
© dpa/Ariana Cubillos
Könnte „höheren Preis zahlen als Maduro“: Trump droht Venezuelas Interimspräsidentin Rodríguez
US-Minister Rubio rechtfertigt Umfang des Einsatzes + UN-Sicherheitsrat berät am Montag über US-Angriff auf Venezuela + Klingbeil kritisiert US-Angriff + Der Newsblog.
Stand:
In der Nacht hat das US-Militär zahlreiche Angriffe auf Venezuela durchgeführt. Staatschef Nicolás Maduro wurde laut US-Präsident Donald Trump verhaftet und außer Landes geschafft.
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Trump droht Venezuelas Interimspräsidentin
US-Präsident Donald Trump hat der Interimspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, gedroht. „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen müssen, wahrscheinlich einen höheren als Maduro“, sagte Trump am Sonntag in einem Telefoninterview mit dem Magazin „The Atlantic“.„Ein Land wiederaufzubauen ist keine schlechte Sache“, fuhr der US-Präsident in dem Interview fort. Venezuela sei „bankrott“. Das ölreiche Land sei „in jeder Hinsicht eine Katastrophe“.
Trump hatte bereits am Samstag angekündigt, die großen US-Ölkonzerne würden nun in Venezuela „reingehen, Milliarden Dollar ausgeben, die schwer beschädigte Infrastruktur reparieren, die Öl-Infrastruktur, und anfangen, Geld für das Land zu machen“. Er fügte hinzu: „Wir werden große Mengen Öl verkaufen.“ (AFP)
Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet
Der gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll nach Medienberichten am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Es sei ein Termin eines New Yorker Bundesgerichts für Mittag (Ortszeit) angesetzt, berichteten unter anderem der Sender NBC News und die „New York Times“. Was genau bei dem Gerichtstermin passieren soll, blieb zunächst unklar. (dpa)EU: Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können
Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. „Das Recht des venezolanischen Volkes, über seine Zukunft zu entscheiden, muss respektiert werden“, schrieb die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einem Post auf X. Die Stellungnahme wird laut Kallas von 26 der 27 EU-Staaten unterstützt. Welches Mitgliedsland das Statement nicht mitträgt, blieb zunächst offen.Die EU stünde in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten sowie regionalen und internationalen Partnern, damit unter der Führung der Venezolaner eine verhandelte, demokratische, inklusive und friedliche Lösung der Krise gefunden werden könne, heißt es in dem Post.(dpa)
Venezuelas Militär stellt sich hinter Vizepräsidentin
Die Militärs in Venezuela unterstützen die Ernennung von Delcy Rodríguez zur Interims-Staatschefin. Verteidigungsminister Vladimir Padrino erklärte am Sonntag in einer Fernsehansprache, die Streitkräfte des Landes billigten die Entscheidung des Obersten Gerichts, die bisherige Stellvertreterin von Staatschef Nicolás Maduro nach dessen Gefangennahme durch das US-Militär mit den Amtsgeschäften zu betrauen.
Warum nicht mehr Festnahmen? Rubio rechtfertigt Umfang von Einsatz
US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, warum neben Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores bei dem US-Angriff auf Venezuela nicht weitere Regierungsmitglieder festgenommen worden sind. „Man kann nicht einfach reingehen und fünf Leute auf einmal festnehmen“, sagte er CBS News. Es gebe jetzt schon viel Kritik an dem US-Einsatz, an dem neben dem Militär auch Eliteeinheiten beteiligt waren.„Stellen Sie sich vor, was für ein Aufschrei von allen Seiten käme, wenn wir tatsächlich vier Tage dort bleiben müssten, um vier weitere Personen festzunehmen“, sagte Rubio weiter. Maduro und seine Ehefrau hätten im Rahmen der Operation „höchste Priorität“ gehabt, sagte er. (dpa)
Hegseth: Venezuela-Einsatz war „genau das Gegenteil“ zu Irak
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht bei dem US-Angriff auf Venezuela samt Festnahme des Staatschefs Nicolás Maduro keine Parallelen zum US-Einsatz im Irak. Auf die Frage, ob der Einsatz tatsächlich anders war als beim Intervenieren der US-Streitkräfte im Irak, sagte er beim Sender CBS News: „Es ist genau das Gegenteil. Wir haben jahrzehntelang Unsummen ausgegeben und mit Blut bezahlt, ohne wirtschaftlich etwas dafür zu erhalten.“ Präsident Donald Trump habe die Spielregeln geändert.Hegseth, der sich seit einiger Zeit als Kriegsminister bezeichnet, machte keinen Hehl aus den wirtschaftlichen Absichten der USA in Venezuela. „Wir können ihnen helfen und gleichzeitig die Vereinigten Staaten in der westlichen Hemisphäre stärken“, sagte er. Er rechtfertigte den Einsatz damit, dass Venezuela eine lange Geschichte als reiches und wohlhabendes Land gehabt habe. „Dies wurde seinen Bürgern durch eine schreckliche Führung gestohlen.“ (dpa)
Rubio: USA zu Zusammenarbeit mit derzeitiger Führung in Venezuela bereit
Die USA haben sich nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der verbleibenden Führung in dem südamerikanischen Land bereiterklärt. „Wir werden alles anhand ihrer Taten beurteilen und wir werden sehen, was sie tun“, sagte US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag dem TV-Sender CBS News. „Wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, werden die Vereinigten Staaten weiterhin über mehrere Einflussmöglichkeiten verfügen.“ (dpa)Klingbeil kritisiert US-Angriff
Brasilien verurteilt US-Angriff
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