Sie wollten kämpfen, harte Hunde sein. Aber der Schrecken des Krieges ist stärker. Er setzt sich fest, im Gemüt, im Herzen, auf der Seele. Er weicht nicht, er zeigt den Soldaten immer wieder die gleichen Bilder, immer wieder. Ein Trauma.
Kosovo
Zwei Wochen nach der Anerkennung der beiden georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten hat Moskau jetzt auch offizielle diplomatische Beziehungen zu den Regionen im Kaukasus aufgenommen. Russlands Außenminister Lawrow kündigte zudem an, dort Soldaten belassen zu wollen.
Die Kinder schwänzten die Schule und stachelten andere zu Gewalt an. Die Stadt Göttingen weigerte sich daraufhing, der Familie dauerhaft Aufenthalt zu gewähren. Ein Fall in Niedersachsen – ein Modell für Berlin?
Altkanzler Schröder erklärt in einer Rede den Kaukasus-Konflikt. Der Titel klingt nach langweiligem Politikseminar. Doch ihr Inhalt ist eine Generalabrechnung mit der Politik des Westens gegenüber Moskau.

Es ist gefährlich. Lebensgefährlich sogar. Vor allem nach den Zwischenfällen zuletzt. Und dennoch entscheiden sich deutsche Polizisten dafür, nach Afghanistan zu gehen, um dort beim Aufbau einer funktionierenden Polizei zu helfen. Tagesspiegel.de hat sich während eines Ausbildungsseminars mit drei Polizisten getroffen, die sich für das Land am Hindukusch entschieden haben - und mit ihnen über ihre Ängste, die Ausbildung von Analphabeten und den Rückhalt in ihren Familien gesprochen.
Unsere Redakteurin Ingrid Müller war mehrfach in Afghanistan und hat mit deutschen Soldaten über ihren Alltag und ihre Ängste gesprochen. Hier ein kurzer Ausschnitt einer Begegnung.
Bei der Haltung der EU gegenüber Georgien geht es nicht um Solidarität mit Saakaschwili. Doch nach der russischen Invasion kann es keine Rückkehr zu "business as usual" geben. Georgien fallen zu lassen, wäre eine Bankrotterklärung europäischer Werte.
Zeitnah: Der achte „Wegweiser“ der Militärhistoriker beschäftigt sich mit der Region Kaukasus
Nach dem scharfen diplomatischen Gezerre der vergangenen Tage macht Russland den nächsten Schritt: Präsident Dmitri Medwedew hat die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasien anerkannt. Viele befürchten nun, dass dieser Schritt zu einer Eskalation der Machtkämpfe zwischen Russland und den USA führt. Kaukasus-Experte Uwe Halbach gibt Einschätzungen zu einer drohenden politischen Eiszeit.
Russland hat die Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Kaukasus-Provinzen Abchasien und Südossetien anerkannt. Im Folgenden Auszüge aus der Fernsehansprache von Präsident Dmitri Medwedew:
Es mag ja sein, dass Südossetien zu Georgien gehört, gerade ebenso wie das Kosovo zu Serbien. Doch weder Osseten noch Kosovaren wollen länger als Teil jener Länder leben, denen sie formal angehören.
Deutschland muss Moskaus Macht nicht fürchten. Ohne Angela Merkels staatsmännisch bremsenden Einfluss wäre Georgien heute womöglich entsprechend amerikanischen Wünschen Nato-Mitglied.
„Russlands Demokratur / Vorsicht, Hund“ von Stephan-Andreas Casdorffvom 13. AugustEine seltsame antirussische Tirade hat Herr Casdorff da abgeliefert.
Separatismus hat eine lange Geschichte – noch sucht das Völkerrecht nach Lösungen
Separatismus hat eine lange Geschichte, der Konflikt um Südossetien ist nur das jüngste Beispiel – noch sucht das Völkerrecht nach Lösungen.

Mit einer massiven Militäroffensive hat Georgien große Teile seiner abtrünnigen Region Südossetien unter Kontrolle gebracht. Russland reagierte mit der Entsendung einer Panzerkolonne. Von insgesamt 1400 Toten ist mittlerweile die Rede - auch Zivilisten sind betroffen.

Die Salzburger Festspiele werden antik: Jan Lauwers und seine Needcompany experimentieren in „Das Hirschhaus“ mit Trauerzeremonien.
Ist ein multi-ethnisches Zusammenleben in der Region möglich? Diese Frage "entscheidet sich weder im Kosovo, noch in Serbien, sondern in Bosnien-Herzegowina", sagt der frühere EU-Beauftrage Christian Schwarz-Schilling.

Nicht mit einem Urteil, sondern mit dem Tod endete im März 2006 das Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Jugoslawiens vor dem Internationalen Tribunal in Den Haag. Eine Arte-Doku beschäftigt sich mit dem Tribunal gegen Slobodan Milosevic.
Sieben Jahre nach den schweren Polizeiübergriffen am G-8-Gipfel von Genua sind 15 Beamte zu insgesamt 24 Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafen verjähren, noch ehe sie rechtskräftig werden.
Die internationale Geberkonferenz berät über Finanzhilfen für den Kosovo. Die Regierung in Pristina erhofft sich insgesamt Hilfen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Doch die Summe kommt derzeit nicht zusammen.
Die italienische Polizei hat einen Mann aus dem Kosovo festgenommen, der ein elfjähriges Mädchen heiratete und schwängerte. Die Familie der kleinen Serbin bekam nach Medienberichten rund 17.000 Euro für die Zwangsheirat.
Schüler führen über den Jüdischen Friedhof

Radikale Serben im Kosovo haben am Samstag ihr eigenes Parlament gegründet, das jedoch nur eine symbolische Bedeutung hat. Die eigentliche Regierung des Kosovo bewertete den Schritt als "illegal und inakzeptabel."
Vor dem Gipfel mit der EU erwartet Russland zähe Verhandlungen über das neue Partnerschaftsabkommen. Befürchtet wird, dass die osteuropäischen Neumitglieder weiter versuchen dürften, ihre bilateralen Probleme mit Russland auf dem Rücken der EU auszutragen.
Führungswechsel bei der UN-Mission für den Kosovo. Der bisherige Leiter der Friedenstruppe, der Deutsche Joachim Rücker, wird Medienberichten zufolge noch in dieser Woche seinen Rücktritt bekannt geben.
Das Kosovo feiert seine Verfassung, doch der Streit mit Russland und Serbien um die künftige Verwaltungshoheit trübt die Stimmung.

Vier Monate nachdem sich Kosovo für unabhängig erklärt hat, hat der Präsident die erste eigene Verfassung unterschrieben und sie damit offiziell in Kraft gesetzt. Serbien will den Schritt im Parlament für "null und nichtig" erklären lassen.
Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs am kommenden Donnerstag in Brüssel zusammentreffen, um über Klimaschutz zu reden und das Kosovo. Jetzt müssen sie sich mit einer Krise befassen.
Die Gefahr, dass die EU nach dem Schock von Dublin auseinanderfällt, ist real.
Serbien könnte den Norden des Kosovo erhalten und im Gegenzug die Unabhängigkeit des Landes akzeptieren.

Außenpolitischer Schulterschluss, doch keine Annäherung in Detailfragen: US-Präsident George W. Bush und die politische Spitze der Europäischen Union haben auf ihrem Gipfel in Slowenien bei der Einschätzung der meisten Krisenherde in der Welt übereingestimmt. Lösungen für Probleme zwischen den USA und der EU wurden jedoch nicht erreicht.

Ein Jahr länger: Der Bundestag stimmt der geplanten Verlängerung des KFOR-Einsatzes der Bundeswehr im Kosovo zu. Für den Antrag der Bundesregierung votieren neben Union und SPD auch FDP und Grüne. Nur eine Fraktion stimmt dagegen.

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Mazedonien ist es zu Unruhen gekommen. Mindestens ein Mensch starb und mehrere wurden verletzt. Beobachter werten die Wahl als Test für die weitere Annäherung des Landes an EU und Nato.

Nachdem bereits das Kabinett grünes Licht für eine Verlängerung des Kosovo-Mandats gegeben hat, spricht sich nun auch die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten dafür aus. Lediglich die Linke ist dagegen - und will außerdem gegen die Anerkennung des Kosovo klagen.
Die Regierung ist sich einig: Die Bundeswehr soll noch ein weiteres Jahr im Kosovo bleiben. Das Kabinett hat den Einsatz am Dienstag verlängert, der Bundestag muss noch zustimmen. Streit im Parlament gibt es über die Unabhängigkeitserklärung der Provinz im Februar.

Jelena Tomasevic singt beim "Eurovision Song Contest" für Gastgeber Serbien ein Volkslied mit Herz-Schmerz-Rhetorik. Der Beitrag weckt Nationalgefühle – nach dem Verlust des Kosovo.
UN-Verwalter Rücker sieht seine Mission als Erfolg
Wie die Nato-Friedenstruppe auf die neue Sicherheitslage reagiert hat

Der Optimismus im Kosovo ist groß, die Probleme auch – Bestandsaufnahme einer Staatswerdung.