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Thema

Griechenland

Eine griechische und eine deutsche Flagge hängen am Balkon einer Wohnung im sogenannten Sozialpalast in Berlin - Schöneberg.

"Berlin ist fast wie Griechenland", sagt der Ökonom Bernd Raffelhüschen. Unpassend als Vergleich? Spree-Athen und Hellas sind hoch verschuldet, beide aus eigener Schuld. Beide erwarten Hilfe vom Bund, dem sie angehören.

Von
  • Albert Funk
  • Gerd Höhler
  • Elisa Simantke
  • Sigrid Kneist
Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum im April 2010 vor Beginn der konstituierenden Sitzung des Stabilitätsrates im Bundesministerium der Finanzen neben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Warum sparen, wenn mich der reiche Nachbar alimentiert? Berlin droht die Finanzaufsicht. Das ist gut, schreibt Malte Lehming im "Kontrapunkt". Noch besser wäre es, das Stadtstaatenprivileg würde zur Disposition gestellt.

Von Malte Lehming

Eine Vielzahl von Nachrichten hat den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn deutlich ins Minus gedrückt. Der Dax verlor am Montag zwei Prozent auf 7121 Punkte.

Die griechische Regierung hat am Montagabend erste Details des geplanten neuen Sparprogramms veröffentlicht. Zum Verkauf oder zur Privatisierung stehen unter anderem die zwei größten Häfen des Landes.

Die Griechen, das weiß jeder, brauchen Hilfe. Bis über beide Ohren verschuldet, sind sie auf jeden Euro angewiesen, den sie bekommen können.

Von Heike Jahberg

Man kann so tun, als ginge es nur um eine Währung oder um ein paar südeuropäische Länder, die ihre Arbeiter zu früh in Rente schicken. Die Regierungen Europas tun viel dafür, dass die Diskussion an diesem Punkt stehen bleibt.

Von Ursula Weidenfeld
Für Athen wird es eng: Eine Rating-Agentur hat die Bonität des Landes weiter herabgestuft.

Es wird eng für Griechenland: Finanzminister Papakonstantinou stimmt sein Land auf schmerzhafte Maßnahmen ein, laut Frankreichs Finanzministerin Lagarde droht den Griechen die Staatspleite. Und auch die Kreditwürdigkeit des Landes sinkt weiter.

Die Regierungschefs in Berlin, Paris und Brüssel setzen auf einen Europäer als Nachfolger für Dominique Strauss-Kahn. Die Französin Lagarde gilt als aussichtsreiche Kandidatin. Beste Chancen könnte am Ende aber ein Schweizer haben.

Von Christian Tretbar

Die Euro-Länder müssen sich zu einer sanften Umschuldung der Griechen durchringen

Von Carsten Brönstrup
Verkaufsobjekt? Griechenland hat kein Grundbuch, deshalb weiß der Staat nicht genau, welche Ländereien er besitzt.

Immobilien und Firmen stehen in Griechenland vor der Privatisierung. Der Löwenanteil soll durch den Verkauf und die Verpachtung öffentlicher Liegenschaften erlöst werden.

Von Gerd Höhler

Lange wollten die Europäer von einer Umschuldung nichts wissen, aus Furcht um ihre Privatbanken und die Europäische Zentralbank, die Milliarden in Athen im Feuer haben. Doch nun müssen sich die Euro-Länder zu einer sanften Umschuldung der Griechen durchringen.

Von Carsten Brönstrup

Was Angela Merkel am Dienstag vor CDU-Anhängern im nordrhein-westfälischen Meschede sagte, klang wie die politische Begleitmusik zum Hickhack um die Milliardenhilfen für Griechenland, Irland und Portugal. Vor allem die südlichen Euro-Länder bekamen ihr Fett weg.

Von Albrecht Meier

Entweder wir ändern uns, oder wir gehen unter“, mahnt der griechische Premier Giorgos Papandreou seine Landsleute seit Monaten immer wieder. Von den Kommunisten und Gewerkschaften kann er keine Unterstützung erwarten.

Sorgen um die Schuldenkrise im Euroraum haben am Montag für einen schwachen Wochenauftakt am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax konnte seine Verluste am Nachmittag aber deutlich reduzieren und lag zum Schluss nur noch mit 0,2 Prozent im Minus bei 7387 Punkten.

Offiziell geht alles weiter seinen Gang, im IWF-Hauptquartier in Washington ebenso wie bei den Treffen zur Griechenlandkrise und der Stabilisierung des Euro in Brüssel. Große Institutionen haben ihre erprobten Regeln, wenn ein Mitarbeiter ausfällt – und sei es der Boss.

Von Christoph von Marschall
IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss vorerst weiter in Haft bleiben, da Fluchtgefahr bestehe.

Dominique Strauss-Kahn wehrt sich gegen die Vergewaltigungsvorwürfe. Laut der Zeitung "Le Monde" soll er angeblich ein Alibi haben. Der IWF-Chef muss aber vorerst wegen "Fluchtgefahr" in Haft bleiben.

Die EU-Finanzminister treffen sich am Montag wieder, um über die Eurokrise zu beraten. Die Zukunft für Portugal sieht düster aus, größtes Sorgenkind aber bleibt Griechenland.

Von
  • Heike Jahberg
  • Christopher Ziedler

Griechenlands Wirtschaft ist nach langer Zeit wieder ein wenig gewachsen. Wie die Statistische Behörde in Athen am Freitag mitteilte, legte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent zu.

Statue vor dem Parthenon an der Akropolis in Athen.

Das von einer Staatspleite bedrohte Griechenland kommt von seinem Schuldenberg nicht herunter. Die bisherige Hilfe war keine und hat die Situation eher verschärft. Es muss dringend umgedacht werden.

Von Carsten Kloth

Mitten in die Debatte um ein neues Hilfspaket für Griechenland platzt eine irritierende Nachricht: Das Land plant angeblich eine Rennstrecke für viele Millionen Euro. Ein Blick auf die Türkei zeigt, dass die Formel 1 kein Garant für neue Einnahmen ist.

Von Thomas Seibert
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