
Warum Missbrauch oft ohne juristische Folgen bleibt und Mitwisserschaft nur schwer zu beweisen ist

Warum Missbrauch oft ohne juristische Folgen bleibt und Mitwisserschaft nur schwer zu beweisen ist
Ein Ehemaliger erzählt, wie die rigide Sexualmoral der katholischen Kirche die Jugendarbeit belastete.
Nach Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs von Schülern durch zwei Geistliche am Berliner Canisius-Kolleg hat ein weiterer Jesuit sexuelle Übergriffe eingeräumt. Der betreffende Jesuit, der noch heute im Orden ist, war ebenfalls in Berlin tätig.
Er soll Kinder auf einem Campingplatz belästigt und einen Jungen in seiner Wohnung vergewaltigt haben. Jetzt muss sich der 48-Jährige vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Angeklagte ist HIV-infiziert.
Eine unabhängige Perspektive garantiert die Mediatorin mit ihrem persönlichen Hintergrund. Die Rechtsanwältin Ursula Raue wurde vom Jesuitenorden Anfang 2007 als Beauftragte für Missbrauchsfälle engagiert – „obwohl ich Frau und nicht mal katholisch bin“.
Lehrer Wolfgang S. wechselte nach Missbrauchsfällen von Berlin an andere Jesuitenschulen – die Oberen schwiegen
Sie ist nicht einmal katholisch - und nun vermittelt die Berliner Rechtsanwältin im Skandal um das Canisius-Kolleg.
Was Mediatorin Raue von den Ex-Lehrern erwartet.

Sexueller Missbrauch im Schutz der katholischen Kirche: Erklärungsversuch eines Theologen.
Thomas Schlingmann von der Beratungsstelle „Tauwetter“ geht davon aus, dass auch heute noch Schüler missbraucht werden. Aber Scham und Schuldgefühle lassen die Opfer eines Missbrauchs oft lange leiden – und daher auch lange schweigen.

Lehrer Wolfgang S. wechselte nach den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg an andere Jesuitenschulen. In Hamburg meldeten sich ebenfalls Schüler, die er missbraucht haben soll. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft, ob die Oberen des Ordens die Taten geduldet haben.

Der Skandal des sexuellen Missbrauchs von Schülern beim Jesuiten-Orden zieht größere Kreise. Hinweise gab es bereits 1981. "Prügelnde Lehrer waren normal", sagt ein Ex-Schüler. Der Chef der deutschen Jesuiten will aufklären.

Gerd Nowakowski über den Umgang des Canisius-Kollegs mit Missbrauch
Ein Pater bestätigt Vorwürfe – er hat sich schon 1991 zu seinen „Verbrechen“ im Canisius-Kolleg bekannt
Mit Schock, Entsetzen und Scham hat der Gemeinderat der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Hohenschönhausen auf den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen durch einen Priester reagiert.
„Kinderschänder Uwe K. – Streit um Verantwortung für mutmaßliche Rückfalltat“vom 24.
Ein Pater bestätigt die Vorwürfe zum Kindesmissbrauch – er hat sich schon 1991 zu seinen „Verbrechen“ im Canisius-Kolleg bekannt
Auch die Linke stellt sich hinter den Rektor des Canisius-Kollegs. Ehemalige Schüler berichten von „plumper Vertrautheit“ der Beschuldigten.
In den USA und Australien, in England, Frankreich, Österreich und in Irland – und jetzt auch in Berlin: Berichte über Übergriffe Geistlicher auf Schutzbefohlene häufen sich. Vor allem Katholiken sind betroffen. Die Bischofskonferenz reagiert dabei oft unangemessen.
Im Skandal um den jahrelangen sexuellen Missbrauch von Schülern am Berliner Canisius-Kolleg hat ein Priester, der heute in Südamerika lebt, die Vorwürfe bestätigt. Der zweite Beschuldigte bestreitet dagegen die Anschuldigungen.
Berlin - Im Berliner Erzbistum gibt es einen zweiten Verdachtsfall von sexuellem Missbrauch . Es handelt sich um einen Priester der Gemeinde Heilig-Kreuz in Hohenschönhausen, wurde am Freitag bekannt.
Obwohl sie selbst am Berliner Canisius-Kolleg missbraucht wurden, haben einige der Opfer Jahre später ihre eigenen Kinder auf die katholische Privatschule geschickt. Nach dem Bekanntwerden der ersten sieben Fälle, meldeten sich nun weitere Betroffene.
Nach den Missbrauchsfällen im Berliner Canisius-Kolleg gibt es nun Vorwürfe gegen den früheren Pfarrer der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Hohenschönhausen. Der Geistliche musste im Sommer 2009 gehen - die Gläubigen blieben ahnungslos.

Jahrelang wurden Schüler des renommierten katholischen Canisius-Kollegs in Berlin missbraucht. Das war in den 70ern und 80ern, die Straftaten sind verjährt. Doch nun will der Rektor alles wissen.
Das Erzbistum Berlin geht Vorwürfen gegen einen Pfarrer wegen des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen nach. Unterdessen haben sich am katholischen Canisius-Kolleg weitere Opfer gemeldet.
Canisius-Rektor Mertes spricht von zwei Tätern und sieben Opfern. Hinweise schon in den 80er Jahren
„In den vergangenen Jahren haben sich mehrere (ehemalige Schüler und Schülerinnen) bei mir gemeldet, um sich mir gegenüber als Opfer von sexuellem Missbrauch durch einzelne Jesuiten am Canisius-Kolleg zu erkennen zu geben. (.
Berlin - Das Erzbischöfliche Ordinariat hat schnell auf das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle an der Jesuiten-Schule reagiert und am Donnerstagnachmittag zur Pressekonferenz geladen. Auch die katholische Kirche empfinde „Scham und Entsetzen“, erklärte dort Domprobst Stefan Dybowski, der inzwischen Beauftragter des Erzbistums Berlin für Fälle sexuellen Missbrauchs ist.

Canisius-Rektor Mertes spricht von zwei Tätern und sieben Opfern. Hinweise gab es schon in den 80er Jahren.

Schüler und Eltern fürchten um den guten Ruf des Canisius-Kolleg. Ehemalige berichten von Gerüchten und Hinweisen.
60 Jahre Berlinale: Er ist einer der folgenreichsten Filme in der Geschichte der Berlinale: Michael Verhoevens Vietnamkriegsparabel „o. k.“, über den sich die Jury 1970 so heillos zerstritt, dass sie sich auflöste – und das Festival schließlich abgebrochen werden musste. Der Film wird nicht gezeigt.
„Liebe ehemalige Schülerinnen und Schüler,in den vergangenen Jahren haben sich mehrere von Ihnen bei mir gemeldet, um sich mir gegenüber als Opfer von sexuellem Missbrauch durch einzelne Jesuiten am Canisius-Kolleg zu erkennen zu geben. Die Spur der Missbräuche zieht sich durch die 70er Jahre hindurch bis in die 80er Jahre hinein.
Das Erzbischöfliche Ordinariat hat schnell auf das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle an der Jesuiten-Schule reagiert und am Donnerstagnachmittag zur Pressekonferenz geladen.

UPDATE An dem von Jesuiten betriebenen Canisius-Kolleg in Tiergarten sind jahrzehntelang Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden. Das private Gymnasium gilt als Elite-Schule, die viele führende Politiker und Manager durchlaufen haben.
Nach China ist Iran weiltweit das Land mit den meisten Hinrichtungen. Dass Todesurteile in aller Öffentlichkeit vollstreckt werden, ist allerdings die Ausnahme. In Isfahan wurde nun ein verurteilter Mörder öffentlich gehängt.
"Find, fix and finish" hieß die Mission: Findet das Ziel, fixiert die Person und feuert sie ab. Der Bundestag befasst sich nun mit dem US-Geheimdiensteinsatz.
Innensenator, Polizeipräsident und Jugendamt weisen im Fall Uwe K. eine Mitverantwortung zurück
Innensenator Körting, Polizeipräsident Glietsch und das Spandauer Jugendamt weisen im Fall Uwe K. eine Mitverantwortung zurück. Eine pausenlose Überwachung gab die Gesetzeslage nicht her. Der Sexualstraftäter war nach seiner Haftentlassung rückfällig geworden.
Die Staatsanwaltschaft hat im Fall des offenbar rückfällig gewordenen Sexualstraftäters Uwe K. den Verdacht, dass im Spandauer Jugendamt nicht alles getan wurde, um ein junges Mädchen vor dem Kinderschänder zu schützen. Innensenator Körting kündigt Erklärung im Parlament an.
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