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Thema

Nina Warken

Krankheit verursacht in Deutschland extrem hohe Kosten für Unternehmen und Krankenkassen. Weltweit ist der Arbeitsausfall nur in den USA und in Österreich teurer, ergab eine am Montag veröffentlichte Studie des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München.

Als Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) vor knapp einem Jahr ihr Amt antrat, galt sie als die Ressortchefin mit den meisten Lachfalten im Gesicht. Mit ihrer Fröhlichkeit sollte die Rheinländerin im ewigen Gezänk der Medizin-Mogule für Ruhe sorgen, lautete der Auftrag von Kanzler Gerhard Schröder (SPD).

Von Carsten Brönstrup

In der Debatte um das Arznei-Sparpaket hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Rückendeckung von ihrem Mainzer Amtskollegen Florian Gerster (SPD) erhalten. Gerster unterstützte die geplante Verordnung von Wirkstoffen statt Medikamenten.

Das Arzneimittel-Sparpaket von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ist umstritten - vor allem unter den Ärzten und Apothekern, die damit später arbeiten müssen. "Ich befürchte, dass die neue Regelung gerade älteren und chronisch kranken Patienten Probleme bereiten wird", sagt Wolfgang Kreischer, Arzt für Allgemeinmedizin in Berlin-Zehlendorf (Foto: promo).

Für Politiker sind die unangenehmsten Katastrophen solche, die vorher angekündigt werden: Treffen sie keine Vorbereitungen, ist im Ernstfall der Rücktritt fällig. Machen sie umgekehrt zu viel Wind, werden sie im Zweifel der Geldverschwendung und Panikmache beschuldigt.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben gestern geschlossen mit scharfer Ablehnung auf die Einigung zwischen der Bundesregierung und der deutschen Pharmaindustrie reagiert, nach der die Unternehmen im kommenden Jahr 400 Millionen Mark pauschal zur Sanierung des Gesundheitswesens bezahlen. Diese Summe hatten die Unternehmen der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) angeboten, wenn die im Gegenzug auf die staatlich verordnete Preisreduzierung für patentgeschützte Arzneien von vier Prozent verzichtet.

Die gesetzlichen Krankenkassen werden in diesem Jahr erstmals mehr Geld für Arzneimittel als für Arzthonorare ausgeben. Die Ersatz- und Betriebskrankenkassen fordern daher von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), den Versandhandel von Arzneimitteln zu erlauben.

Zwei ernste Verdachtsfälle auf Milzbrand-Erreger in Deutschland haben sich nicht bestätigt. Nach Untersuchungen im Berliner Robert-Koch-Institut gab Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Freitagabend Entwarnung.

Auf Druck der Pharmaindustrie und der Chemiegewerkschaft wird das von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geplante Arznei-Sparpaket möglicherweise weiter abgemildert. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" wollen sich SPD und Grüne auf ein Tauschgeschäft einlassen und geplante Regelungen durch Alternativen ersetzen.

Ärztevertreter üben deutliche Kritik an dem Gesundheitspass, wie ihn Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) einführen möchte. Der Präsident der Bundesärztkammer, Jörg-Dietrich Hoppe, nannte die Chipkarte zwar "diskussionswürdig", auf der neben Arzneimitteln auch Informationen zu Erkrankungen, Diagnosen und erfolgten Untersuchungen des Patienten gespeichert wären.

Die Röntgenaufnahme vom letzten Kreuzbandriss werden die Bürger auch in Zukunft nicht in der Brieftasche mit sich herumtragen. Aber die Tatsache, dass das verletzte Knie geröntgt wurde, könnte im Chip auf der Krankenkassenkarte gespeichert sein.

Harte Zeiten für die Gesundheitsministerin. Nachdem Ulla Schmidt erst am Montag den voraussichtlichen Anstieg der Krankenkassenbeiträge auf mindestens 13,8 Prozent anzukündigen hatte, musste sie sich zwei Tage später von Expertenseite die Mitschuld an der Finanzmisere bescheinigen lassen.

Von Rainer Woratschka

Die Gesundheitsministerin hat gestern zugegeben, dass die Kassenbeiträge im kommenden Jahr auf durchschnittlich 13,8 Prozent steigen werden. Damit hat die Bundesregierung nun auch offiziell ihr Scheitern eingestanden: bei dem Ziel, die Sozialbeiträge bis zur Wahl auf einen Satz von unter vierzig Prozent zu drücken.

Noch in dieser Legislaturperiode will die Bundesregierung ein Gentest-Gesetz verabschieden. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will festschreiben, dass Gentests generell freiwillig sein müssen, dass Dritte, etwa Versicherungen oder Arbeitgeber, den Zugang zu den Daten nicht erzwingen dürfen und dass dem Test eine Beratung vorhergehen muss.

Ulla Schmidt erinnert seit ihrem Amtsantritt eher an eine Feuerwehrfrau als an eine Gesundheitsministerin. Zu Beginn des Jahres drohte ein Krach mit den Ärzten, die über Geldmangel klagten - prompt schaffte Schmidt die Arzneibudgets der Mediziner ab, um wieder Ruhe zu bekommen.

Bundeswirtschaftminister Werner Müller (parteilos) hat "ordnungspolitische Schwierigkeiten" mit dem Sparpaket von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Ihr Plan, den Pharmaherstellern fünf Prozent weniger für deren Arzneien zu zahlen, könne dazu führen, dass die GenerikaHersteller vom Markt gedrängt werden.

Das Sparpaket von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zur Senkung der Arzneimittelausgaben der Krankenkassen steht auf der Kippe. Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) meldet schwere ordnungs- und industriepolitische Bedenken gegen die Maßnahmen an, mit denen seine Kabinettskollegin die Kassen um drei Milliarden Mark entlasten will.

Angesichts des Milliardendefizits bei den Krankenkassen will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) deren Spitzenverbände kurzfristig zu einem Krisengespräch einladen. Dies kündigte die Ministerin am Montag nach dem zweiten Treffen des Runden Tisches im Gesundheitswesen im Schloss Ziethen nördlich von Berlin an.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat eine Überprüfung der Abgabebedingungen für das Potenzmittel Viagra auf europäischer Ebene gefordert. Die Zahl von bisher 30 Todesfällen in Deutschland im Zusammenhang mit Viagra sei erschütternd, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) plant Maßnahmen, um die explodierenden Kosten für Arzneimittel kurzfristig in den Griff zu bekommen. Ihr Ministerium überlege "eine ganze Menge an Instrumenten", sagte sie am Mittwoch in Berlin, als sie die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung im 1.

Ewige Singles, junge Doppelverdiener-Paare oder notorische Kinderhasser - das war bislang die Zielgruppe Nummer einsfür private Krankenversicherungs-Unternehmen. Sie locken mit luxuriösen Leistungen - Medikamenten ohne Zuzahlung, Kuren, regelmäßig neuen Brillen oder Hörgeräten, hohen Zuschüssen beim Zahnersatz - und vor allem: mit einer Vorzugsbehandlung beim Arzt, in der Praxis ebenso wie im Krankenhaus.

Von Carsten Brönstrup

Nachdem die Ersatzkassen in der gesetzlichen Krankenversicherung Erhöhungen ihrer Beiträge angekündigt haben, rechnet nun auch der Bundesverband der AOK mit Erhöhungen um bis zu 0,5 Prozentpunkte in nächster Zeit. "Ich glaube, dass der durchschnittliche Beitragssatz aller Kassen von 13,5 Prozent, wo er sich jetzt einpendelt, auf über 14 Prozent steigen wird", sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Hans Jürgen Ahrens am Freitag im Berliner Inforadio.

Die Probleme im Gesundheitswesen "lassen sich nicht durch eine Sofortreform aus einem Guss korrigieren". Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nickte zustimmend, als Friedrich Wilhelm Schwartz diesen Satz sagte.

Die wachsende Finanznot vieler gesetzlicher Krankenkassen lässt Beitragserhöhungen auf breiter Front immer wahrscheinlicher werden. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) räumte am Donnerstag in Berlin ein Defizit der Kassen von etwa fünf Milliarden Mark im ersten Halbjahr ein.

Die kritischen Stimmen gegen den von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geplanten Arzneimittel-Pass mehren sich. "Ein Arzneimittel-Pflichtpass ist eine Sackgasse", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Rolf Hoberg: "Er führt weder zu mehr Arzneimittelsicherheit noch zu einer qualitativ besseren Therapie, sondern verursacht nur milliardenschwere, nutzlose Mehrkosten.

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