
Kanzlerin Merkel packt Pathos in ihre Regierungserklärung zu Europa. Doch von Euro-Bonds will sie nichts wissen.

Kanzlerin Merkel packt Pathos in ihre Regierungserklärung zu Europa. Doch von Euro-Bonds will sie nichts wissen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt um Verständnis für eine ruhige Gangart im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise. „Es gibt keine schnelle und es gibt keine einfache Lösung“, sagte sie.
Lesereihe in der Jesus-Christus-Kirche in Dahlem.
Volker Meid (Hg.):Kennst du das Land?

Wenn Bundespräsidenten einen Preis bekommen, spenden sie normalerweise das Geld. Bei Christian Wulff landeten zeitweise jedoch 10.000 Euro auf dem Privatkonto. Jetzt befasst sich die Staatsanwaltschaft mit dem Thema.
Deutschlandjahr in Russland eröffnet.

Er will das ESM-Gesetz nicht unterschreiben, hat die Deutschen „glückssüchtig“ genannt und die Energiewende kritisiert: Joachim Gauck hat in seinen ersten 100 Tagen als Bundespräsident gemacht, was erwartet wurde - er hat überrascht. Das Volk liebt die Tränen in den Augen seines Präsidenten.

Mit der Bitte, Gauck solle das ESM-Gesetz zunächst nicht unterzeichnen, bringt Karlsruhe den Euro-Rettungsfahrplan durcheinander.

Bundespräsident Gauck unterschreibt das Gesetz für den dauerhaften europäischen Rettungsschirm auf Bitten des Verfassungsgerichts vorerst nicht. Der Grund sind einige Eilanträge, unter anderem von den Linken. Für die Märkte ist das eine schlechte Nachricht: Drohen Turbulenzen?

Bei Obst und Saft feiert der Bundespräsident mit engagierten Jugendlichen auf Schloss Bellevue.

Erst im Frühjahr kommenden Jahres will die SPD ihren Kanzlerkandidaten bestimmen. Immer wahrscheinlicher wird, dass dieser Sigmar Gabriel heißen wird. Die Zeit spielt für ihn.
Von Andreas Heinz .

Vor 40 Jahren begann die Watergate-Affäre. Heute erregen sich die Medien über einen fliegenden Ministerteppich. Während die Missstände abnehmen, nimmt die Frequenz der Skandale zu.

Das Spiel heute Abend gegen Dänemark könnte Lukas Podolskis 100. Länderspiel sein, wenn er aufgestellt wird. Damit wäre er der jüngste Spieler in Europa mit dreistelliger Länderspielzahl. Das ist ihm wichtig - aber nicht zu sehr.

Früher lief Nesthäkchen zu Oma und Opa. Die hörten zu, die gaben Rat. Und heute? Heute sind Oma und Opa meist ausgeflogen.

Die Krise im Euro-Raum scheint Deutschland nichts anzuhaben - noch nicht. In einer Regierungserklärung zum G20-Gipfel Anfang nächster Woche hat Bundeskanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, die Lasten einiger Staaten auf scheinbar starke Schultern abzuwälzen.

Unter der Kuppel des Bundestages geht es hitzig zu: wie die Großen debattieren über 300 Jugendliche beim Planspiel "Jugend und Parlament". Viele Mini-Abgeordnete sind schon halbe Polit-Profis.
Bundespräsident Joachim Gauck sagt viel Bedenkenswertes, aber zu viel in zu kurzer Zeit
Noch keine 100 Tage ist Joachim Gauck Bundespräsident. Von sich reden gemacht hat der erste Mann im Staate trotzdem schon mehrfach.

Die SPD-Troika stärkt Hollande den Rücken.

An einen politischen Bundespräsidenten müssen sich die Deutschen erst wieder gewöhnen. Und der Präsident sich an die Deutschen. Im Moment sagt Joachim Gauck viel Bedenkenswertes - aber zu viel in zu kurzer Zeit.

Der Bundespräsident will von den Deutschen mehr Anerkennung für ihre Soldaten. Die Frage ist, ob er den richtigen Ton getroffen hat.

Koalition und Opposition haben sich darauf verständigt, den umstrittenen Fiskalpakt gemeinsam mit dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM am 29. Juni zu verabschieden. Dennoch: Detailfragen sind weiterhin offen.
Berlin -Unmittelbar nach der Verhandlungsrunde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Fiskalpakt reisen die drei potenziellen SPD-Kanzlerkandidaten am heutigen Mittwoch nach Paris. Der französische Präsident François Hollande empfängt Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück wie Staatsgäste im Élysée-Palast.

Die Deutschen sind kriegsmüde, eine Mehrheit von ihnen lehnt den Einsatz in Afghanistan ab. Nun meldet sich Bundespräsident Joachim Gauck zu Wort und bittet um mehr Verständnis für die deutschen Auslandseinsätze. Die Bundeswehr sei ein "Friedensmotor".
Joachim Gauck hört Bruckner und die Russen lieben Raffael: ein Besuch in Dresden.

Angesichts der dramatischen Lage in Spanien wollen die Europäer die Banken stärker kontrollieren. Wie kann das gehen?
Der neue Bundespräsident Joachim Gauck hat noch nicht einmal die hundert ersten Tage im Amt verbracht, die man jedem neuen Amtsinhaber kritikfrei zugesteht, nun hat er denkbar schwierige Auslandsreisen absolviert. Und schon macht sich das Kommentariat über seine Äußerungen her.

Die Deutschen wollten einen Präsidenten mit einem eigenen Kopf, einen, der sagt, was er denkt. Sie wollten Gauck - und nun ist es auch wieder nicht recht.
Seine Deutschland-Tournee hat er soeben in Berlin abgeschlossen. David Graebers dickes rotes Buch „Schulden.
Moses Mendelssohn Zentrum ehrte Verlegerin Friede Springer für ihren Beitrag zur Aussöhnung von Juden und Deutschen.
Seine Deutschland-Tournee hat er soeben in Berlin abgeschlossen. David Graebers dickes rotes Buch „Schulden.

Avi Primor, Israels früherer Botschafter in Deutschland, über den Auftritt des Bundespräsidenten, Günter Grass - und die Ursachen deutscher Voreingenommenheit gegenüber Israel.

Erst die Sache mit der "Staatsräson", dann die Distanzierung von der Rolle des Islam in Deutschland: Joachim Gauck prägt keine Worte, sondern entprägt sie. Doch das ist zu wenig für einen Bundespräsidenten.
Für deutsche Spitzenpolitiker, die nach Israel fahren, steht die Choreografie fest. Erster Teil: Empathie, Zerknirschung und Treuegelöbnis in der Gedenkstätte Jad Vashem, poetisch-pathetischer Eintrag ins Gästebuch, Betonung der „einzigartigen Beziehungen zu“ und „besonderen Verantwortung für“ Israel, Verurteilung aller antiisraelischen Ressentiments, Verständnis für das Bedrohungsgefühl, Warnung vor Irans Atomprogramm.

Joachim Gauck besucht bei seiner Nahost-Reise auch die Palästinensergebiete. Den Menschen dort versichert der Bundespräsident, er habe in Israel für Mäßigung beim Bau neuer Siedlungen geworben. Doch den Palästinensern ist das nicht genug.
Bundespräsident Gauck mahnt Israel vorsichtig zur Mäßigung beim Siedlungsbau – den Palästinensern ist das nicht genug.
Turnerfest im Westen, Kinderparty im Osten.

Deutschland steht "fest und entschlossen an der Seite Israels", versicherte Bundespräsident Gauck gegenüber dem israelischen Ministerpräsidenten. Den von Angela Merkel verwendeten Begriff der "Staatsräson vermied er aber bewusst.

In Israel hat Joachim Gauck gezeigt, dass er das Amt des Bundespräsidenten mit Würde ausfüllt. Er zeigt Empathie und findet die richtigen Worte. Nur eines ist ihm misslungen: Als er sich von der Formulierung der Kanzlerin absetzte, Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson.
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