
"Berlin ist fast wie Griechenland", sagt der Ökonom Bernd Raffelhüschen. Unpassend als Vergleich? Spree-Athen und Hellas sind hoch verschuldet, beide aus eigener Schuld. Beide erwarten Hilfe vom Bund, dem sie angehören.

"Berlin ist fast wie Griechenland", sagt der Ökonom Bernd Raffelhüschen. Unpassend als Vergleich? Spree-Athen und Hellas sind hoch verschuldet, beide aus eigener Schuld. Beide erwarten Hilfe vom Bund, dem sie angehören.

Warum sparen, wenn mich der reiche Nachbar alimentiert? Berlin droht die Finanzaufsicht. Das ist gut, schreibt Malte Lehming im "Kontrapunkt". Noch besser wäre es, das Stadtstaatenprivileg würde zur Disposition gestellt.
Eine Vielzahl von Nachrichten hat den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn deutlich ins Minus gedrückt. Der Dax verlor am Montag zwei Prozent auf 7121 Punkte.
Die griechische Regierung hat am Montagabend erste Details des geplanten neuen Sparprogramms veröffentlicht. Zum Verkauf oder zur Privatisierung stehen unter anderem die zwei größten Häfen des Landes.
Das griechische Kabinett hat neue Sparmaßnahmen verabschiedet: Der Verkauf von Anteilen an mehreren Staatsfirmen soll unmittelbar eingeleitet werden.
Hans-Peter Keitel, Präsident der deutschen Industrie, über die Energiewende, das Verschieben der Klimaziele und Hilfe für Griechenland
Die Griechen, das weiß jeder, brauchen Hilfe. Bis über beide Ohren verschuldet, sind sie auf jeden Euro angewiesen, den sie bekommen können.
Man kann so tun, als ginge es nur um eine Währung oder um ein paar südeuropäische Länder, die ihre Arbeiter zu früh in Rente schicken. Die Regierungen Europas tun viel dafür, dass die Diskussion an diesem Punkt stehen bleibt.

Es wird eng für Griechenland: Finanzminister Papakonstantinou stimmt sein Land auf schmerzhafte Maßnahmen ein, laut Frankreichs Finanzministerin Lagarde droht den Griechen die Staatspleite. Und auch die Kreditwürdigkeit des Landes sinkt weiter.

Der Luxemburger Jean-Claude Juncker ist der Chefverteidiger des Euro. Mit dem Tagesspiegel spricht er über strategische Fehler, die Schuldenkrise und populistische Politik.

Wenn Griechenland Geld von der EU, bekommt es Ermahnungen mit auf den Weg. Das ist Folge der europäischen Idee. Merkels Forderung, das Rentenalter anzugleichen, ist deshalb kaum als anti-europäisch zu bezeichnen.

Der Westen hat die Mehrheit im internationalen Währungsfonds. Der Rest der Welt dringt auf Reformen. Wo auch immer er oder sie herkommt, vor dem neuen IWF-Chef liegen große Aufgaben.
Die Regierungschefs in Berlin, Paris und Brüssel setzen auf einen Europäer als Nachfolger für Dominique Strauss-Kahn. Die Französin Lagarde gilt als aussichtsreiche Kandidatin. Beste Chancen könnte am Ende aber ein Schweizer haben.

Arbeitnehmer in angeschlagenen Euro-Ländern wie Griechenland oder Portugal hätten mehr Urlaub und gingen früher in Rente, behauptet die Kanzlerin. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das ist Unfug.
Die Euro-Länder müssen sich zu einer sanften Umschuldung der Griechen durchringen
Jugendliche haben die Wahl zwischen Jugendweihe und Konfirmation – zwei Potsdamer haben ihre Entscheidung getroffen

Immobilien und Firmen stehen in Griechenland vor der Privatisierung. Der Löwenanteil soll durch den Verkauf und die Verpachtung öffentlicher Liegenschaften erlöst werden.
Lange wollten die Europäer von einer Umschuldung nichts wissen, aus Furcht um ihre Privatbanken und die Europäische Zentralbank, die Milliarden in Athen im Feuer haben. Doch nun müssen sich die Euro-Länder zu einer sanften Umschuldung der Griechen durchringen.
Was Angela Merkel am Dienstag vor CDU-Anhängern im nordrhein-westfälischen Meschede sagte, klang wie die politische Begleitmusik zum Hickhack um die Milliardenhilfen für Griechenland, Irland und Portugal. Vor allem die südlichen Euro-Länder bekamen ihr Fett weg.

Bislang wurde das Wort ja peinlichst vermieden - jetzt ist immerhin von einer "sanften Umschuldung" die Rede. Im Klartext heißt das nicht anderes als: Griechenland bekommt mehr Zeit für die Rückzahlung. Die griechische Regierung ist einverstanden.
Um den maroden Haushalt zu sanieren braucht Premierminister Giorgos Papandreou die Unterstützung der konservativen Opposition. Die Nea Dimokratia hätte jetzt die Chance, alte Fehler wieder gut zu machen.

Bislang gehen die Griechen mit Mitte bis Ende 50 in den Ruhestand. Das kostet den Staat viel Geld - und damit auch seine Bürgen: die Länder der Euro-Zone. Bundeskanzlerin Merkel will griechische Verhältnisse in ganz Europa abschaffen.
Entweder wir ändern uns, oder wir gehen unter“, mahnt der griechische Premier Giorgos Papandreou seine Landsleute seit Monaten immer wieder. Von den Kommunisten und Gewerkschaften kann er keine Unterstützung erwarten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte die Sophie-Scholl-Schule und stellte sich klugen Fragen von 16- bis 18-Jährigen.
Sorgen um die Schuldenkrise im Euroraum haben am Montag für einen schwachen Wochenauftakt am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax konnte seine Verluste am Nachmittag aber deutlich reduzieren und lag zum Schluss nur noch mit 0,2 Prozent im Minus bei 7387 Punkten.

EU und IWF verlangen von der griechischen Regierung die vollständige Privatisierung staatlicher Unternehmen sowie den Verkauf staatlicher Ländereien und Immobilien.
Offiziell geht alles weiter seinen Gang, im IWF-Hauptquartier in Washington ebenso wie bei den Treffen zur Griechenlandkrise und der Stabilisierung des Euro in Brüssel. Große Institutionen haben ihre erprobten Regeln, wenn ein Mitarbeiter ausfällt – und sei es der Boss.

Dominique Strauss-Kahn wehrt sich gegen die Vergewaltigungsvorwürfe. Laut der Zeitung "Le Monde" soll er angeblich ein Alibi haben. Der IWF-Chef muss aber vorerst wegen "Fluchtgefahr" in Haft bleiben.

EZB-Volkswirt Jürgen Stark über Griechenland, Lehren aus der Finanzkrise und die Inflation
Die EU-Finanzminister treffen sich am Montag wieder, um über die Eurokrise zu beraten. Die Zukunft für Portugal sieht düster aus, größtes Sorgenkind aber bleibt Griechenland.

Der Chef des Internationalen Währungsfonds ist wegen versuchter Vergewaltigung und sexueller Belästigung angeklagt worden. Dominique Strauss-Kahn war am Samstag festgenommen worden. Eine Frau wirft ihm sexuelle Belästigung vor.
FDP-Politiker Schäffler ist gegen Rettungsschirm.
Griechenlands Wirtschaft ist nach langer Zeit wieder ein wenig gewachsen. Wie die Statistische Behörde in Athen am Freitag mitteilte, legte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent zu.

Das von einer Staatspleite bedrohte Griechenland kommt von seinem Schuldenberg nicht herunter. Die bisherige Hilfe war keine und hat die Situation eher verschärft. Es muss dringend umgedacht werden.

Dänemark will wieder Grenzkontrollen einführen. Andere EU-Staaten sind empört. Gleichzeitig schmieden sie im Hintergrund ähnliche Pläne.

Die EU-Kommission erwartet, dass Griechenland zum kommenden Jahr die Konjunkturwende gelingt. An der Schulden- und Defizitbelastung des Landes wird das jedoch nichts ändern - und damit auch nicht an der Belastung für die Euro-Zone.

Fünf Abgeordnete der Union votieren gegen den Entschließungsantrag
Mitten in die Debatte um ein neues Hilfspaket für Griechenland platzt eine irritierende Nachricht: Das Land plant angeblich eine Rennstrecke für viele Millionen Euro. Ein Blick auf die Türkei zeigt, dass die Formel 1 kein Garant für neue Einnahmen ist.

Dass die Dänen die deutsch-dänische Grenze wieder kontrollieren wollen, stößt auf viel Kritik. Aber auch für Deutschland gibt es Vorschläge für schärfe Kontrollen - an Flughäfen zum Beispiel.

Weil Union und FDP Gefahr laufen im Herbst ohne eigene Mehrheit im Deutschen Bundestag dazustehen, wenn es um den dauerhaften Euro-Rettungsschirm geht, schrillen bei einigen in der Union bereits die Alarmglocken.
öffnet in neuem Tab oder Fenster