Die Spekulationen um einen US-Militärschlag gegen Afghanistan haben am Montag neue Nahrung bekommen. Der pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharaf erklärte, er gehe von einem baldigen Angriff aus.
Taliban
Die Lage muss schon sehr verzweifelt sein, wenn sich die Hoffnungen auf einen 86-jährigen gestürzten Monarchen im Exil richten - zudem auf einen Mann, der zum Auslöser der schlimmsten Jahrzehnte in der Geschichte seines Volkes wurde. Sahir Schah, der letzte König Afghanistans, wurde 1973 abgesetzt - das Ergebnis eines Komplotts seines Vetters mit Rädelsführern verschiedener Stämme.
Angesichts der erwarteten US-Angriffe gegen Afghanistan formiert sich die Opposition des Landes, um im Fall eines Sturzes des Taliban-Regimes die Nachfolge zu regeln. Der frühere afghanische König Mohammed Sahir Schah empfing am Sonntag in seinem römischen Exil eine Delegation des US-Kongresses und Vertreter der afghanischen Opposition.
Die Taliban haben Osama bin Laden nach eigenen Angaben "unter Kontrolle". Sein Aufenthaltsort in Afghanistan sei aber nur den Sicherheitskräften bekannt, sagte am Sonntag der Taliban-Gesandte in Pakistan, Abdul Salam Saif.
Im letzten Moment hat der kleine Pariser Verlag Jean Picollec seiner eigentlich erst für das Jahresende geplanten Neuerscheinung noch den aktuellen Schliff verpasst. "Um den 11.
Die russische Armee hat nach Medienberichten mit der Lieferung von Kampfpanzern und Panzerwagen an die gegen das Taliban-Regime verfeindete Nordallianz in Afghanistan begonnen. Pioniereinheiten seien beim Übersetzen über den tadschikisch-afghanischen Grenzfluss Pandj von den Taliban beschossen worden, berichtete die russische Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Samstag.
Der Imam presst mit der Inbrunst von Gebärenden die Hände an den Kiefer und quält seine Stimmbänder: "OAlloahhh". Er ruft nicht von einem Minarett herab, er predigt im afghanischen Hochgebirge, ewiges Schlachtfeld seit Alexander des Großen.
Die Jagd nach den Helfern und Drahtziehern der Terroranschläge vom 11. September ist nach den Worten von US-Präsident George W.
Ein Geheimnis ist es nicht mehr: London und Washington schätzen die militärischen Optionen einer Afghanistan-Aktion zunehmend realistischer ein. Bestimmt wird die Strategie entscheidend davon, ob und wie genau die militärischen Nachrichtendienste den Aufenthaltsort bin Ladens bestimmen können.
Osama bin Laden stammt aus Saudi-Arabien, dem Heiligen Land der Muslime. Seine Regierung hat den Top-Terroristen vor Jahren des Landes verwiesen und distanziert sich demonstrativ von ihm.
Tagelange Ausdauermärsche gehören zum Ausbildungsprogramm der britischen Eliteeinheit Special Air Service (SAS), die sich bereits Kämpfe gegen die Taliban in Afghanistan geliefert haben soll. Eben diese Ausdauer bei langwierigen Einsätzen im Feindesland ist es, die den SAS neben vergleichbaren amerikanischen und französischen Elitetruppen für einen Einsatz in Afghanistan ins Gespräch gebracht hat.
Amerikaner und Briten ziehen ihre Truppen um Afghanistan zusammen. Schon werden erste Aufklärungs-Vorstöße auf Taliban-Gebiet gemeldet.
Die Geräte sind grün und zerbeult, made in UdSSR, made in USA, made in China. Die zwei Lastwagenbatterien, die daneben stehen, kommen aus Pakistan.
Was passiert, wenn das Taliban-Regime gestürzt wird?So seltsam es klingt, die Taliban haben eine Art von Ordnung und Frieden nach Afghanistan gebracht.
Es ist das erste Mal, dass die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen einen derartig dringenden Notruf ausgesandt haben: "Vergesst nicht die Menschen von Afghanistan. Lasst sie nicht verhungern oder im Krieg umkommen.
Großbritanniens Außenminister Jack Straw betonte bei seinem Besuch in Teheran nicht nur die Brutalität und Rechtlosigkeit des Taliban-Regimes. Er sprach auch von der konstruktiven Rolle, die der Iran als Nachbar bei der Zukunft Afghanistans spielen könne.
Seit Ende 1999 sind in Deutschland 13 Konten mutmaßlicher Terroristen aus dem Umfeld von Osama Bin Laden mit einem Gesamtguthaben von 2,7 Millionen Mark eingefroren worden. Dies sagte am Dienstag eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage.
Noch vor einer Woche sah Putin-Intimus Sergej Iwanow nicht einmal eine "hypothetische Basis" für die militärische Präsenz der Nato in den GUS-Staaten. Nach einem siebenstündigen Sitzungsmararathon Putins mit den Spitzen von Militär und Geheimdiensten am Wochenende am Schwarzen Meer musste Russlands Verteidigungsminister sich öffentlich korrigieren.
Die Chance für den Beginn einer "neuen Ära" zwischen Iran und dem Westen - so bewerten iranische Kommentatoren den Besuch des britischen Außenministers Jack Straw am heutigen Dienstag. In der Tat wäre es noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen, dass ein britischer Außenminister dem islamischen Regime in Teheran seine Aufwartung macht.
Der amerikanische Truppenaufmarsch am Persischen Golf geht unvermindert weiter. Während sich US-Präsident Bush auf seinem Landsitz in Camp David im Bundesstaat Maryland am Wochenende mit dem nationalen Sicherheitsrat beriet, hoben Kampfflugzeuge von Stützpunkten in den USA ab.
In der US-Regierung herrscht offenbar Uneinigkeit darüber, ob die Taliban in Afghanistan im Zuge des Militärschlags gegen den Terrorismus gestürzt werden sollen. Diese Absicht nannte die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice am Sonntag in einem Fernsehinterview mit Fox News.
Die Friedens- und Konfliktforschung erlebte ihre Blütezeit während des Kalten Krieges. Es galt Vorkehrungen gegen die drohende atomare Apokalypse zu treffen.
"Wir stehen an Deiner Seite, Amerika", hieß es in ganzseitigen Anzeigen in US-Tageszeitungen vergangene Woche. Auftraggeber war die saudi-arabische Botschaft in Washington.
Der Islam:Ralf Elger, Friederike Stolleis (Hg.): Kleines Islam-Lexikon.
Bei der Terror-Fahndung in Deutschland verdichten sich Hinweise auf einen direkten Kontakt der mutmaßlichen Täter aus Hamburg zu dem Terroristenführer bin Laden. Zudem haben US-Agenten offenbar den mutmaßlichen Attentäter Mohammed Atta im vorigen Jahr im Großraum Frankfurt (Main) observiert und ihn bei Beschaffung von Chemikalien beobachtet.
Die Amerikaner haben dem pakistanischen Militärherrscher Pervez Musharraf die Pistole auf die Brust gesetzt. Anders als früher kann der General dem Druck nun nicht mehr ausweichen.
Die Frau steht weinend neben dem Transparent. Sie ist Mitte 40 und trägt ein pfirsichfarbenes Kopftuch.
Anhänger des Taliban-Regimes in Afghanistan haben sich am Freitag in Pakistan Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach den Freitagsgebeten strömten in Peschawar, Islamabad und Lahore tausende Menschen auf die Straßen, um sich an den von radikalen Moslems ausgerufenen Demonstrationen zu beteiligen.
US-Präsident George W. Bush hat in einer Rede vor dem Kongress in Washington die Staaten der Welt aufgerufen, sich gegen den Terrorismus an die Seite der USA zu stellen.
Die Macht sei leicht zu erobern, aber schwer zu behaupten, wusste schon Lenin. Mit Afghanistan verhält es sich ähnlich.
Gibt es einen Masterplan im Kampf gegen den internationalen Terrorismus? Man muss es sich wohl ganz anders vorstellen: Die Spitzenpolitiker in aller Welt machen sich Gedanken, welche Konsequenzen aus dem Anschlag vom 11.
In der US-Administration gibt es offenbar erste Unstimmigkeiten über den Zeitpunkt und Umfang der militärischen Offensive gegen den Terrorismus. Das berichtete am Donnerstag die "New York Times".
Die in Afghanistan regierenden Taliban gehen auf Distanz zu dem als Drahtzieher der Terroranschläge in den USA verdächtigten Osama bin Laden. Der geistliche Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar wolle den Moslemextremisten zur Ausreise auffordern, sagte Erziehungsminister Amir Chan Mutaki am Donnerstag.
In Berlin lebende Exil-Afghanen haben sich gestern mit Friedensappellen an die Öffentlichkeit gewandt. "Nehmen Sie den Tod deutscher Soldaten und afghanischer Zivilisten nicht in Kauf.
Die muslimisch geprägte Stammeskultur Afghanistans ist eine Kultur der Höflichkeit. Zwar gehen sich die Clans auch schon mal gegenseitig an die Gurgel.
Nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center ist die Nachfrage nach Werken von Nostradamus in den New Yorker Buchläden sprunghaft gestiegen. Einem Bericht der "New York Times" zufolge gehören drei Nostradamus-Ausgaben, in denen der fanzösische Astrologe und Physiker im 16.
Das britische Außenministerium hat am Mittwoch alle britische Staatsbürger aufgefordert, Pakistan zu verlassen. Der "Daily Telegraph" hatte zuvor die Ankunft "einer Truppe britischer Muskelmänner in Zivil" in Islamabad gemeldet.
Bisher ist es nur ein Sandkastenspiel für Generalstäbler: Zunächst Flächenbombardements der US-Air-Force, und dann sollen sich die Afghanen gefälligst selbst von der Diktatur der Taliban befreien. Am liebsten wäre es den Amerikanern wohl, die so genannte Nordallianz, die den Norden des Landes hält, spielte die Rolle der Bodentruppen, um das einmal weichgebombte Taliban-Regime zu stürzen.
In Afghanistan hält die Flucht von Zehntausenden von Menschen aus ihren Heimatstädten unvermindert an. Außerdem reichten nach neuen Schätzungen die Nahrungsmittelvorräte des Welternährungsprogrammes (WFP) nur noch zwei bis drei Wochen, sagte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR), Peter Kessler, am Mittwoch in Genf.
Aus Afghanistan strömen nach UN-Angaben weiterhin Flüchtlinge in Scharen aus Angst wegen eines möglichen US-Militärschlags. Rund 5000 Flüchtlinge hätten nahe der Provinzhauptstadt Quetta die Grenze zu Pakistan erreicht, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit.