Verkleidet als Piraten, Scheichs oder auch Clowns haben Aktienhändler am Dienstag auf dem Börsenparkett in Frankfurt ihren traditionellen Börsenfasching gefeiert. Aus Lautsprechern dröhnte Karnevalsmusik, Händler stießen mit Sekt an oder leerten Bierfässer. Den Kursen tat dies keinen Abbruch.
Griechenland
Die EU verlangt vom hoch verschuldeten Griechenland striktes Sparen: Athen muss sein Budget zusammenstreichen und wird dabei von Brüssel streng überwacht.
Kursgewinne von Schwergewichten wie Siemens und Eon haben dem deutschen Aktienmarkt am Rosenmontag zu einem freundlichen Wochenstart verholfen. Der Dax kletterte bis zum Abend um 0,12 Prozent auf 5506 Punkte.

Goldman Sachs half Griechenland vor Jahren, den Haushalt zu schönen – die deutsche Politik zeigt sich empört.
Goldman Sachs hat die Regierung in Athen offenbar dabei unterstützt, das Staatsdefizit zu kaschieren. Als Gegenleistung sollen 300 Millionen Dollar geflossen sein.
Zwar ist völlig offen, ob die Euro-Finanzminister konkrete Vorschläge für Griechenland-Hilfen vorlegen. Sicherheitshalber legen die Koalitionsfraktionen aber schon vorab ihr Veto ein. Die Grünen hingegen fordern konkrete Beschlüsse.

Selbsthilfe, Finanzhilfe oder Kollaps? Was wird aus dem Euro? Drei Szenarien für die Zukunft.

Frau Ohr, an den Finanzmärkten wird gegen den Euro gewettet. Ist die Stabilität der Währung in Gefahr?
Warum eine Säkularisierung der Gesellschaft in die demografische Sackgasse führt.
Die USA verfolgen die Krise des Euro und die Hilfe für Griechenland mit großem Interesse – und zwei unübersehbaren Sorgen. Die erste ist, dass sich daraus eine weitere internationale Finanzkrise entwickeln könnte.
Griechenland fügt sich nach dem Krisengipfel von Brüssel ins Unvermeidliche: die Vormundschaft der EU.
Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag im Handelsverlauf keinen klaren Trend gezeigt. Erst gegen Abend stiegen Anleger aus: Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor bis zum Handelsschluss 0,1 Prozent auf 5500 Punkte. Der M-Dax sank um 0,9 Prozent auf 7278 Zähler, und für den Tec-Dax ging es um 0,1 Prozent nach unten auf 770 Punkte.

Die Staats- und Regierungschefs der EU beschließen eine gemeinsame Wirtschaftsregierung. Doch die Befugnisse sind unklar.
So entsteht Gemeinschaft: In Griechenland muss die EU zeigen, wozu sie fähig ist
Die Unsicherheiten über eine Lösung der griechischen Schuldenprobleme haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag ins Minus gedrückt.
So entsteht Gemeinschaft: In Griechenland muss die EU zeigen, wozu sie fähig ist.
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich auf ein Rettungsnetz für Griechenland geeinigt. Wie kann dem Land geholfen werden?
Die Europäische Union stellt dem hoch verschuldeten Griechenland keine Finanzhilfen zur Verfügung. Die Euro-Staaten wollen Griechenland grundsätzlich beistehen, die Regierung in Athen habe aber "keinerlei finanzielle Unterstützung" beantragt, sagte EU-Ratspräsident Van Rompuy.
Gemeldete TeilnehmerMänner: Maksim Mazuryk (Ukraine), Michael Balner, Jan Kudlicka (beide Tschechien), Oscar Janson, Gustav Hultgren (beide Schweden), Adam Kolasa, Pawel Wojciechowski, Lukasz Michalski, Mateusz Didenkow (alle Polen), Viktor Christiakow (Russland), Konstadios Filippidius (Griechenland), Björn Otto, Richard Spiegelburg, Lars Börgeling, Michel Frauen, Carlo Paech (alle Deutschland).Frauen: Julia Golubchnikova, Yekaterina Kolesova, Tatjana Pavlova (alle Russland), Pavla Rybova (Tschechien), Nicole Büchler (Schweiz), Paulina Debska (Polen), Cathrine Larsasen (Norwegen), Michaela Meijer, Malin Dahlström (beide Schweden), Katharina Bauer, Caroline Hasse, Kristina Gadschiew, Natasha Benner, Julia Hütter (alle Deutschland).
Die Märkte greifen die schwachen Euro-Staaten an – die EU muss ihre Währung verteidigen
Griechenland Premier Papandreou sieht sein Land "am Rand des Abgrunds" und verordnet einen harten Sanierungskurs. Seine Staatsbediensteten halten den für "Sozialraub" und gehen auf die Straße. Doch das könnte nur der Anfang sein.
Die Märkte greifen die schwachen Euro-Staaten an – die EU muss ihre Währung verteidigen.
Der deutsche Aktienmarkt hat die zum Wochenauftakt begonnene Erholung am Mittwoch fortsetzen können. Im Laufe des Tages schwächten sich die Kursgewinne jedoch wieder ein wenig ab.
Bei ihrem Gipfeltreffen an diesem Donnerstag in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs der EU über die drohende Staatspleite Griechenlands beraten. Offenbar soll dem Schuldensünder mit Krediten unter die Arme gegriffen werden.
Die Bundesregierung arbeitet an einem Rettungsplan für Griechenland. Falls keine europäische Lösung gefunden wird, ist auch mit einem Alleingang Deutschlands zu rechnen.
Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Der Dax stieg bis zum Nachmittag um 0,7 Prozent auf 5522 Punkte.
Der Dax hat am Montag einen Teil seiner jüngsten Verluste aufgeholt. Bei nervösem Handel und entsprechenden Schwankungen verbesserte sich der Leitindex bis zum Handelsschluss um 0,9 Prozent auf 5484 Punkte.
Athen droht der Staatsbankrott – das Finanzdesaster wurzelt im politischen System.
Der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat sich für Zuschüsse der EU an Griechenland ausgesprochen: „Die EU muss Griechenland retten, weil es sonst Dominoeffekte gibt“, sagte er dem „Handelsblatt“. Sonst „schwände das Vertrauen in Irlands Bonität, und es gäbe vielleicht kein Halten mehr.
Griechenlands Finanzkrise war seit langem absehbar, und deshalb tragen die EU-Partner eine Mitverantwortung an der Malaise. Schon in den 90er Jahren warnten viele Fachleute, es sei riskant, ein Land mit derart krassen Wettbewerbsschwächen und so hoher Staatsverschuldung in die Währungsunion aufzunehmen.
Zweifel am Sparkurs der hochverschuldeten Euro-Staaten Griechenland, Portugal und Spanien haben an den Märkten eine Flucht der Investoren aus europäischen Anlagen ausgelöst. Im Folgenden ein Überblick, was in der kommenden Woche in den Ländern und der EU ansteht: PORTUGALDas Parlament beginnt am Mittwoch die Beratungen über den Haushalt 2010, mit dem Portugal das Defizit auf 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren will.
Die Finanzminister der G 7 befassen sich in Kanada mit den Gefahren in der Eurozone: Sie fürchten, dass die Krise der Staatsfinanzen in Griechenland, Portugal und Spanien die Eurozone sprengen und die Weltwirtschaft in eine neue Krise reißen könnte.
Gruppe ADeutschland, Türkei, Österreich,Belgien, Kasachstan, AserbaidschanGruppe BRussland, Slowakei, Irland,Mazedonien, Armenien, AndorraGruppe CItalien, Serbien, Nordirland,Slowenien, Estland, FäröerGruppe DFrankreich, Rumänien, Bosnien,Weißrussland, Albanien, LuxemburgGruppe ENiederlande, Schweden, Finnland,Ungarn, Moldawien, San MarinoGruppe FKroatien, Griechenland, Israel,Lettland, Georgien, MaltaGruppe GEngland, Schweiz, Bulgarien,Wales, MontenegroGruppe HPortugal, Dänemark, Norwegen,Zypern, IslandGruppe ISpanien, Tschechien, Schottland,Litauen, Liechtenstein Die Qualifikation:Die Gruppenersten und der beste Gruppenzweite sowie die Gastgeber Polen und Ukraine sind für die EM 2012 qualifiziert. Die anderen Gruppenzweiten müssen in die Relegation.
Die EU muss dem angeschlagenen Griechenland helfen - schon aus Eigeninteresse
Ach, Athen: Wilfried Stroh entwirft eine gar nicht so kleine Geschichte der antiken Rhetorik. Es gibt wohl kaum eine Anekdote, kaum einen Witz, kaum eine Absonderlichkeit aus dem uns überlieferten Rede- und Bildungsbetrieb der Antike, die dem genüsslich erzählenden Autor entgangen wäre.
Der designierte EU-Kommissar Günther Oettinger sieht die "Stabilisierung der Währung" als größte Herausforderung für Europa.
Sogar im griechischen Finanzministerium regt sich Widerstand gegen das Sparprogramm von Ministerpräsident Papandreou: streikende Ministerialbedienstete hielten am Donnerstag die Eingänge des Gebäudes besetzt. Der Gewerkschaftsbund kündigt einen Generalstreik an.
Sorgen über Schuldenprobleme in der Eurozone und enttäuschende US-Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag deutlich in die Verlustzone gedrückt. Der Dax sackte um 2,4 Prozent auf 5533 Zähler ab und schloss auf dem tiefsten Stand seit vergangenem November.
Die Bundesregierung will 2013 wieder den europäischen Stabilitätspakt einhalten und das gesamtstaatliche Defizit auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) senken. Dazu muss die Wirtschaft ab 2011 jedes Jahr um zwei Prozent wachsen und die Staatsausgaben müssen um jährlich 20 Milliarden Euro sinken.
Brüssel nimmt Griechenland als größten Schuldensünder des Eurogebiets in beispielloser Weise an die Kandare. Athen muss bis 2012 sein Defizit in den Griff bekommen, entschied die EU-Kommission in Brüssel im laufenden Defizitstrafverfahren. Die Schuldenkrise in Griechenland drückt auf den Euro.