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Thema

Frank-Walter Steinmeier

SPD-Fraktionschef Steinmeier lässt die Haltung seiner Partei zu Merkels Rettungsplan offen und fordert stärkere Regulierung der Finanzmärkte. Die Linke kritisiert das Gesetz als Hilfe für Spekulanten.

Von Christoph Seils
Spekulanten wetten an den Börsen auch auf die mögliche Pleite von Staaten.

Griechenland ist nur der Anfang. In der Bankenkrise haben Staaten so hohe Schulden angehäuft, dass sie ihrerseits zum Krisenherd werden. Spekulanten setzen auf die nächsten Freikaufprogramme. Das kann nicht gut gehen.

Von Harald Schumann

Bundespräsident Horst Köhler hat zur Hilfe Griechenlands aufgerufen. Deutschland sollte auch in eigenem Interesse einen Beitrag zur Stabilisierung Griechenlands leisten, sagte Köhler am Donnerstag beim Münchner Wirtschaftsgipfel des Ifo-Instituts.

Wenn die SPD der Bundesregierung Vorhaltungen macht, in Sachen Griechenlandhilfe taktiert zu haben, dann muss sie sich womöglich bald selbst diesen Vorwurf gefallen lassen. Jedenfalls scheinen auch die Sozialdemokraten nicht verstanden zu haben, dass mit jedem Tag, an dem in Deutschland über Hilfskredite diskutiert wird, die Kreditwürdigkeit Griechenlands an den Finanzmärkten weiter abnimmt.

Mit jedem Tag, an dem in Deutschland über Hilfskredite diskutiert wird, sinkt die Kreditwürdigkeit Griechenlands an den Finanzmärkten. Das müsste auch der SPD klar sein.

Von Fabian Leber

Am Montagabend wurde Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Roland-Berger-Preis für Menschenwürde ausgezeichnet. Allerdings konnte Kohl an der Gala aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Gefeiert wurde er dennoch.

Von Elisabeth Binder

Verteidigungsminister Guttenberg bittet bei der Trauerfeier für vier in Afghanistan getötete Soldaten im Ingolstädter Münster um Verzeihung.

Von Sabine Beikler
Die Särge der vier Gefallenen waren im Münster aufgebahrt.

Mit einer bewegenden Trauerfeier in Ingolstadt hat Deutschland Abschied von den vier am 15. April in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten genommen. Verteidigungsminister Guttenberg würdigte die Verdienste der Soldaten - und bat um Verzeihung.

Nach der Einstellung des Verfahrens gegen Oberst Georg Klein ist zwischen Union und Opposition ein Streit über die weitere Arbeit des Kundus-Untersuchungsausschusses des Bundestages ausgebrochen. Die Opposition besteht weiter auf einer politischen Aufarbeitung des Luftangriffs.

Von
  • Robert Birnbaum
  • Hans Monath
Trauernde in Krakow

Mit einer Schweigeminute begann die Trauermesse, rund 50.000 Menschen drängten sich, um der Zeremonie in Krakau zu folgen. Bei der Beisetzung von Lech und Maria Kaczynski in Krakau hält die polnische Nation noch einmal inne.

Berlin - Wer Frank-Walter Steinmeier am Tag nach dem folgenschweren Anschlag auf die Bundeswehr in Baghlan im „Morgenmagazin“ zuschaut, der lernt vor allem, was der SPD-Fraktionschef jetzt nicht will – nämlich Mandatsdebatten führen. Er sei doch sehr dafür, sagt Steinmeier, dass alle kurz innehielten „und nicht so tun, als wüssten wir, was im Detail verändert werden muss“.

Von Robert Birnbaum
Die Linke fordert "Abziehen statt aufstocken". Immer mehr Menschen in Deutschland stimmen dieser Forderung zu.

Nach dem Tod von vier Bundeswehrsoldaten beginnt in der Bundespolitik eine neue Debatte darüber, ob das bisherige Mandat der Bundeswehr der neuen Lage und Strategie in Afghanistan noch gerecht wird.

Von Christoph Seils
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Wenn die Deutschen ein ideales Staatsoberhaupt hätten erfinden dürfen, wäre Richard von Weizsäcker herausgekommen. Wie kaum ein anderer hat er das Land als Bundespräsident geistig geprägt. Am Donnerstag wird er 90.

Von Hermann Rudolph
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Jubelschreie, Kuhglockengebimmel, Kanada-Flaggen werden heftig geschwenkt: Acht deutsche Schüler berichteten von den Paralympics in Kanada – ein begeisterter Blick zurück.

Von Annette Kögel
Kohl

16 Jahre Kanzler, 25 Jahre Parteivorsitzender und nun 80 Lebensjahre. Über Helmut Kohl, den Kanzler der Einheit, den großen Europäer aus der Pfalz, den Spendensünder, ist viel gesagt, gerichtet und gespottet worden. In unzähligen Büchern kommt er vor, manche hat er selbst geschrieben. Heute lobt ihn der Bundespräsident hoch. Und dennoch: Es bleiben Fragen.

Wer Kinderpornografie nur wegsperrt, wird nicht verhindern können, dass es das Material trotzdem gibt und dass immer neues in Umlauf kommt. Onlinesperren wirken nicht einmal als Placebo gegen Kinderpornografie. Die Risiken und Nebenwirkung aber sind unübersehbar.

Von Christian Tretbar

Berlin - Die erste Wortmeldung von Bundespräsident Horst Köhler nach mehreren Wochen ist am Montag auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während SPD und Grüne die Kritik Köhlers an der schwarz- gelben Bundesregierung begrüßten, äußerte sich die Linkspartei enttäuscht darüber, dass der Präsident zu den Thesen von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zum Sozialstaat keine Stellung genommen habe.

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