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Innerhalb von Sekunden verwandelt die Prisma-App Fotos in Bilder, die wie Gemälde aussehen.

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Prisma verwandelt Fotos in Kunstwerke: Wie sicher ist die neue Foto-App Prisma?

Der neue Fotofilter Prisma verwandelt Schnappschüsse in Bilder, die wie Gemälde aussehen. Der Hype um die App aus Russland ist groß - doch wie sicher ist ihre Nutzung?

Wer schon immer wissen wollte, wie Vincent van Gogh, Wassily Kandinsky oder Edvard Munch ein Selfie gemalt hätten, kann das jetzt herausfinden - na ja, zumindest fast. Immerhin arbeitet die neue App Prisma deutlich schneller als die großen Meister: Innerhalb von Sekunden verwandelt sie Fotos in Bilder, die wie komplexe Kunstwerk aussehen. Doch ohne Risiko ist das nicht.

Prisma belegt schon Platz Vier der iTunes-Charts

Der Hype um die in Russland entwickelte App ist groß, im Apple-Store iTunes belegt sie in Deutschland inzwischen Platz vier der am häufigsten heruntergeladenen Gratis-Apps - kein Wunder, erzielt sie doch verblüffende Effekte, und zwar schnell und unkompliziert: Der Nutzer wählt in der App ein Foto aus seinem Handy aus, dann einen der verschiedenen "Kunst-Filter" - beispielsweise "Baroque" für den Stil von Roy Lichtenstein - und nach einigen Sekunden erscheint das "umgemalte" Bild, das entweder auf dem Handy gespeichert oder gleich in sozialen Netzwerken wie Instagram gepostet werden kann.

Hier das Berlin-Panorama im Original...

© Kay Nietfeld/dpa

...und hier die bearbeitete Version mit dem Prisma-Filter "Gothic".

© Kay Nietfeld/dpa bearbeitet mit Prisma

Hinter der App steckt die russische Holding Mail.ru Group, die zu den größten Investoren im russischen und osteuropäischen Internet-Markt gehört. So betreibt sie einen Mailanbieter, die russische Version von Facebook namens VKontakte und ist auch an Facebook selbst beteiligt.

Die Fotos werden in eine Cloud hochgeladen - und auch gespeichert?

Im Unterschied zu anderen Foto-Filtern werden die Bilder bei Prisma nicht auf dem Smartphone bearbeitet, sondern in die Cloud von Mail.ru hochgeladen, da ein Smartphone die Rechenleistung nicht erbringen könnte. Für die Verwandlung des Fotos bedienen sich die Macher Künstlicher Intelligenz beziehungsweise neuralen Netzwerken. Ein Algorithmus wertet das hochgeladene Foto aus und setzt es in dem gewünschten Stil neu zusammen.

Zu den Fans gehört beispielsweise auch "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann:

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Und Nationalspieler Benedikt Höwedes verwandelte seine kunstvolle Grätsche beim EM-Halbfinale ebenfalls in ein Prisma-Kunstwerk:

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Doch genau dieses Hochladen in die Cloud wird kritisiert. Es sei unklar, was mit den Bildern auf dem Server passiert, heißt es bei dem Tech-Portal "Curved", das Prima als "Privatsphäre-Alptraum" bezeichnet. Auf der Website von Prisma heißt es in der Hinweisen zu den Privatsphäre-Einstellungen, dass Informationen "gespeichert und weiterverarbeitet werden" können.

"Nicht-exklusive, weltweite, weiter veräußerbare" Nutzungsrechte

"Curved" weißt darauf hin, dass Nutzer mit dem Upload Prisma "nicht-exklusive, weltweite, weiter veräußerbare" Nutzungsrechte einräume. Prisma-Gründer und -Chef Alexey Moiseenkov betonte jedoch im Interview mit "Techcrunch", dass die Original-Fotos nur für kurze Zeit gespeichert würden, falls die Verbindung schlecht sei und das Ergebnis dem Nutzer dennoch zugestellt werden solle. Wie lange eine "kurze Zeit" bei ihm dauert, definierte er allerdings nicht konkret.

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Er kündigte an, dass es künftig 40 verschiedene Stil-Richtungen geben werde, aus denen die Nutzer auswählen können. Auch an einer Technik für die Bearbeitung von Videos werde derzeit gearbeitet. Derzeit steht die App nur für iOS zur Verfügung, soll bald aber auch für Android-Geräte zu haben sein. Die Nutzung ist kostenlos, Geld bringen soll die Einbindung von gesponserten Filtern. Er habe zahlreiche anfragen, erklärte Moiseenkov. Von wem, teilte er nicht mit. Funktionieren wird diese Strategie der Monetarisierung aber nur, wenn Prisma weiter so beliebt ist - und nicht von nächsten neuen Foto-Filter abgelöst wird.

Mehr als 40 verschiedene Filter wollen die Macher von Prisma bald anbieten.

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