Freie Tage hatten 28 Stunden, und Urlaube im Luxushotel bezahlte der Fiskus. Staatsangestellte hatten in Griechenland viele Privilegien. Jetzt sind diese durch den Sparkurs bedroht, und Gewerkschafter Nikos Fotopoulos sagt: "Das werden wir nicht zulassen".
Griechenland
Die Außenpolitik Deutschlands und der Europäischen Union – ein Desaster
Wortreich, aber unentschlossen bis feige: Die Außenpolitik Deutschlands und der Europäischen Union ist ein Desaster. Im Umgang mit der Griechenlandkrise kulminieren europäische Hilflosigkeit und deutsches Lavieren.

Nach einer zunächst friedlich verlaufenden Demonstration in Athen ist es zu Ausschreitungen gekommen. Ein junger Mann wurde durch einen Schlag auf den Kopf lebensgefährlich verletzt.

Im hoch verschuldeten Griechenland sind Hunderttausende im Streik. Sie protestieren gegen harte Sparauflagen, die das Land vor der Pleite retten sollen. Die Debatte über die nächsten Milliarden-Spritzen ist in vollem Gange.
Eine Meldung der Nachrichtenagentur Dow Jones, wonach Griechenland im Juni mit zusätzlichen Hilfen über 60 Milliarden Euro rechnen kann, haben am Dienstag den Aktien- und Devisenmarkt beflügelt. Trotz eines Dementis aus dem Athener Finanzministerium stieg der Deutsche Aktienindex (Dax) bis zum Abend um 1,2 Prozent auf 7501 Punkte.

Die EU schaut Griechenland bei den Sparbemühungen auf die Finger – und erwägt weitere Milliardenhilfen. Spätestens 2012 könnte Griechenland in akute Liquiditätsschwierigkeiten kommen.

Die Absicht, Griechenland zu helfen, koste es, was es wolle, lebt von einer großen politischen Idee, aber sie macht auch ökonomisch Sinn. Die 27 Staaten der EU wären heute die größte Volkswirtschaft der Welt, wenn sie geschlossen aufträten.
Eine vorsichtige Haltung der Anleger hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag einen schwachen Start in die neue Handelswoche beschert. Der Dax büßte bis zum Handelsschluss 1,1 Prozent auf 7410 Punkte ein.
Griechenland braucht mehr Geld, das hat auch Folgen die Deutschen - die Griechen pleite gehen zu lassen, ist aber hierzulande kein Thema mehr.
Das Geld reicht vorne und hinten nicht. Die Griechen und ihre desolate finanzielle Lage beschäftigen momentan die gesamte Euro-Zone. Noch ist unklar, wie das Land einen Weg aus dem Schuldensumpf finden soll.

Eine Umschuldung Griechenlands könnte die "Kosten der Krise für Griechen und Deutsche" verringern, glaubt der grüne Finanzexperte Gerhard Schick. An den Finanzmärkten verliert das Land weiter an Vertrauen.
Es war eine Falschmeldung, aber sie klang plausibel, und daran zeigt sich die wahre Dimension des Problems. Griechenland raus aus der Euro-Zone – das wünschen sich tatsächlich nicht nur Einfaltspinsel, sondern durchaus fachkundige und ehrenwerte Leute wie Frank Schäffler von der FDP und der Ökonom Hans-Werner Sinn.

Das Gerücht über den angeblich geplanten Austritt aus der Währungsgemeinschaft widerspricht den Interessen des Landes.
Berlin - In der Euro-Zone wird fieberhaft darüber diskutiert, wie Griechenland sein Finanzproblem in den Griff kriegen kann. Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou wies am Samstag nachdrücklich einen Bericht über einen möglichen Austritt des Landes aus der Euro-Zone zurück.

Die Telekom verdient nur in Deutschland gut. Im Ausland laufen die Geschäfte schlecht
Ein Treffen von Finanzministern der Euro-Zone am Freitagabend in Luxemburg hat für Unruhe in den politischen Zentren gesorgt. Von mehreren Seiten wurde aber klar dementiert, dass es dabei um einen Austritt Griechenlands aus dem gemeinsamen Währungsraum gehe.

Der sogenannte Haircut zur Rettung Griechenlands ist unwahrscheinlich. Eine Schuldenstreckung ist weniger gefährlich für andere.
Der Risikoaufschlag für griechische Staatsanleihen erreicht ein Rekordhoch, weil Athen seinen Haushalt offenbar nicht in den Griff bekommt. Zudem kursieren weiterhin Gerüchte um eine Umschuldung, die die Politik jedoch ablehnt.

Griechenlands Finanzlage ist noch prekärer als bisher angenommen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte, ist das griechische Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr auf 10,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angewachsen.
Es nützt alles nichts: Griechenland ist offenbar ein Fass ohne Boden. Trotz umfangreicher Sparbemühungen schafft es Athen nicht, sein Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Das bringt die EU in eine Zwickmühle.
Es nützt alles nichts: Griechenland ist offenbar ein Fass ohne Boden. Trotz umfangreicher Sparbemühungen schafft es Athen nicht, sein Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.
Arbeitsagentur baut Stellen abDüsseldorf - Die defizitäre Bundesagentur für Arbeit (BA) streicht Tausende von Arbeitsplätzen. „Wir gehen davon aus, dass wir bis 2015 rund 10 000 unserer 115 000 Stellen abbauen werden“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der „Rheinischen Post“.

Premier Papandreou unter Druck: Griechenlands Gläubiger fordern von der Regierung Reformen, doch die Gewerkschaften meutern
Die Christen im Nahen Osten wünschen sich mehr Freiheit – und fürchten mehr Gewalt
Ostern ist das Fest der Hoffnung – viele Christen im Nahen Osten jedoch sind hin und her gerissen zwischen dem Wunsch nach mehr Freiheit und der Angst vor Chaos und Gewalt.
Der kräftige Gewinnanstieg beim weltgrößten Chiphersteller Intel hat am Mittwoch auch in Deutschland viele Anleger an die Aktienmärkte gelockt. Der Dax kletterte bis zum Handelsschluss um drei Prozent auf 7249 Punkte.

Gegen deutsche Journalisten wird wegen einer umstrittenen "Focus"-Titelgeschichte in Griechenland ermittelt. Hauptbeschuldigter ist Herausgeber Helmut Markwort

Die USA wehren sich gegen den Vorwurf, ein schlechter Schuldner zu sein. Die Börsen verdauten den Schock der drohenden Abwertung durch die Ratingagentur Standard & Poor`s.
Interesse an Autowerten und Erleichterung über den Quartalsbericht von Goldman Sachs haben am Dienstag an den europäischen Aktienmärkten zu leicht steigenden Kursen geführt. Allerdings sorgten die andauernden Sorgen um die Schulden Griechenlands und der USA bei vielen Anlegern weiter für ein mulmiges Gefühl.
Die Anleger haben am Montag angesichts der Diskussion um eine mögliche Umschuldung Griechenlands sowie des Wahlsiegs von Euro-Skeptikern in Finnland einen Bogen um Europas Aktienmärkte gemacht. Der Dax fiel bis zum Handelsschluss um 2,1 Prozent auf 7026 Punkte.
Der Erfolg der Euro-Skeptiker in Finnland schürt neue Zweifel am Rettungsschirm für Portugal. Die "Wahren Finnen" fordern Neuverhandlungen über den gesamten Rettungsfonds.

In Finnland haben Zuwanderungskritiker und EU-Gegner die Wahl gewonnen. Sie stehen vor dem Sprung in die Regierung und wollen den EU-Stabilitätspakt blockieren. In Brüssel und Berlin macht sich Sorge breit.

Vier Fragen über die Welt - beantwortet von "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe. Der ist in Sorge über die deutsche Parteienlandschaft und gegen ein Protektorat in Libyen.
Trotz aller Sparanstrengungen wird immer klarer: Ohne eine Restrukturierung der Staatsschulden kann Athen die Krise nicht meistern.
Beim Treffen der EU-Finanzminister wurde über viel geredet - nur nicht über eine Beteiligung der privaten Gläubiger. Man fürchtet, die Finanzmärkte könnten auf eine solche Ankündigung empfindlich reagieren.

Nach knapp zwei Jahren hat die Europäische Zentralbank die Zinsen angehoben. Der wichtigste Leitzins steigt in einem ersten Schritt um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent - weitere dürften folgen.

Nach Griechenland und Irland bittet nun auch Portugal bei der EU um Hilfe. Das hochverschuldete Land steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Die Schuld sieht Lissabon bei der Opposition, die die Sparpläne der Regierung zu Fall gebracht hat.
Athen - Griechenland braucht keine Umschuldung. Dies bekräftigte am Sonntag der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou und nahm damit zu einem Bericht Stellung, wonach es Überlegungen zu einer Restrukturierung der griechischen Staatsschulden gebe.
Erst Griechenland, dann Irland, demnächst Portugal: Bald wird auch dieses Land seinen Bankrott erklären und unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Die Finanzmärkte und Ratingagenturen haben ihr Urteil bereits gesprochen und den Daumen gesenkt.