zum Hauptinhalt
Thema

Griechenland

Verkleidet als Piraten, Scheichs oder auch Clowns haben Aktienhändler am Dienstag auf dem Börsenparkett in Frankfurt ihren traditionellen Börsenfasching gefeiert. Aus Lautsprechern dröhnte Karnevalsmusik, Händler stießen mit Sekt an oder leerten Bierfässer. Den Kursen tat dies keinen Abbruch.

Kursgewinne von Schwergewichten wie Siemens und Eon haben dem deutschen Aktienmarkt am Rosenmontag zu einem freundlichen Wochenstart verholfen. Der Dax kletterte bis zum Abend um 0,12 Prozent auf 5506 Punkte.

Zwar ist völlig offen, ob die Euro-Finanzminister konkrete Vorschläge für Griechenland-Hilfen vorlegen. Sicherheitshalber legen die Koalitionsfraktionen aber schon vorab ihr Veto ein. Die Grünen hingegen fordern konkrete Beschlüsse.

Von Albrecht Meier

Die USA verfolgen die Krise des Euro und die Hilfe für Griechenland mit großem Interesse – und zwei unübersehbaren Sorgen. Die erste ist, dass sich daraus eine weitere internationale Finanzkrise entwickeln könnte.

Griechenland fügt sich nach dem Krisengipfel von Brüssel ins Unvermeidliche: die Vormundschaft der EU.

Von Gerd Höhler

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag im Handelsverlauf keinen klaren Trend gezeigt. Erst gegen Abend stiegen Anleger aus: Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor bis zum Handelsschluss 0,1 Prozent auf 5500 Punkte. Der M-Dax sank um 0,9 Prozent auf 7278 Zähler, und für den Tec-Dax ging es um 0,1 Prozent nach unten auf 770 Punkte.

Die Unsicherheiten über eine Lösung der griechischen Schuldenprobleme haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag ins Minus gedrückt.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich auf ein Rettungsnetz für Griechenland geeinigt. Wie kann dem Land geholfen werden?

Von
  • Albrecht Meier
  • Carsten Brönstrup
  • Christopher Ziedler

Die Europäische Union stellt dem hoch verschuldeten Griechenland keine Finanzhilfen zur Verfügung. Die Euro-Staaten wollen Griechenland grundsätzlich beistehen, die Regierung in Athen habe aber "keinerlei finanzielle Unterstützung" beantragt, sagte EU-Ratspräsident Van Rompuy.

Gemeldete TeilnehmerMänner: Maksim Mazuryk (Ukraine), Michael Balner, Jan Kudlicka (beide Tschechien), Oscar Janson, Gustav Hultgren (beide Schweden), Adam Kolasa, Pawel Wojciechowski, Lukasz Michalski, Mateusz Didenkow (alle Polen), Viktor Christiakow (Russland), Konstadios Filippidius (Griechenland), Björn Otto, Richard Spiegelburg, Lars Börgeling, Michel Frauen, Carlo Paech (alle Deutschland).Frauen: Julia Golubchnikova, Yekaterina Kolesova, Tatjana Pavlova (alle Russland), Pavla Rybova (Tschechien), Nicole Büchler (Schweiz), Paulina Debska (Polen), Cathrine Larsasen (Norwegen), Michaela Meijer, Malin Dahlström (beide Schweden), Katharina Bauer, Caroline Hasse, Kristina Gadschiew, Natasha Benner, Julia Hütter (alle Deutschland).

Griechenland Premier Papandreou sieht sein Land "am Rand des Abgrunds" und verordnet einen harten Sanierungskurs. Seine Staatsbediensteten halten den für "Sozialraub" und gehen auf die Straße. Doch das könnte nur der Anfang sein.

Von Gerd Höhler

Der deutsche Aktienmarkt hat die zum Wochenauftakt begonnene Erholung am Mittwoch fortsetzen können. Im Laufe des Tages schwächten sich die Kursgewinne jedoch wieder ein wenig ab.

Der Dax hat am Montag einen Teil seiner jüngsten Verluste aufgeholt. Bei nervösem Handel und entsprechenden Schwankungen verbesserte sich der Leitindex bis zum Handelsschluss um 0,9 Prozent auf 5484 Punkte.

Der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat sich für Zuschüsse der EU an Griechenland ausgesprochen: „Die EU muss Griechenland retten, weil es sonst Dominoeffekte gibt“, sagte er dem „Handelsblatt“. Sonst „schwände das Vertrauen in Irlands Bonität, und es gäbe vielleicht kein Halten mehr.

Griechenlands Finanzkrise war seit langem absehbar, und deshalb tragen die EU-Partner eine Mitverantwortung an der Malaise. Schon in den 90er Jahren warnten viele Fachleute, es sei riskant, ein Land mit derart krassen Wettbewerbsschwächen und so hoher Staatsverschuldung in die Währungsunion aufzunehmen.

Zweifel am Sparkurs der hochverschuldeten Euro-Staaten Griechenland, Portugal und Spanien haben an den Märkten eine Flucht der Investoren aus europäischen Anlagen ausgelöst. Im Folgenden ein Überblick, was in der kommenden Woche in den Ländern und der EU ansteht: PORTUGALDas Parlament beginnt am Mittwoch die Beratungen über den Haushalt 2010, mit dem Portugal das Defizit auf 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren will.

Die Finanzminister der G 7 befassen sich in Kanada mit den Gefahren in der Eurozone: Sie fürchten, dass die Krise der Staatsfinanzen in Griechenland, Portugal und Spanien die Eurozone sprengen und die Weltwirtschaft in eine neue Krise reißen könnte.

Gruppe ADeutschland, Türkei, Österreich,Belgien, Kasachstan, AserbaidschanGruppe BRussland, Slowakei, Irland,Mazedonien, Armenien, AndorraGruppe CItalien, Serbien, Nordirland,Slowenien, Estland, FäröerGruppe DFrankreich, Rumänien, Bosnien,Weißrussland, Albanien, LuxemburgGruppe ENiederlande, Schweden, Finnland,Ungarn, Moldawien, San MarinoGruppe FKroatien, Griechenland, Israel,Lettland, Georgien, MaltaGruppe GEngland, Schweiz, Bulgarien,Wales, MontenegroGruppe HPortugal, Dänemark, Norwegen,Zypern, IslandGruppe ISpanien, Tschechien, Schottland,Litauen, Liechtenstein Die Qualifikation:Die Gruppenersten und der beste Gruppenzweite sowie die Gastgeber Polen und Ukraine sind für die EM 2012 qualifiziert. Die anderen Gruppenzweiten müssen in die Relegation.

Ach, Athen: Wilfried Stroh entwirft eine gar nicht so kleine Geschichte der antiken Rhetorik. Es gibt wohl kaum eine Anekdote, kaum einen Witz, kaum eine Absonderlichkeit aus dem uns überlieferten Rede- und Bildungsbetrieb der Antike, die dem genüsslich erzählenden Autor entgangen wäre.

Sogar im griechischen Finanzministerium regt sich Widerstand gegen das Sparprogramm von Ministerpräsident Papandreou: streikende Ministerialbedienstete hielten am Donnerstag die Eingänge des Gebäudes besetzt. Der Gewerkschaftsbund kündigt einen Generalstreik an.

Von Gerd Höhler

Sorgen über Schuldenprobleme in der Eurozone und enttäuschende US-Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag deutlich in die Verlustzone gedrückt. Der Dax sackte um 2,4 Prozent auf 5533 Zähler ab und schloss auf dem tiefsten Stand seit vergangenem November.

Die Bundesregierung will 2013 wieder den europäischen Stabilitätspakt einhalten und das gesamtstaatliche Defizit auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) senken. Dazu muss die Wirtschaft ab 2011 jedes Jahr um zwei Prozent wachsen und die Staatsausgaben müssen um jährlich 20 Milliarden Euro sinken.

Von Antje Sirleschtov

Brüssel nimmt Griechenland als größten Schuldensünder des Eurogebiets in beispielloser Weise an die Kandare. Athen muss bis 2012 sein Defizit in den Griff bekommen, entschied die EU-Kommission in Brüssel im laufenden Defizitstrafverfahren. Die Schuldenkrise in Griechenland drückt auf den Euro.

console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })