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Thema

Energiewende

Das Ende der Kohle ist klimapolitisch notwendig. Diese Erkenntnis setzt sich langsam durch. Greenpeace bei einer Schornsteinbesetzung.

Alle reden über „Dekarbonisierung“, den Kohle-Ausstieg. Eine deutsche Studie zeigt, wie es gehen soll. Aber weltweit wird immer noch viel zu viel in neue Kraftwerke investiert.

Von Dagmar Dehmer

Der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) reist Ende November als Regierungsberater zum Weltklimagipfel nach Paris. Einen Erfolg des Gipfels hält er für möglich – zumindest ein Minimalergebnis. Das Jahr 2015 sieht er bereits jetzt als Wendepunkt in der weltweiten Klimadebatte.

Von Jan Kixmüller

Als „unermüdlicher und überzeugten Kämpfer“ für den Umweltschutz ist am Mittwoch der Gründungsdirektor des Potsdamer Nachhaltigkeits-Instituts IASS, Klaus Töpfer, gewürdigt worden. Der frühere Bundesumweltminister habe sich immer wieder Zukunftsfragen wie etwa der Energiewende oder einer nachhaltigen globalen Entwicklung gewidmet, sagte der Staatssekretär im Brandenburger Wissenschaftsministerium, Martin Gorholt, auf einem Symposium in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.

Von Christine Fratzke

Die Universität muss Wissen nachhaltig vermitteln, denn Wissen ist der Rohstoff für Bildung. Eine Kolumne von HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz.

"Auch zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors und der Chemieindustrie kann nur Windgas die erforderlichen Mengen an Treibstoffen und Rohstoffen bereitstellen"

Es braucht bezahlbare Langzeitspeicher, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu garantieren. „Windgas“ das aus erneuerbaren Stromüberschüssen erzeugt werden kann, ist die Lösung des Problems, so Sönke Tangermann (Greenpeace Energy). Für den Erfolg der Energiewende ist es aber fundamental, dass die Bundesregierung die Windgas-Technologie  in ihren Energieszenarien und dem Strommarktgesetz angemessen berücksichtigt. Ein Debattenbeitrag.

"Grenzüberschreitender Handel ist einer der wesentlichen Schlüssel für erhöhte Flexibilität am Strommarkt"

Im Lichte der Energiewende hat sich der Strommarkt für den Kurzfristhandel in Deutschland und Europa schnell gewandelt. Anstelle von stündlichen Verträgen rücken 15-Minuten-Kontrakte nach und nach in den Fokus, schreibt Wolfram Vogel (EPEX SPOT). Doch die Entwicklung steht erst am Anfang – und die europäische Dimension wird zu oft vergessen. Dabei ist sie entscheidend für die Versorgungssicherheit. Ein Debattenbeitrag.

Von Dr. Wolfram Vogel

Ob ein Käufer Vattenfalls Lausitz-Sparte langfristig rettet, ist ungewiss. Die Pläne für den Tagebau Jänschwalde-Nord könnten schon 2016 begraben werden

Von Alexander Fröhlich
"Es bringt dem System langfristig nichts, wenn der Staat bestimmte Flexibilitätsanbieter wie z. B. neue Speicher mit Subventionen überversorgt"

Um die Systemkosten insgesamt zu verringern, muss jeder Flexibilitätsanbieter den gleichen Preissignalen ausgesetzt sein, schreibt Barbara Lempp (EFET). Darüber hinaus fordert sie eine Aufhebung des Mark-up-Verbots, welches Unternehmen mit einer marktbeherrschenden Stellung untersagt, Strom zu einem Preis oberhalb ihrer Grenzkosten anzubieten. Ein Debattenbeitrag.

„Weniger gesicherte, flexible Kraftwerkskapazität und mehr dezentrale, volatile erneuerbare Energien lassen auch die Belastung für Stromnetze und Versorgungssicherheit steigen.“

Der Netzausbau zwischen Nord- und Süddeutschland sowie die Weiterentwicklung der Regelenergiemärkte sind dringend geboten. Kurzfristig kann eine Kapazitätsreserve helfen, Erzeugung und Verbrauch auszugleichen und die Versorgung zu sichern, schreibt Dr. Urban Keussen (TenneT). Ein Debattenbeitrag.

Von Dr. Urban Keus
„Die steigenden Anforderungen der Energiewende sind allerdings mit der zersplitterten Verteilnetzstruktur nicht zu bewältigen.“

Ein Marktmodell für die Erschließung von Flexibilitätsoptionen muss regionale Wetter- und damit Erzeugungsbedingungen im Blick haben und für einen freien Wettbewerb sorgen – reine Preisanreize reichen nicht aus. Robert Busch (bne) plädiert daher für die Einführung des Flexmarkt-Modells. Ein Debattenbeitrag.

„Mithilfe ‚netzdienlicher Flexibilitätsnutzung‘ soll ein volkswirtschaftlich ineffizienter Netzausbau vermieden werden.“

Stromspeicher sind mit Blick auf die Netzstabilität und den Strommarkt die in ihrer Nutzung variabelste Flexibilitätsoption, schreiben Dr. Torsten Hammerschmidt und Torsten Knop (RWE Deutschland AG). Aufgrund der zusätzlich anfallenden Investitionskosten für Speicher ist es ökonomisch jedoch sinnvoller, zunächst Flexibilitätspotenziale auf der Nachfrageseite und durch die Umrüstung bestehender Anlagen zu erschließen. Ein Debattenbeitrag.

Von Dr. Torsten Hamme
„Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Verteilungsnetzen.“

Die Energiewende findet in den Verteilungsnetzen statt. Über sie werden erneuerbare Energien zu fast 97 Prozent eingespeist, schreibt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer (VDE). Damit deren Integration gelingt, sind sowohl technische Lösungen wie Smart-Grid-Technologien als auch die marktbasierte Nutzung regionaler Flexibilitätsoptionen erforderlich. Ein Debattenbeitrag.

Von Dr.-Ing. Hans Heinz Zim
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