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Thema

Sexualisierte Gewalt

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Nach den Missbrauchsfällen am Canisius-Kolleg gab es am Mittwoch ein Krisentreffen der Rektoren aller 25 katholischen Schulen des Erzbistums Berlin und Brandenburg: Weitere Missbrauchsfälle habe es nicht gegeben, versicherten die Schulleiter. Sie verständigten sich auf neue Vertrauens-Leitlinien.

Von
  • Sebastian Leber
  • Rita Nikolow

Schulsenator Jürgen Zöllner plädiert im Tagesspiegel-Interview nach den Vorfällen am Canisius-Kolleg bei Verdacht auf Kindesmissbrauch für Lösungen an den Schulen.

Von Sabine Beikler

Der deutsche Jesuiten-Chef Pater Stefan Dartmann hat den Judenvergleich von Pater Eberhard von Gemmingen als „vollkommen inakzeptabel“ bezeichnet. Von Gemmingen, ehemaliger Deutschlandchef von Radio Vatikan, hatte den Vergleich in einem schriftlich autorisierten Interview mit der „Heilbronner Stimme“ gezogen, die fragliche Passage aber vor der Drucklegung für die Samstagsausgabe des Blattes wieder zurückgezogen, nachdem das Zitat über die Agenturen gelaufen war.

Das Berliner Erzbistum denkt über die Einrichtung einer ständigen Kommission zur Aufklärung sexuellen Missbrauchs nach. Ob auch externe Psychologen, Anwälte und Ärzte berufen werden, ist noch in der Diskussion.

Von
  • Claudia Keller
  • Katja Demirci

Der dritte Jesuitenpater, der sexuellen Missbrauch in den 70er Jahren gestanden hat, ist Gründer von „Ärzte für die Dritte Welt“. Lange Jahre leitete Bernhard Ehlen die Hilfsorganisation, die seit 1983 Ärzte weltweit in medizinisch unterversorgte Gebiete sendet; Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler ist Präsidentin des Kuratoriums.

canisius

Nachdem das Schweigen über den sexuellen Missbrauch am Canisius-Kolleg gebrochen ist, wollen die Opfer eine Entschädigung erreichen – notfalls per Klage auch gegen den Vatikan. Immer mehr Betroffene äußern sich.

Von Fatina Keilani
Mitleid hilft nicht weiter. Pater Klaus Mertes geht es um mehr als um die Zuwendung zu den Opfern. Er will das Schweigen brechen.

„Es gibt kein ,Wir‘ zwischen mir und den Opfern. Ich vertrete die Täter-Institution.“ Pater Klaus Mertes hat erlebt, wie es ist, wenn Vertrauen missbraucht wird. Auch deshalb wollte der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs die Mauer des Schweigens durchbrechen

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