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Firefighters work at the site of a logistics hub of a private delivery company hit by Russian missile strikes, amid Russia's attack on Ukraine, in Kharkiv, Ukraine January 13, 2026. REUTERS/Sofiia Gatilova

© REUTERS/Sofiia Gatilova

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Nach massenhaften Raketenangriffen Russlands: Weiträumige Strom- und Heizausfälle in der Ukraine bei Eiseskälte

EU streitet über Waffenkäufe für Ukraine – Frankreich will Präferenz für europäische Hersteller + Iran soll Russland Waffen im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar geliefert haben + Der Newsblog.

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Jean Mikhail

Erneuter russischer Angriff verschärft Lage im Energiesystem weiter – Kiew und sieben Regionen der Ukraine ohne Strom

Infolge eines neuen massiven Raketen- und Drohnenangriffs auf die Energieinfrastruktur wurden die Stadt Kiew sowie sieben Regionen der Ukraine weitgehend von der Stromversorgung abgeschnitten. Ohne Elektrizität blieben insbesondere Verbraucher in den Regionen Kiew, Odessa, Charkiw, Dnipropetrowsk, Donezk, Tschernihiw und Saporischschja. Dies erklärte der stellvertretende Energieminister Oleksandr Wjasowtschenko bei einem Briefing, berichtet UNIAN. In der Ukraine herrschen aktuell eisige Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. 

Seinen Angaben zufolge könnte sich die Dauer der Notabschaltungen aufgrunddessen verlängern, da die Temperaturen die Reparaturarbeiten erheblich erschweren.

Der Stromverteilnetzbetreiber DTEK teilte auf Telegram mit, dass infolge dieses Angriffs die Ausrüstung eines Wärmekraftwerks schwer beschädigt wurde. Das Unternehmen betonte, dass Russland gezielt weiterhin kritische Infrastruktur angreift, um das Energiesystem während der Frostperiode zu destabilisieren. „Dies ist bereits der achte massive Angriff auf die Wärmekraftwerke des Unternehmens DTEK seit Oktober 2025“, heißt es in der Erklärung von DTEK.

Die ukrainische Regierung kündigte finanzielle Sonderzulagen für Beschäftigte im Energiesektor an, die „trotz Frost zu den Angriffsorten ausrücken, um die Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser wiederherzustellen“. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

EU will offenbar 20. Sanktionspaket gegen Russland bis zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs verabschieden

Die Europäische Union plant offenbar, bis zum 24. Februar 2026 ein 20. Sanktionspaket gegen Russland zu beschließen. Darüber berichtet Euractiv unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Diplomaten. 

Ziel sei es, den politischen Druck auf Moskau zum Jahrestag des Kriegsbeginns weiter zu erhöhen. Nach Angaben von Euractiv zählen Finnland und Schweden zu den treibenden Kräften hinter den neuen Strafmaßnahmen. Beide Länder sprechen sich für eine weitere Verschärfung der Sanktionen aus. Konkret schlagen sie neue Beschränkungen für den Export von Luxusgütern nach Russland vor, ebenso Einschränkungen bei der Wartung von Öltankern sowie eine Reduzierung der Importquoten für russische Düngemittel. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

Russische Soldaten sollen sich in bizarren „Kapsel“-Zelten vor ukrainischen Drohnen verstecken

In sozialen Netzwerken kursieren derzeit Videos und Fotos, die eine Gruppe russischer Soldaten in ungewöhnlichen, vertikal stehenden Einzelunterkünften zeigen. Diese erinnern stark an tragbare Dusch- oder Toilettenzelte, scheinen jedoch zur Tarnung und zum Schutz vor Aufklärung und Angriffen aus der Luft eingesetzt zu werden. Darüber berichtet die ukrainische Plattform Militarnyi.

Laut den veröffentlichten Aufnahmen sowie Einschätzungen von Status-6 (War & Military News) auf X handelt es sich dabei nicht um gewöhnliche Feldunterkünfte, sondern um Tarnkapseln, die die visuelle und thermische Erkennung durch FPV-Drohnen und Wärmebildkameras erschweren sollen. Die Konstruktionen umschließen den gesamten Körper und lassen lediglich einen kleinen Schlitz zur Beobachtung offen. Mehrere dieser „Kapseln“ wurden gruppenweise aufgestellt – ein möglicher Hinweis auf versteckte Sammelpunkte oder vorbereitete Hinterhalte.

Trotz ihres skurrilen Aussehens verweisen diese improvisierten Lösungen, wie Militarnyi berichtet, auf ein gravierendes Problem der russischen Armee: fehlender Schutz vor moderner Drohnenkriegsführung und Luftaufklärung. Die Einschränkung von Beweglichkeit und Situationswahrnehmung scheine dabei ein in Kauf genommener Nachteil zu sein. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

EU streitet über Waffenkäufe für Ukraine – Frankreich will Präferenz für europäische Hersteller

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union streiten über die Verwendung eines Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob Kiew diese Mittel für den Kauf von Waffen aus den USA einsetzen darf. Dies berichtet Politico unter Verweis auf eine Quelle in europäischen diplomatischen Kreisen.

Nach Informationen des Mediums drängt der französische Präsident Emmanuel Macron auf ein Präferenzsystem zugunsten von Rüstungsunternehmen aus der Europäischen Union. Diese Position wird von Griechenland und Zypern unterstützt.

Die Mehrheit der EU-Staaten, angeführt von Deutschland und den Niederlande, ist hingegen der Auffassung, dass die Ukraine größtmögliche Handlungsfreiheit bei der Finanzierung ihrer eigenen Verteidigung behalten sollte.

Aus einem Schreiben der niederländischen Regierung an andere EU-Staaten geht hervor, dass die Ukraine dringend militärische Ausrüstung aus Drittstaaten benötigt. Dazu zählen unter anderem in den USA hergestellte Luftverteidigungssysteme und Abfangraketen, Munition und Ersatzteile für F-16-Kampfflugzeuge sowie Fähigkeiten für weitreichende Angriffe. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

UN: Über 2500 Zivilisten im vergangenen Jahr getötet

Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen kamen im Jahr 2025 insgesamt 2514 Zivilisten in der Ukraine durch russische Angriffe ums Leben, weitere 12.142 Menschen wurden verletzt. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zu 2024.

Rund 63 Prozent aller Todesfälle wurden demnach in frontnahen Gebieten registriert. Der Leiter der UN-Mission, Daniel Bell, erklärte, der Anstieg sei nicht nur auf die intensiveren Kämpfe entlang der Frontlinie zurückzuführen, sondern auch darauf, dass Russland den Einsatz weitreichender Waffen ausgeweitet habe.

Der tödlichste Angriff mit Langstreckenwaffen ereignete sich laut UN am 19. November in der westukrainischen Stadt Ternopil. Dabei kamen mindestens 38 Zivilisten ums Leben, darunter acht Kinder. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

Dnipro: Stromausfall hält seit russischem Angriff nun sechs Tage an

In der ukrainischen Stadt Dnipro werden Mehrfamilienhäuser, die seit dem russischen Angriff vom 7. Januar ohne Strom sind, direkt über mobile Generatoren versorgt. Das berichtet Bürgermeister Borys Filatow auf Telegram. Nach den jüngsten Angriffen auf die Energieinfrastruktur seien die Versorgungsunternehmen nicht in der Lage, in mehreren Stadtteilen am linken Ufer des Dnipro die Stromversorgung wiederherzustellen.

Die Region Dnipropetrowsk wurde am 7. Januar infolge russischer Angriffe großflächig von der Stromversorgung abgeschnitten. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

Iran soll Russland Waffen im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar geliefert haben

Der Gesamtumfang der iranischen Militärhilfe für Russland beläuft sich seit Ende 2021 auf mehr als vier Milliarden US-Dollar. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten westlichen Sicherheitsbeamten.

Demnach erhielt Russland ballistische Raketen sowie Flugabwehrraketen im Wert von rund 2,7 Milliarden Dollar. Zum Paket gehörten mehrere hundert ballistische Kurzstreckenraketen des Typs Fath-360, fast 500 weitere ballistische Raketen mit kurzer Reichweite sowie etwa 200 Boden-Luft-Raketen für Luftverteidigungssysteme. Die militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran begann kurz vor der russischen Vollinvasion: Erste Verträge über Raketenlieferungen wurden im Oktober 2021 abgeschlossen.

Darüber hinaus lieferte der Iran Millionen von Patronen und Artilleriegeschossen. Ein weiterer Vertrag im Wert von 1,75 Milliarden Dollar wurde Anfang 2023 unterzeichnet. Er sah die Lieferung von Kamikaze-Drohnen des Typs Shahed-136 sowie die Weitergabe von Technologien zu deren Produktion auf russischem Territorium vor. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

Studie: Breite Mehrheit im Westen unterstützte 2023 die Ukraine

Eine große Mehrheit der Bürger in fünf westlichen Staaten, darunter Deutschland, befürwortete im Jahr 2023 die militärische und wirtschaftliche Unterstützung der Ukraine. Dies gelte auch dann, wenn damit ökonomische Nachteile für das eigene Land verbunden seien, teilte die Universität Konstanz am Dienstag aufgrund einer Studie mit, die sie gemeinsam mit Politikwissenschaftlern der Universität München unternommen hat. Insgesamt sprechen sich demnach drei Viertel der Befragten für eine Unterstützung aus.

Für die Untersuchung wurden im Sommer 2023 rund 10.000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA befragt. Die Forscher konfrontierten die Teilnehmer mit verschiedenen Szenarien. Dabei mussten diese zum Beispiel zwischen hohen menschlichen Verlusten in der Ukraine und hohen wirtschaftlichen Kosten für das eigene Land abwägen.

Die Studie zeigt laut Mitteilung, dass für die meisten Befragten die Unabhängigkeit der Ukraine und die Verringerung des Leids der ukrainischen Bevölkerung Vorrang haben. Die Ergebnisse waren in allen fünf Ländern sehr ähnlich.

Innerhalb der einzelnen Länder zeigte sich jedoch eine starke Spaltung der Meinungen. Während rund die Hälfte der Befragten die jeweiligen Folgen genau gegeneinander abwog, befürwortete ein Viertel die Hilfe für die Ukraine fast bedingungslos. Ein weiteres Viertel lehnte jegliche Unterstützung ab, unabhängig von den Konsequenzen für die Ukraine. (epd)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Regionalgouverneur: Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff in Charkiw

Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff seien zudem drei weitere Menschen verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, am Dienstagmorgen im Onlinedienst Telegram.

Der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, meldete einen weiteren Angriff in der Stadt, bei dem eine russische Langstreckendrohne eine medizinische Einrichtung für Kinder getroffen und ein Feuer ausgelöst habe. Bei der Attacke sei ersten Erkenntnissen zufolge niemand verletzt worden.

In der südöstlichen Region Saporischschja waren bei russischen Angriffen Explosionen zu hören, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram mitteilte. In der Hauptstadt Kiew rief der Leiter der dortigen Militärverwaltung, Timur Tkatschenko, die Einwohner angesichts laufender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen zu Vorsicht auf. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren

Die Ukraine hat die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA vergeben. Dies gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Die ukrainische Regierung erteilte die Entwicklungsrechte für den Standort Dobra in der zentralen Region Kirowohrad an die Dobra Lithium Holdings, wie Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko am Montag über den Nachrichtendienst Telegram mitteilte.

Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung wird das Unternehmen eines der größten Lithiumvorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen. Lithium ist ein wichtiges Metall, das unter anderem für Batterien von Elektroautos benötigt wird. Hinter dem Projekt stehen die Firmen TechMet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen Dollar anziehen. TechMet wird nach Angaben der US-Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft DFC von der US-Regierung unterstützt.

Die Vergabe erfolgt, während die Ukraine nach Investitionen sucht, die trotz der Kriegsrisiken Bestand haben. Die Ausschreibung für das Lithium-Projekt war im August gestartet worden. Sie gilt als erstes Vorhaben im Rahmen eines gemeinsamen Investitionsfonds mit den USA. Diese umfassendere Vereinbarung wurde von US-Präsident Donald Trump gefördert. Sie sichert den USA einen bevorzugten Zugang zu neuen ukrainischen Rohstoffgeschäften und lenkt die Mittel des Fonds in den Wiederaufbau der Ukraine. Einem Bericht der Zeitung „New York Times“ zufolge gehört der Milliardär Ronald S. Lauder, ein Freund Trumps, zu den Investoren. (Reuters)
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Jean Mikhail

Wadephul: Deutschland und USA stehen bei Nato-Beistandspflicht zusammen

Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio die Einigkeit mit den USA. Die Partnerschaft sei stark, sagt Wadephul in Washington und verweist auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Man sei sich zudem einig über die Verbindlichkeit der Beistandspflicht nach Nato-Artikel 5. Dies sei ein klares Signal an Russland. Auch Grönland sei Thema des Gesprächs gewesen, sagt Wadephul weiter. Es sei Sache der Nato, die Interessen dort zu verteidigen. (Reuters)
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Jean Mikhail

USA verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete als „unerklärliche Eskalation“

Die USA haben den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik verurteilt. „Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden“, sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg. (AFP)
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Jean Mikhail

Selenskyj: Russland bereitet erneut massiven Angriff vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Russland wolle die Kälte ausnutzen. In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich. 

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Selenskyj vor einem neuen massiven Angriff Moskaus in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zu Freitag heftig und setzte dabei unter anderem nach eigenen Angaben die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik bei einem Angriff auf die westukrainische Region Lwiw ein. In der Hauptstadt Kiew kam es in der Folge des massiven Angriffs zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Vitali Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet. Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. (dpa)
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Sandra Lumetsberger

Russische Drohnen greifen offenbar zwei Schiffe im Schwarzen Meer an

Russische Drohnen haben einem Insider zufolge zwei unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Die Schiffe seien in der Nähe der südukrainischen Hafenstadt Tschornomorsk gewesen, teilt eine mit dem Vorfall vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters mit. Eines der Schiffe sei auf dem Weg nach Italien gewesen. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Moskaus Hyperschallrakete Oreschnik traf angeblich ukrainisches Flugzeugreparaturwerk

Bei ihrem Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik in der westlichen Ukraine am vergangenen Freitag haben die russischen Streitkräfte nach Angaben aus Moskau eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in Lwiw getroffen. „In der Nacht zum 9. Januar wurde das staatliche Flugzeugreparaturwerk in Lwiw durch das mobile bodengestützte Raketensystem Oreschnik außer Betrieb gesetzt“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Montag.

Es war das erste Mal, dass Moskau konkrete Angaben zum Ziel des Oreschnik-Angriffs vom Freitag machte. Der Einsatz der Hyperschall-Mittelstrecken-Rakete nahe der Grenze zur EU hatte empörte Reaktionen westlicher Regierungen ausgelöst.

Die Nachrichtenagentur AFP war am Montag nicht in der Lage, die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zum Ziel des Oreschnik-Einsatzes zu überprüfen. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe lehnte auf AFP-Anfrage einen Kommentar zu den Moskauer Angaben ab.

Die Ukraine hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Oreschnik-Rakete ein „ziviles“ Ziel in der Region Lwiw getroffen habe, ohne Details zu nennen. Auch veröffentlichte die Ukraine Bilder von Raketentrümmern. Bewohner eines Vorortes von Lwiw nahe des Flugzeugwerks berichteten AFP am Freitag von nächtlichen Explosionen und Gasausfällen.

Russischen Angaben zufolge wurde das Werk in Lwiw zur Reparatur und Wartung der sowjetischen MiG-29-Flugzeuge sowie der in den USA hergestellten F-16-Kampfjets genutzt.

Es war das zweite Mal, dass Russland die Oreschnik-Rakete in ihrer seit fast vier Jahren andauernden Offensive gegen die Ukraine einsetzte. Im August hatte der russische Präsident Wladimir Putin die Serienproduktion der Oreschnik-Raketen angekündigt, die mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden können. (AFP) 

Mehr zu dem Vorfall können Sie hier nachlesen: 

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Sandra Lumetsberger

Estland verhängt Einreiseverbot gegen 261 Russen

Estland hat Einreiseverbote gegen 261 Russen verhängt, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt und im Kriegseinsatz an der Front waren. 

„Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um Personen mit einer feindseligen Haltung gegenüber Europa handelt. Sie verfügen über Kampferfahrung, militärische Ausbildung und oft auch über eine kriminelle Vergangenheit. Darüber hinaus sind sie psychisch traumatisiert“, begründete Innenminister Igor Taro den Schritt. Demnach handelt es sich um die ersten Einreiseverbote, denen weitere folgen sollen.

Die Einreiseverbote seien unausweichlich, da diejenigen, die im Namen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin Gräueltaten in der Ukraine begangen hätten, keinen Platz in der freien Welt hätten. „Die von ihnen ausgehende Bedrohung ist nicht theoretischer Natur – sie umfasst sowohl die mögliche Ausführung von Aufträgen für russische Geheimdienste als auch die Beteiligung an organisierter Kriminalität“, wurde Taro in einer Mitteilung zitiert.

Außenminister Margus Tsakhna betonte, dass vormalige Kriegsteilnehmer nichts in Estland und im Schengenraum zu suchen hätten und die jetzigen Einreiseverbote nur der Anfang seien. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Tür für russische Ex-Kämpfer geschlossen bleibt, und rufen andere Länder auf, es uns gleichzutun“, schrieb er auf der Plattform X.

Nach Angaben des Innenministeriums haben schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen russische Staatsbürger an Russlands bewaffneter Aggression in der Ukraine teilgenommen. Davon seien etwa 640.000 noch immer an der Front. (dpa)

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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Messerangriff in Schule: Ukrainischer Jugendlicher verletzt Lehrer und Mitschüler

Ein ukrainischer Jugendlicher hat am Montag in einer Schule in Kiew einen Lehrer und einen Mitschüler mit einem Messer verletzt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde der 14-Jährige festgenommen. Der Teenager hatte sich den Angaben zufolge auf der Schultoilette eine Maske und einen Helm aufgesetzt und war dann in ein Klassenzimmer gestürmt, wo er einen 39-jährigen Lehrer und einen 14-jährigen Mitschüler mit einem Messer attackierte. Anschließend verletzte er auch sich selbst.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die beiden Opfer und der Angreifer zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Lehrer hat demnach lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Die Ermittler gehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hinweisen nach, wonach der Junge unter russischem Einfluss stand. Auf seinem Handy wurde demnach „Korrespondenz“ mit „unbekannten Personen“ gefunden, „wahrscheinlich Vertreter der russischen Geheimdienste“.

Auf Fotos, die von der Polizei veröffentlicht wurden, ist ein Jugendlicher mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Hitler kaputt“ zu sehen. Diese Parole hatten sowjetische Soldaten 1945 nach dem Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gerufen. (AFP)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Ukrainekrieg als Werbung: Moskau meldet Auftragsrekord für Waffen

Das Interesse an russischen Rüstungsgütern im Ausland ist nach Angaben aus Moskau auf Rekordniveau. „Bis 2022 lag der maximale Auftragswert bei 55 Milliarden Dollar. Heute haben wir mit 70 Milliarden Dollar an schon unterschriebenen Verträgen einen Rekord“, sagte Vizeregierungschef Denis Manturow bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin.

Manturow führte das auch auf den 2022 von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine zurück. „Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst“, sagte er. Als militärische Spezialoperation bezeichnen russische Offizielle den Krieg. 

Besonders gefragt seien russische Flugabwehrkomplexe, Flugzeuge und Mehrfachraketenwerfer, sagte Manturow. Allerdings hat das Auftragshoch auch eine Kehrseite. Erst im Dezember hatte Manturow nämlich eingeräumt, dass Exportaufträge hinter der Nachfrage der russischen Armee nach neuen Waffen anstehen müssten, also nur mit Verspätung abgearbeitet werden. (dpa)
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Benjamin Reuter
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Verständnis dafür geäußert, dass Indien noch russisches Gas und Öl bezieht. „Wir sind uns in der Bewertung des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine vollkommen einig“, sagt Merz bei seinem Indien-Besuch nach einem Treffen mit Ministerpräsident Narendra Modi. Druck auf Indien lehnte er ab. „Ich habe gleichzeitig verstanden, wie abhängig Indien auch über die letzten Jahre und Jahrzehnte von russischen Öl- und Gaslieferungen nach wie vor ist“, sagt er. Deutschland habe diese Abhängigkeit fast auf null reduzieren können. „So einfach geht das in Indien offensichtlich nicht, und ich bin der Letzte, der hier mit erhobenem Zeigefinger Besuch in anderen Ländern macht“, fügt er hinzu. „Wir reden vernünftig miteinander und wir versuchen, Lösungen zu finden.“ Wenn man Druck ausübe, sei dies nicht das richtige Instrument, um eine Partnerschaft auf eine neue Basis zu heben. (Reuters)
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Benjamin Reuter

Mehr als 7.400 Anklagen wegen Korruption, Amtsmissbrauchs und Kriegsverbrechen in der Ukraine im Jahr 2025

Im Jahr 2025 hat das staatliche Korruptions-Ermittlungsbüro der Ukraine insgesamt 7.420 Anklageschriften gegen knapp 8.000 Personen an ukrainische Gerichte übergeben. Dabei handelt es sich um Verfahren wegen Korruption, Amtsmissbrauch, Verstöße im Verteidigungsbereich, Straftaten von Polizeibeamten und Richtern sowie um Delikte gegen die nationale Sicherheit, wie das Büro auf seiner offiziellen Website mitteilt.

Unter den Angeklagten befinden sich hochrangige Staatsbedienstete, Abgeordnete, ehemalige Regierungsmitglieder, Richter:innen sowie zahlreiche Angehörige der Sicherheitsbehörden. Ein eigener Schwerpunkt betrifft Kriegsverbrechen und Kollaboration, die seit Beginn der russischen Vollinvasion systematisch dokumentiert werden.

Das Ermittlungsbüro betont, dass die hohe Zahl der Anklagen den Anspruch widerspiegelt, auch im Krieg rechtsstaatliche Verantwortung durchzusetzen – insbesondere dort, wo Korruption und Machtmissbrauch die Verteidigungsfähigkeit des Landes und das Vertrauen internationaler Partner beeinträchtigen. (Yulia Valova)
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