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Europäische Hersteller oder auch US-Waffen?: Deutschland und Frankreich streiten über Waffenkäufe für Ukraine
Weiträumige Strom- und Heizausfälle in der Ukraine bei Eiseskälte + Regierungsumbildung in der Ukraine scheitert + Iran soll Russland Waffen im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar geliefert haben + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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EU streitet über Waffenkäufe für Ukraine – Frankreich will Präferenz für europäische Hersteller
Erneuter russischer Angriff verschärft Lage im Energiesystem weiter – Kiew und sieben Regionen der Ukraine ohne Strom
Scholz: Putin hat Ukraine-Krieg zwei Jahre lang fest geplant
Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass sich Kremlherrscher Wladimir Putin schon deutlich vor 2022 zum Angriffskrieg gegen die Ukraine entschlossen hat. „Ich bin heute fest davon überzeugt, dass Putin seinen Angriff zwei Jahre vorher fest geplant hatte und dass ihn weniges davon hat abbringen können“, sagte der SPD-Politiker in Berlin bei der Vorstellung des Buchs „Das Versagen“, einer kritischen Betrachtung der deutschen Russlandpolitik.
Scholz vertrat die Ansicht, dass Putin ernsthafte Forderungen, wie eine Absage an einen Nato-Beitritt der Ukraine oder an die Stationierung weitreichender Raketen auf ukrainischem Territorium, auch ohne Waffengang hätte erreichen können. „Das hätte man alles ohne Krieg haben können und die Ukrainer hätten es gemacht am Ende und wir alle auch. Das heißt, er wollte den Krieg“, sagte Scholz.
Waffenlieferungen verteidigtEr verteidigte das zeitweise heftig umstrittene Tempo der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine. „Ich halte die Diskussion für lächerlich, wenn ich das ganz offen sagen darf, weil sie mit der Tatsache, dass wir die realen Waffenlieferungen organisiert haben, wenig zu tun hat“, sagte Scholz.
Stets sei abzuwägen gewesen, ob Deutschland sich im Gleichklang mit Partnern bewege und wie Russland reagiere. Es sei so gewesen, „dass man natürlich auch austesten musste, wie weit das gehen kann“.
„Denn es gibt ja kein Gesetzbuch über: Das ist der eine Schritt zu viel. Das kann man nirgendwo nachlesen und lernt man auch nicht an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, sondern das ist etwas, was man herausfinden muss“, sagte Scholz. (dpa)
Zwei griechische Öltanker im Schwarzen Meer von Drohnen getroffen
Im Schwarzen Meer sind am Dienstag zwei griechische Öltanker von Drohnen getroffen worden. Die beiden Tanker, die unter maltesischer Flagge fahrende „Matilda“ und die unter liberianischer Flagge fahrende „Delta Harmony“ hätten keine größeren Schäden davongetragen, sagte ein Vertreter des griechischen Marineministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Eines der Schiffe sollte an der russischen Küste kasachisches Öl verladen.
Weder die griechischen noch die kasachischen Behörden machten Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckt. Auch die Ukraine, die als Reaktion auf Moskaus Angriffskrieg immer wieder den russischen Energiesektor angreift, äußerte sich zunächst nicht.
Der Tanker „Matilda“ war auf dem Weg zu einem Erdöl-Terminal des internationalen Caspian Pipeline Consortium (CPC) in der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk, als er angegriffen wurde, wie das staatliche kasachische Energieunternehmen Kazmunaygas mitteilte. „Nach vorläufigen Einschätzungen ist das Schiff weiterhin seetüchtig, und es gibt keine Anzeichen für schwerwiegende strukturelle Schäden“, fügte die Firma hinzu. Nach Angaben von Kasachstans Energieministerium hatte der Tanker zum Zeitpunkt des Angriffs keine Ladung an Bord. (AFP)
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Russische Drohnen greifen offenbar zwei Schiffe im Schwarzen Meer an
Russische Drohnen haben einem Insider zufolge zwei unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Die Schiffe seien in der Nähe der südukrainischen Hafenstadt Tschornomorsk gewesen, teilt eine mit dem Vorfall vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters mit. Eines der Schiffe sei auf dem Weg nach Italien gewesen. (Reuters)
Moskaus Hyperschallrakete Oreschnik traf angeblich ukrainisches Flugzeugreparaturwerk
Bei ihrem Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik in der westlichen Ukraine am vergangenen Freitag haben die russischen Streitkräfte nach Angaben aus Moskau eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in Lwiw getroffen. „In der Nacht zum 9. Januar wurde das staatliche Flugzeugreparaturwerk in Lwiw durch das mobile bodengestützte Raketensystem Oreschnik außer Betrieb gesetzt“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Montag.
Es war das erste Mal, dass Moskau konkrete Angaben zum Ziel des Oreschnik-Angriffs vom Freitag machte. Der Einsatz der Hyperschall-Mittelstrecken-Rakete nahe der Grenze zur EU hatte empörte Reaktionen westlicher Regierungen ausgelöst.
Die Nachrichtenagentur AFP war am Montag nicht in der Lage, die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zum Ziel des Oreschnik-Einsatzes zu überprüfen. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe lehnte auf AFP-Anfrage einen Kommentar zu den Moskauer Angaben ab.
Die Ukraine hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Oreschnik-Rakete ein „ziviles“ Ziel in der Region Lwiw getroffen habe, ohne Details zu nennen. Auch veröffentlichte die Ukraine Bilder von Raketentrümmern. Bewohner eines Vorortes von Lwiw nahe des Flugzeugwerks berichteten AFP am Freitag von nächtlichen Explosionen und Gasausfällen.
Russischen Angaben zufolge wurde das Werk in Lwiw zur Reparatur und Wartung der sowjetischen MiG-29-Flugzeuge sowie der in den USA hergestellten F-16-Kampfjets genutzt.
Es war das zweite Mal, dass Russland die Oreschnik-Rakete in ihrer seit fast vier Jahren andauernden Offensive gegen die Ukraine einsetzte. Im August hatte der russische Präsident Wladimir Putin die Serienproduktion der Oreschnik-Raketen angekündigt, die mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden können. (AFP)
Mehr zu dem Vorfall können Sie hier nachlesen:
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