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Thema

Mecklenburg-Vorpommern

Edgar Meister, im Direktorium der Bundesbank für Aufsichtsfragen zuständig, ist nicht nur überrascht, sondern geradezu entsetzt über die Vorschläge seines Parteigenossen Hans Eichel zur Neugliederung der Bankenaufsicht. "Eichel hat von der Absicht Abstand genommen, die Bundesbank zu stärken", sagte Meister im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.

Die Berliner SPD schließt eine mögliche Koalition mit der PDS nicht grundsätzlich aus, macht sie jedoch von der Vergangenheitsbewältigung der PDS abhängig. Das Modell Mecklenburg-Vorpommern einer rot-roten Koalition sei so auf Berlin nicht übertragbar, sagten SPD-Parteichef Peter Strieder und Schulsenator Klaus Böger am Sonnabend auf der SPD-Fraktionsklausur in Rostock.

Die diesmalige Grüne Woche beginnt mit einem prächtigen Aufgalopp von ungefähr 150 Pferden. Die ersten vier Tage gehören dem Kaltblut, diesen herrlich mächtigen, herzig gutmütigen Arbeitspferden mit den prächtigen Hintern, die man füglich bei Pferden Kruppen nennt.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sitzt, so sagt er selbst, auf einer Zeitbombe. Der erste am Freitag bestätigte BSE-Fall in Ostdeutschland betrifft zwar "nur" den kleinen Nebenerwerbsbauern Knobloch in Tarnow im Landkreis Güstrow mit vier Stück Fleckvieh, das inzwischen getötet wurde.

Von Andreas Frost

Der Nahverkehr der Deutschen Bahn in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg wird fortan zentral aus Potsdam gesteuert. Ziel der Fusion sei es, die Leitungsebenen zu straffen und den Nordosten besser an die Bundeshauptstadt anzubinden, sagte eine Bahn-Sprecherin am Mittwoch in Schwerin.

Der Fall Eggesin hat eine Weichenstellung bei der Verfolgung rechtsextremistischer Gewalt in der Bundesrepublik gebracht. Im August 1999 hatten fünf Jugendliche, die der rechtsextremistischen Szene von Eggesin (Mecklenburg-Vorpommern) angehörten, ein Volksfest besucht, an dem auch zwei Vietnamesen teilnahmen.

Ein regionaler Kulturkonflikt hat immer die gleichen Rituale: die Lokalzeitungen spucken dicke Schlagzeilen, Erklärungen und Manifeste regnen auf die Bürger nieder, auf öffentlichen Veranstaltungen brüllen sich die Kontrahenten an. An der Ostsee schlagen derzeit die Wellen hoch.

Von Robert Ide

Der neue Chef der Deutschen Bahn AG in Brandenburg ist in Fachkreisen ein alter Bekannter. Horst Gibtner war letzter DDR-Verkehrsminister im Kabinett Lothar de Maizière und zwischen 1990 und 1994 Mitglied des Bundestages.

Von Claus-Dieter Steyer

Die Woche fängt ja gut an: Gestern Vormittag rollte eine schwere schwarze Limousine vors Mecklenburg-Vorpommern-Kontor in der Mohrenstraße, und was auf dem rot-weißen Stander stand, war auch drin - das Prinzenpaar der Stadt Berlin. Ihre Lieblichkeit Birgitta I.

Nach einem klaren Votum der Innenminister drängt auch eine breite Mehrheit der Regierungschefs der Länder auf ein NPD-Verbot. Die ablehnende Haltung der Länder Hessen und Saarland wurde bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Schwerin mit Enttäuschung aufgenommen.

Wer das Land hat, muss für den Spott nicht mehr sorgen. Das boshafte Bismarck-Wort, dass in Mecklenburg selbst der Weltuntergang hundert Jahre später stattfindet, fällt auch dem schlichtesten Autor ein, und wie der Pommer im Winter ist, weiß, des einprägsamen Reimes wegen, auch jeder: noch dümmer als im Sommer.

Von Hermann Rudolph

Zwei Wochen vor dem PDS-Bundesparteitag in Cottbus steht die künftige engere Parteiführung praktisch fest. Am Wochenende erklärte der PDS-Vorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, dass er nicht für einen der drei Vize-Posten in der Partei kandidieren will.

Brandenburg belegt bei der Zahl der Verkehrstoten im Bundesvergleich auch im ersten Halbjahr 2000 einen der traurigen Spitzenplätze. Mit 75 Getöteten je eine Million Einwohner stehe das Land hinter Mecklenburg-Vorpommern mit 102 Todesopfern an zweiter Stelle, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit.

Der Rechtsradikalismus im Osten Deutschlands ist nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) in den vergangenen Jahren "viel zu viel beschönigt" worden. Er hoffe jedoch, dass "die schlimmen Vorfälle dieses Sommers und die Debatte darüber das Problembewusstsein geschärft" hätten, sagte Thierse der "Leipziger Volkszeitung".

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