sich Schatten, magischen Schlössern gleich.
Das neue Konzept für die Versorgung der Gäste ging auf: 28 verschiedene Restaurants und Caterer, meist aus Potsdam, verkauften Getränke und Speisen - und zwar zu annehmbaren Preisen. Die Boulette gab es schon für 2,50 Mark, die Bratwurst für vier Mark und die Nudelpfanne für fünf Mark.
Den schönsten Blick auf die erleuchteten Schlösser und Parks bot das Belvedere auf dem Pfingstberg. Schon kurz nach Einbruch der Dunkelheit waren die Plätze auf dem Turm vergeben.
"Bona sera Seniorita bona sera" - im Handumdrehen hatten die drei "Jungen Tenöre" die Herzen der Besucher der 4. Potsdamer Schlössernacht erobert.
"Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Pomp, ohne Prunk und ohne die geringsten Zeremonien", verfügte der preußische König Friedrich II., den man auch den Großen nannte, in seinem Testament 1752.
Selbst der schnellste Besucher der beiden Potsdamer Schlössernächte am heutigen Freitag und am Sonnabend wird das gesamte Programm nicht schaffen. "Das ist ein aussichtsloser Versuch", sagt Claus Unzen, künstlerischer Leiter der Veranstaltung, die zum dritten Mal ausgetragen wird.
Weil sie als armes Kreuzberger Arbeiterkind nichts zu spielen hatte, sammelte sie als Millionärsgattin später leidenschaftlich Puppenstuben - besser, antike Miniaturen. Zu besichtigen sind sie im Miniaturmuseum "Arikalex", das Ulla Klingbeil im vergangenen Dezember im Europarc Dreilinden eröffnet hat.
Mehr als 10 000 Karten sind bereits für die Potsdamer Schlössernächte am 17. und 18.
Mühsam ist es und auch ein wenig langweilig, in der neogotischen Bibliothek des Babelsberger Schlosses dicke Farbschichten von den Wänden abzutragen. Doch was unter bis zu acht Anstrichen gefunden wird, lohnt die Mühe: dunkelblaue Preußenadler auf hellblauem Grund aus der ersten Hälfte des 19.
Als Hans Christian Andersens "tapferer Zinnsoldat" von seiner abenteuerlichen Reise zurückkehrt, ist seine Uniform fleckig und fahl. Kurz nach der Heimkehr, am Ende des Märchens, zerschmilzt er aus lauter Leidenschaft.
Noch 67 Tage bis zur Potsdamer Schlössernacht. Dann werden die historischen Bauwerke im Park Sanssouci und im Neuen Garten glanzvoll illuminiert.
Buga gesehen, Sanssouci erlebt, Potsdam ins Herz geschlossen und nichts bezahlt. Der Pfingstbesuch aus der Provinz zeigte sich mit dem Ausflug zufrieden, zumal das gesparte Eintrittsgeld an den Kassen zum Buga-Park ein komfortables Abendprogramm erlaubte.
Der königliche Gartenarchitekt Peter Josef Lenné machte keine großen Worte: "Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert", schrieb er 1823 in einem Aufsatz über die Einrichtung einer Landesbaumschule bei Potsdam. Obwohl er damit hauptsächlich die Pflege von Pflanzen ansprach, gilt dieser Satz für viele andere Gelegenheiten.
Neue Hoffnung für den Kaiserbahnhof nach jahrelangem Stillstand bei den Bemühungen um die Restaurierung des Welterbe-Denkmals: Die Potsdamer Gastronomen Andreas Schlausch und Siegbert Nicolaides wollen das gesamte Projekt als Eigentümer und Betreiber übernehmen. Derzeit laufen intensive Verhandlungen zwischen dem bisherigen Eigentümer, der Deutschen Bahn AG, und den beiden Potsdamern, wie Bahnsprecherin Ariane Alzer gestern bestätigte.
Der Traum vom preußischen Arkadien hat am Südostrand des Parks Sanssouci auf nur fünf Hektar eine besondere Gestalt angenommen. Aus dem Blattwerk uralter Ulmen trillern Nachtigallen, ein winziger Bach ergießt sich in einen Teich, am Ufer sitzt, zur Plastik erstarrt, versonnen ein Knabe mit Angel.