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04.07.2020, Berlin: Menschen feiern im Volkspark Hasenheide eine Party. (Zu dpa-KORR «Feiern unter freiem Himmel - Sind Parks die neuen Clubs?») Foto: Christoph Soeder/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über die Party im Volkspark Hasenheide und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa

Trotz des kühleren Wetters haben in der Nacht zu Sonntag wieder Tausende ohne Abstand gefeiert. Insgesamt verlief die Nacht ruhiger – doch es flogen auch Flaschen.

Die kühleren Temperaturen schreckten sie offensichtlich nicht ab: Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag erneut mehrere Berliner Parks geräumt, weil dort zu viele Menschen feierten, ohne sich an die Corona-Regeln zu halten. Tagsüber seien die Grünflächen aufgrund des schlechten Wetters noch mäßig besucht gewesen, sagte ein Polizeisprecher zum Tagesspiegel.

Am Abend strömten jedoch immer mehr Feiernde in die Parks. Etwa im Mauerpark versammelten sich rund 2000 Menschen, die dicht an dicht zu Musik und einer kleinen Lasershow tanzten.

Gegen Mitternacht forderten Beamte die Feiernden zum Gehen auf und räumten den Park, als einige der Aufforderung nicht nachkamen. Teils mussten Menschen zu den Ausgängen geschoben werden, hieß es von der Polizei.

Noch aggressiver war die Stimmung im James-Simon-Park an der Museumsinsel. Hier kamen etwa 1500 Menschen zusammen. Als die Polizei die Grünfläche räumte, flogen auch Flaschen. Bereits in der Nacht zuvor waren Beamte von Unbekannten mit Flaschen attackiert worden.

Ebenfalls geräumt wurde am Abend der Park am Gleisdreieck, wo sich rund 800 Menschen versammelt hatten. In der Hasenheide hingegen kamen die etwa 1000 Feiernden der Aufforderung der Polizei nach und verließen die Grünfläche freiwillig.

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Insgesamt waren in der Nacht zu Sonntag 280 Einsatzkräfte der Polizei in den Berliner Parks unterwegs. Auch für die kommende Woche, wenn die Temperaturen wieder steigen sollen, stellt sich die Polizei auf erneute Einsätze ein. Die Überwachung der Parks werde ein Hauptaugenmerk sein, hieß es.

Laut der zuletzt zu Monatsbeginn aktualisierten Infektionsschutzverordnung des Senats ist nach wie vor "jede Person angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren ".

Der Aufenthalt "im öffentlichen Raum im Freien, insbesondere auf Straßen, Wegen, Plätzen und in Grünanlagen" ist nach wie vor nur mit Angehörigen von insgesamt maximal fünf Haushalten gestattet, "es gilt eine Personenobergrenze von höchstens zehn zeitgleich anwesenden Personen". Auch die Pflicht, möglichst 1,5 Meter Mindestabstand zu Mitmenschen zu halten, gilt nach wie vor.

Auch in Brandenburg finden illegale Partys statt

Auch in Brandenburg sind in den vergangenen Tagen mehrere Partys von der Polizei aufgelöst worden. In der Nacht von Samstag zu Sonntag meldeten Anrufer aus dem Bereich Hennigsdorf und Velten (Landkreis Oberhavel) erhebliche Ruhestörungen von einer illegalen Crossstrecke, teilte die Polizeidirektion Nord am Sonntag mit. DJs hatten professionelle Ton- und Lichttechnik aufgebaut.

Mehrere Hundert Personen feierten am Freitagabend am Heiligen See in Potsdam. Anwohner fühlten sich durch laute Musik gestört. Vor Ort wurden dann mehrere Körperverletzungen angezeigt. Nach Rücksprache mit dem Sicherheitsdienst des Parks und nach dem Eintreffen weiterer Einsatzkräfte wurde der Park geräumt. Ein stark alkoholisierter 22-Jähriger griff Beamte an.

Im Landkreis Teltow-Fläming konnte die Polizei in der Freitagnacht eine illegale Bunkerparty verhindern. Ein Zeuge hatte die Vorbereitungsarbeiten beobachtet und die Polizei alarmiert. (mit dpa)

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