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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während des Gipfels der „Koalition der Willigen“ über Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Elysee-Palast in Paris.

© dpa/LUDOVIC MARIN

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Selenskyj nach Verhandlungen in Paris: Vereinbarung über Sicherheitsgarantien praktisch „fertig“ für eine Absegnung durch Trump

Söder beklagt hohe Kosten und Belastung durch Ukraine-Krieg + Bundesregierung baut in Bemühungen um Frieden weiter auf USA + Großflächige Stromausfälle in der Ukraine + Der Newsblog.

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Sandra Lumetsberger

Sicherheitsabkommen mit den USA ist laut Selenskyj praktisch fertig zur Vorlage bei Trump

Das bilaterale Sicherheitsabkommen zwischen der Ukraine und den USA steht laut Präsident Wolodymyr Selenskyj kurz vor dem Abschluss mit US-Präsident Donald Trump. 

Die Vereinbarung ist laut Selenskyj praktisch „fertig“ für eine Absegnung durch Trump. „Das bilaterale Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten“, erklärte Selenskyj am Donnerstag im Onlinedienst X.

Bei Treffen von Vertretern beider Länder am Mittwoch in Paris seien „komplexe Fragen“ des Rahmenwerks zur Beendigung des Krieges erörtert worden, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. „Wir gehen davon aus, dass die amerikanische Seite mit Russland in Kontakt treten wird, und wir erwarten eine Rückmeldung, ob der Aggressor wirklich bereit ist, den Krieg zu beenden.“ (Reuters/AFP)

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Moskau und Paris tauschen Gefangene aus

Frankreich und Russland haben in einem politischen Deal Gefangene ausgetauscht. Staatspräsident Emmanuel Macron teilte im Netzwerk X mit, der in Russland wegen angeblicher Spionage angeklagte französische Politologe Laurent Vinatier sei in die Heimat zurückgekehrt. Der russische Basketballer Daniil Kassatkin wurde aus französischer Haft entlassen und flog zurück nach Russland, wie der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mitteilte.

Der Zentralasien-Experte Vinatier arbeitete in Russland für die Schweizer Nichtregierungsorganisation Zentrum für humanitären Dialog, die auf Konfliktlösung spezialisiert ist. Er war 2024 festgenommen und verurteilt worden, weil er gegen die Auflagen für sogenannte ausländische Agenten verstoßen habe. 2025 kam eine Anklage wegen Spionage dazu.

USA wollten Auslieferung Kassatkins
Der Sportler Kassatkin war 2025 in Frankreich auf Betreiben der USA festgenommen worden, weil er an Cyber-Erpressung beteiligt gewesen sein soll. Die USA hatten einen Auslieferungsantrag gestellt.

Der Austausch kann als Zeichen einer gewissen Entspannung zwischen Paris und Moskau gelten. Macron hat sich offen gezeigt, mit Kremlchef Wladimir Putin zu telefonieren. Kremlsprecher Dmitri Peskow deutete Ende Dezember an, dass es bald eine Lösung für den Fall Vinatier geben könnte. (dpa)
Laurent Vinatier sitzt während einer Anhörung vor dem Moskauer Bezirksgericht Zamoskvoretsky am 14. Oktober 2024 in einem Angeklagtenkäfig.
Laurent Vinatier sitzt während einer Anhörung vor dem Moskauer Bezirksgericht Zamoskvoretsky am 14. Oktober 2024 in einem Angeklagtenkäfig.   Bild: AFP/Alexander Nemenov
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Sandra Lumetsberger

Merz: Bundestag muss Ukraine-Einsatz „gegebenenfalls“ zustimmen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will über einen möglichen Bundeswehreinsatz zum Schutz der Ukraine erst nach einem Waffenstillstand und im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner SPD abschließend entscheiden. „Wie weit wir da insgesamt gehen können, das hängt nicht allein an mir“, sagte er nach seinem Besuch bei der CSU-Klausurtagung im bayerischen Kloster Seeon. 

Dafür brauche es eine Beschlussfassung der Bundesregierung und „gegebenenfalls“ auch die Zustimmung des Bundestags. „Ich möchte, dass wir in der Koalition uns darüber verständigen, welchen Weg wir bereit sind gegebenenfalls zu gehen“, betonte Merz. (dpa)

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Sandra Lumetsberger

Russische Angriffe fordern erneut zivile Opfer im Gebiet Cherson

Im Süden der Ukraine sind vier Zivilisten nach Behördenangaben durch russische Angriffe getötet worden. Bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson kam demnach ein Mann ums Leben, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Ein weiterer sei verletzt worden.

Drei Menschen wurden demnach bei einem Angriff auf einen zentralen Teil der Stadt Cherson getötet, einer von ihnen sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Demnach wurden dort noch zwei weitere Personen verletzt. (dpa)

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Sandra Lumetsberger

Russland rekrutiert offenbar südafrikanische Gamer für den Krieg gegen die Ukraine

Laut „Bloomberg“ rekrutiert Russland offenbar gezielt junge Gamer aus Südafrika für den Krieg in der Ukraine. Interne Dokumente zufolge schlossen sich 2024 zwei etwa 20‑jährige Spieler den russischen Streitkräften an. Sie erhielten Anweisungen über Discord und suchten anschließend das russische Konsulat in Kapstadt auf. Am 29. Juli 2024 reisten sie über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Russland, wo sie einen einjährigen Militärvertrag unterschrieben.

Wenige Wochen später wurde laut „Bloomberg“ bekannt, dass einer der beiden vermutlich bei Kämpfen in der Ukraine getötet wurde. Die Rekrutierung sorgt in Südafrika für politischen Streit, da dort seit 1998 die Beteiligung an bewaffneten Konflikten für ausländische Mächte verboten ist. Die russische Botschaft und das Konsulat in Kapstadt antworteten „Bloomberg“ nicht auf Anfragen. (Valeriia Semeniuk)

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Sandra Lumetsberger

Russland meldet Einnahme von „taktisch wichtiger“ Ortschaft in Dnipropetrowsk

Russland hat die Einnahme einer weiteren Ortschaft in der Region Dnipropetrowsk gemeldet. Das 80 Kilometer von der Stadt Saporischschja entfernte Dorf Brazke sei erobert worden, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die Ortschaft habe eine „große taktische Bedeutung“, hieß es weiter.

Moskau hat die Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson für annektiert erklärt – die Region Dnipropetrowsk jedoch nicht. Dort rückten die russischen Truppen im Sommer gegen eine zahlenmäßig unterlegene, schlechter ausgerüstete ukrainische Armee vor. (AFP)

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Sandra Lumetsberger

Im besetzten Mariupol werden offenbar provisorische Kriegsgräber zerstört

Nach Angaben des ukrainischen Abgeordneten Serhij Mahera lässt die russische Besatzungsverwaltung in Mariupol zerstörte Wohngebiete räumen, um neue Häuser zu bauen, schreibt der Politiker auf Facebook. 

Dabei werden auch die provisorischen Gräber geöffnet, in denen 2022 während der Belagerung Zivilisten hastig beerdigt wurden, weil reguläre Bestattungen unter Beschuss nicht möglich waren.

Mahera zufolge werden die Überreste ohne Identifizierung an den Stadtrand gebracht und dort in Massengräbern verscharrt. Wie viele Menschen betroffen sind, ist unklar, dürfte aber im Tausenderbereich liegen. Auf den geräumten Flächen errichtet die Besatzung neue Wohnanlagen für russische Zuzügler, während Ersatzwohnungen für die bisherigen Einwohner kaum entstehen.

Mahera bewertet dies als Versuch, Spuren möglicher Kriegsverbrechen zu beseitigen und die demografische und historische Identität der Stadt zu verändern. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Ukrainische Rüstungsproduktion wächst um 50 Prozent

Die ukrainische Rüstungsindustrie hat ihre Produktion 2025 deutlich gesteigert. Laut ukrainischem Verteidigungsminister Denys Schmyhal nahm die Herstellung im staatlichen Konzern um etwa 50 Prozent zu. Der Wert der produzierten Waffen und Militärtechnik stieg damit von rund 3 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf etwa 4,5 Milliarden Euro 2025. Auch die Zahl staatlicher Aufträge legte um mehr als die Hälfte zu, was die Fabriken stärker auslastete und den Ausbau der Kapazitäten vorantrieb.

Schmyhal bezeichnete dieses Wachstum als Reaktion auf die Anforderungen des laufenden Krieges und als Zeichen dafür, dass ukrainische Waffen zunehmend die nationale Sicherheit tragen.

Zusätzlich ließ das Verteidigungsministerium „2025 mehr als 1300 neue Waffen- und Technikmodelle“ zu – etwa ein Viertel mehr als im Vorjahr. Besonders stark vertreten waren Drohnen, Munition, Fahrzeuge, gepanzerte Technik und neue Handfeuerwaffen. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Merz: Müssen für Russland den Preis für den Krieg erhöhen

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen, um zu einem Kriegsende in der Ukraine zu kommen. Ein Waffenstillstand stehe nach wie vor nicht auf der Tagesordnung, sagt Merz auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Russland wolle ihn offenbar nicht. 

„Wir werden deshalb den Preis für diesen Krieg weiter erhöhen müssen. Russland muss erkennen, dass es keinen Sinn hat, ihn fortzusetzen“, sagt Merz. Dafür zähle er auf die Solidarität der Europäer und der US-Regierung. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Öltanker im Schwarzen Meer offenbar von Drohnen angegriffen

Ein Öltanker auf dem Weg nach Russland wird im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen. Das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff „Elbus“ bittet die türkische Küstenwache um Hilfe und ändert seinen Kurs, wie der Branchendienst Lloyd's List Intelligence und ein maritimer Sicherheitsdienst melden. Demnach zielt der Angriff auf den Maschinenraum. Verletzte unter der 25-köpfigen Besatzung oder eine Umweltverschmutzung werden nicht gemeldet. (Reuters)

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Sven Lemkemeyer

Verfassungsschutz warnt vor verdecktem russischen Rüstungserwerb in Deutschland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor einer verdeckten Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland gewarnt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse schlägt der Verfassungsschutz Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zum Erwerb militärisch nutzbarer Technik in Deutschland: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern sowie an so genannten „proliferationsrelevanten Produkten“ – also Technologien für Massenvernichtungswaffen – erhöht, und Russland umgehe dabei EU-Sanktionen.

Trotz der Sanktionen und umfassender Exportkontrollen suche Russland immer wieder neue Wege, die Schutzmechanismen zu umgehen – häufig verdeckt, über verborgene Netzwerke und mithilfe der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde. Als weitere Staaten, die so vorgehen, nennt der Verfassungsschutz China, Iran, Nordkorea und Pakistan.

„Die Anzahl und Professionalität der Beschaffungsbemühungen ausländischer Staaten in Deutschland liegt insgesamt auf einem hohen Niveau – mit steigender Tendenz“, heißt es in der Analyse, über die zuerst das „Handelsblatt“ berichtet hatte. (AFP)

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Sven Lemkemeyer

Starmer macht gegenüber Trump Position zu Grönland deutlich

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über dessen Besitzansprüche auf Grönland gesprochen. Starmer habe dabei seine Position zum Thema der US-Ansprüche auf Grönland deutlich gemacht, hieß es in einer Mitteilung des Londoner Regierungssitzes 10 Downing Street. 

Großbritannien vertritt wie Deutschland und andere europäische Verbündete den Standpunkt, dass nur die Grönländer selbst und Dänemark über die Zukunft des autonom verwalteten Territoriums entscheiden sollen. US-Präsident Trump erhebt hingegen Ansprüche auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel.

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Jean Mikhail

Söder: „Es wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt“

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder plädiert für „große Zurückhaltung“ bei den Überlegungen für eine Teilnahme der Bundeswehr an einer Ukraine-Friedensmission. Söder sagte in einem Interview mit Welt TV am Rande der CSU-Landesgruppen-Klausurtagung in Kloster Seeon: „Vom ersten Blick löst es ja Magengrummeln aus bei einem, weil man sagt: Um Gottes Willen, was heißt es, sollen wir in die Ukraine gehen? Ich glaube, so weit sind wir noch nicht“. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Dienstag angekündigt, die Bundeswehr würde eine mögliche Friedenssicherungsmission von NATO-Gebiet aus unterstützen. Von deutschen Truppen in der Ukraine war keine Rede. 

Söder nannte dennoch mehrere Voraussetzungen, die aus seiner Sicht für eine Friedensmission unter Beteiligung der Bundeswehr erfüllt sein müssten. So forderte er von der Ukraine die Rücknahme der erleichterten Ausreisebestimmungen. 

„Wir überlegen, unsere Soldaten in die Ukraine zu schicken, während die jungen ukrainischen Männer zu uns kommen, weil sie nicht den Wehrdienst leisten wollen – das geht nicht“. Die Ukraine müsse sich aus Söders Sicht „zunächst selbst verteidigen“. 

Außerdem müssten aus seiner Sicht die USA an einer Friedensmission beteiligt sein: „Die Amerikaner sind militärisch stärker denn je. Das sehen Sie an der Operation in Venezuela. Deswegen brauchen wir die Amerikaner“. Die militärischen Möglichkeiten der Europäer seien im Vergleich marginal. 
  
Der bayerische Regierungschef betonte außerdem: „Es wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt, zumindest ein Waffenstillstand. Denn es geht auch um unsere Sicherheit. Es kostet viel Geld, es belastet, es ist eine enorme Herausforderung.“ Letztlich sei es „eine Richtlinienentscheidung des Kanzlers, der auch den besten Einblick und die Übersicht hat über diese Fragen“. (Tsp)
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern 
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern    Bild: dpa/Malin Wunderlich
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Sven Lemkemeyer

Russland nennt westliche Truppen in der Ukraine „legitime Kampfziele“

Russland betrachtet alle Truppen, die von westlichen Regierungen in die Ukraine entsendet würden, als „legitime Kampfziele“. Die Warnung folgt auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren. Das russische Außenministerium bezeichnet die „militaristischen Erklärungen“ der Ukraine-Unterstützer-Staaten der sogenannten Koalition der Willigen in einer Erklärung als zunehmend gefährlich.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte schon Anfang September  eindringlich davor gewarnt, westliche Truppen in die Ukraine zu entsenden. Wenn dort Truppen auftauchen, gehen wir davon aus, dass sie legitime Ziele für eine Vernichtung sein werden, sagte er bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok.
Der Tagesspiegel
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Sandra Lumetsberger

Besetzte Krim offenbar unter nächtlichen Drohnenangriffen

Der krimtatarische Telegram-Kanal „Krimskyj Witer“ meldete in der Nacht zum 8. Januar zahlreiche Explosionen und Drohnenüberflüge auf der besetzten Krim. Betroffen waren demnach mehrere Regionen, darunter Feodosija, Kertsch sowie die Gebiete um Saky und Jewpatorija. Über Jalta sollen Augenzeugen schnelle, offenbar reaktive Drohnen beobachtet haben, die von russischen Kampfflugzeugen abgefangen wurden.

Am Morgen wurde erneut eine Explosion nahe Kertsch gemeldet, mutmaßlich aus Richtung der Krim-Brücke. In sozialen Netzwerken tauchten Bilder eines möglichen Einschlagkraters in einem ländlichen Gebiet auf. Lokale Kanäle berichteten zudem, dass in Sewastopol der zivile Fährverkehr zeitweise ausgesetzt wurde.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte später, über der Krim seien 14 ukrainische Drohnen abgeschossen worden; unabhängige Bestätigungen dafür lagen zunächst nicht vor. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Russische Truppen besetzen offenbar Andrijiwka in der Region Sumy und Nowomarkowe in der Region Donezk

Laut den Analysten des Projekts „DeepState“ haben russische Truppen den Ort Andrijiwka in der Region Sumy sowie Nowomarkowe in der Region Donezk eingenommen und sind zudem nahe Majske in Donezk weiter vorgerückt. Andrijiwka liegt in der Siedlungsgemeinde Chotyn nahe der russischen Grenze und gilt laut „DeepState“ als strategisch wichtig für die Kontrolle des nordöstlichen Frontabschnitts. Auch in den Orten Nowomarkowe und Majske im Bezirk Kramatorsk registrierten die Analysten zuletzt intensivere Gefechte und ein weiteres Vorrücken russischer Kräfte. (Yulia Valova)
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Sandra Lumetsberger

SPD-Politiker Stegner hält Debatte über deutsche Mandate für verfrüht

Der SPD-Außenexperte Ralf Stegner hält eine Debatte über Bundeswehrmandate zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands im Ukraine-Krieg für verfrüht. „Man darf den vierten Schritt nicht vor dem ersten tun“, sagte er dem Sender Phoenix laut Vorabmeldung vom Mittwochabend. „Und der erste Schritt muss sein, einen Waffenstillstand herbeizuführen, denn ohne den gibt es keine Vereinbarung.“

„Deswegen sollten wir jetzt nicht über deutsche Mandate reden, sondern darüber, was wir dazu beitragen können, damit es zu einem Waffenstillstand kommt“, fuhr der SPD-Außenpolitiker fort. Ein solcher Einsatz der Bundeswehr müsse außerdem vom Bundestag beschlossen werden. „Und das sehe ich im Augenblick in die Richtung von Beteiligung von deutschen Truppen noch überhaupt nicht.“

Zugleich sei klar, dass Deutschland bei einer Waffenstillstandslösung nicht grundsätzlich zuschauen könne, sagte der Politiker Phoenix weiter. Notwendig sei eine enge Einbindung der USA, damit der Krieg beendet werde. „Ohne Sicherheitsgarantien Amerikas wird es am Ende nicht funktionieren.“ (AFP)

SPD-Politiker Ralf Stegner
SPD-Politiker Ralf Stegner   Bild: Bernd Elmenthaler/IMAGO
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Sandra Lumetsberger
In Saporischschja kam es offenbar zum ersten totalen Blackout.
In Saporischschja kam es offenbar zum ersten totalen Blackout.   Bild: Reuters/Stringer

Hunderttausende sind in der Ukraine von der Stromversorgung abgeschnitten

Russische Angriffe haben in der Nacht zu massiven Stromausfällen im Süden der Ukraine geführt. Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast vollständig von der Stromversorgung getrennt. Noch etwa 800.000 Verbraucher waren demnach am Morgen im Gebiet Dnipropetrowsk weiterhin davon abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauerten den Angaben nach an. Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängerte die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage.

Im Gebiet Saporischschja ist die Strom- und Heizungsversorgung nach Behördenangaben wiederhergestellt. Gouverneur Iwan Fedorow sprach vom ersten totalen Blackout in der gesamten Region seit Jahren.

Neben den russischen Angriffen macht auch das Wetter der Energieversorgung der Ukraine zu schaffen. Dadurch seien Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom, hieß es vom Energieministerium. (dpa)

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