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Thema

Formel 1

Heinz-Harald Frentzen will mit dem neuen Jordan-Honda an alte Glanzzeiten anknüpfen und die schlechten Ergebnisse der zurückliegenden Saison vergessen machen. "Mein Ziel ist es, dort weiter zu machen, wo wir Ende 1999 standen", sagte der 33 Jahre alte Formel 1-Pilot aus Mönchengladbach bei der Vorstellung des neuen Boliden EJ11 am Firmensitz in Silverstone.

Europas modernste Rennstrecke bleibt in den nächsten Jahren ohne Formel 1. Diese Nachricht aus dem Haus von Boss Bernie Ecclestone ist auf dem Lausitzring erstaunlich gelassen aufgenommen worden.

Von Claus-Dieter Steyer

Zuletzt hat Jörn Bökeloh das Fernsehen nicht viel Spaß gemacht. Für gestern hatte der bekennende Martin-Schmitt-Fan aus dem Harz eine Reise nach Bischofshofen gebucht, um das heutige vierte Springen der Vierschanzentournee einmal aus der Nähe zu sehen.

Von Benedikt Voigt

Mindestens musikalisch ist die Vierschanzentournee eine ambivalente Veranstaltung. Zum einen wird da vom Fernsehsender RTL die 20-jährige Russin Natalie aufgeboten, die begleitet vom Warschauer Sinfonieorchester die offizielle Hymne "Fight To Win" trällert.

Von Benedikt Voigt

Skispringen zu den Feiertagen - das war immer eine feste Fernsehgewohnheit. Auch die beiden Schwarzwälder, Martin Schmitt und Sven Hannawald, haben die Vierschanzentournee als Kinder am Bildschirm verfolgt.

Von Joachim Huber

Der Korkedamm in Altglienicke ist eine unbedeutende Straße. Lediglich dem Auto- und Motorradhändler Peter Mücke ist es geschuldet, dass die Sackgasse relativ stark frequentiert ist.

Von Hartmut Moheit

Mit schwerwiegenden Beschuldigungen gegen Michael Schumachers Ferrari-Team hat der italienische Formel-1-Pilot Jarno Trulli für Aufsehen gesorgt. Der Jordan-Teamkollege von Heinz-Harald Frentzen hat offenbar öffentlich davon geredet, dass Ferrari und andere Teams in der vergangenen Saison die verbotene Traktions-Kontrolle eingesetzt haben.

Michael Schumacher (31), Formel 1-Weltmeister auf Wohnungssuche, hat Pech: Sein Traumhaus im Appenzeller Vorderland in der Schweiz ist nicht zu haben. Selbst für den gebotenen zweistelligen Millionenbetrag will der Besitzer des renommierten Gasthofs "Zum Gupf" oberhalb von Rehetobel nicht weichen.

Mit dem neuen Champion Gil de Ferran aus Brasilien will die US-Cart-Serie den "Alten Kontinent" erobern. Nach dem Saisonfinale in Fontana (Kalifornien) blickte das amerikanische Pendant zur Formel 1 schon auf das nächste Jahr, wenn die schnellste Rennserie der Welt erstmals in Deutschland auf dem neuen Lausitzring und im englischen Rockingham Station macht.

Acht Monate, 17 Rennen, ein Weltmeister Michael Schumacher, nur vier verschiedene Sieger, Überraschungen, Enttäuschungen, Gewinner und Verlierer - die Bilanz der Formel-1-Saison 2000Fahrer des Jahres ist Michael Schumacher: Neun Siege, neun Polepositions und der dritte WM-Titel - das spricht für sich. Mika Häkkinen stand dem Weltmeister allerdings kaum nach.

Von Karin Sturm

Von wegen Urlaubs-Grand-Prix - Michael Schumacher und Mika Häkkinen setzten ihr Duell auch in Malaysia mit unverminderter Energie fort, trotz 32 Grad Hitze und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Zwar schien es beim ersten freien Training in Sepang zunächst so, als sollte Ferrari hier eindeutig dominieren, doch dann drehten die Silberpfeile auf, und Häkkinen sicherte sich mit ganzen 14 Tausendstel Vorsprung die vorläufige Bestzeit.

Michael Schumacher weiß genau, was er im Winter tun wird: "Ab Anfang November gehe ich für drei Monate in den Ruhestand." Zunächst steht noch eine Operation an, bei der er sich einen Nagel aus dem Bein entfernen lässt - Erinnerung an den Unfall 1999 in Silverstone.

Von Karin Sturm

Selbst ein Erdbeben konnte Michael Schumacher nicht erschüttern. "Im Auto habe ich davon nichts gespürt", meinte Schumacher, der das Freie Training zum Großen Preis von Japan in Suzuka mit 0,6 Sekunden Vorsprung vor seinem Weltmeisterschafts-Rivalen Mika Häkkinen dominierte.

Es gibt Augenblicke, da hassen es auch Journalisten, Fragen stellen zu müssen. Oder auch nur die Vorstellung davon nervt sie bereits.

Von Karin Sturm

BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger hat den Mönchengladbacher Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen nach dem Massenunfall und dem Tod eines Streckenpostens gegen Schuldvorwürfe aus Italien verteidigt. "Ich habe auch gesehen, dass Heinz-Harald wohl der Auslöser dieser Kollision gewesen ist.

Links Mika Häkkinen und rechts Michael Schumacher - der Brasilianer Ricardo Zonta hätte sich geehrt fühlen dürfen. Wäre da nicht der Formel-1-Grand-Prix vor 14 Tagen in Spa-Francorchamps gewesen, als ihm die beiden WM-Favoriten in derselben Position mit etwa 250 km/h regelrecht um die Ohren fuhren.

Von Hartmut Moheit

Das "Denkmal" Michael Schumacher bröckelt, der Ruf als bester Rennfahrer der Gegenwart steht auf dem Spiel. Nach der Lektion von Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen in Spa zweifeln die Tifosi erstmals an den fahrerischen Fähigkeiten des Kerpeners.

Hängende Schultern, der Schritt nicht so energisch wie üblich, eher verhalten, die Miene nachdenklich, ein Lächeln, wenn überhaupt, dann eher gequält: Michael Schumacher in Belgien. Nicht direkt nach dem Rennen, noch aufgeputscht vom Zweikampf mit Mika Häkkinen, aber vor allem später, gegen Ende der Pressekonferenz, dann im Fahrerlager.

Von Karin Sturm

Nach dem Reifendebakel von Spa hat Porsche die Notbremse gezogen und damit für ein Novum gesorgt: Erstmals in der Geschichte des Autorennsports musste am Wochenende ein internationaler Meisterschaftslauf aus Sicherheitsgründen komplett abgesagt werden, weil die Gummiwalzen des italienischen Reifenlieferanten Pirelli gravierende Mängel aufwiesen. Bei mehreren Hochgeschwindigkeitsreifen hatten sich im ersten Zeittraining zum 10.

Bis vier Runden vor Schluss konnte Michael Schumacher vom fünften Sieg in Spa-Francorchamps und der erneuten WM-Führung träumen - dann wurde er von Mika Häkkinen auf den Boden der Realität zurückgeholt: Mit einem Überholmanöver, das selbst Schumacher später als "sensationell, für mich überraschend und absolute Klasse" bezeichnete, presste sich der Finne an dem Kerpener vorbei und gewann damit noch einen Grand Prix, den er schon fast verloren zu haben schien. Häkkinen hat damit sechs Punkte Vorsprung in der WM auf Schumacher, der aber noch nicht aufgibt: "Wir sind im Moment ein bisschen zu langsam, aber in vier Rennen kann noch viel passieren.

Von Karin Sturm

Deftige Niederlage statt Prestige-Erfolg: Auch seine alte Liebe Spa hat Michael Schumacher vorerst kein Glück gebracht. Der Ferrari-Pilot verlor beim ersten freien Training zum Großen Preis von Belgien nicht nur den Dreikampf mit den McLaren-Mercedes, sondern musste sich auch noch von Johnny Herbert und Jacques Villeneuve überholen lassen.

Auf eines hofft Michael Schumacher ganz besonders: an diesem Sonntag um 14 Uhr in Spa-Francorchamps beim dreizehnten Rennen um die Formel-1-Weltmeisterschaft endlich einmal wieder optimal vom Start eines Grand Prix wegzukommen. Denn zuletzt waren seine Starts nicht begeisternd.

Von Karin Sturm
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