zum Hauptinhalt
Thema

RAF

Am Montag werden drei Stuttgarter Richter nach Aichach reisen, um die frühere RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt im Gefängnis zu begutachten. Im Anschluss könnte die heute 57-Jährige auf Bewährung freikommen.

Nach 24 Jahren im Gefängnis hat die ehemalige RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt beim Stuttgarter Oberlandesgericht ihre Freilassung beantragt. Ein ähnliches Gesuch war im März 2006 abgelehnt worden.

Er war der Gegenentwurf. Als 1993 der Nationalliberale Alexander von Stahl als Generalbundesanwalt über die missglückte RAF-Fahndungsaktion von Bad Kleinen gestrauchelt war, hielt Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) Ausschau nach einem liberaleren, zurückhaltenderen und weniger politisch agierenden Amtsnachfolger.

Von Christian Tretbar

Ulrike Meinhof war als junge Frau eine politisch aktive Studentin und bekannte Journalistin. Doch Anfang der Siebzigerjahre wird sie Mitbegründerin der RAF.

Das Phänomen, das einen ihrer Vorgänger das Leben gekostet hat, für einen weiteren zum Thema seines Lebens wurde und über das ein dritter sein Amt verlor, wird ihre Zeit als Generalbundesanwältin wohl kaum noch prägen: der Terror der Rote Armee Fraktion ist – anders als zu Zeiten der Vorgänger Buback, Rebmann und von Stahl – schon lange nicht mehr wichtigstes Beschäftigungsgebiet der Generalbundesanwaltschaft. Der Terror, mit dem sich Monika Harms, die im Mai neue oberste Anklägerin der Republik werden soll, auseinander setzen muss, ist inzwischen islamistisch.

Von Moritz Schuller

Der Genaue, der Gelassene: Hans Helmut Prinzler, Chef des Berliner Filmmuseums, geht in Pension. Ein Abschiedsgruß von Rosa von Praunheim

Berlin - Sie sei verfassungswidrig, habe in der Praxis nichts gebracht und unterlaufe den Anspruch eines Angeklagten auf ein faires Verfahren – so verteufeln ihre Gegner die Kronzeugenregelung. Ohne sie sei der Kampf gegen die organisierte Kriminalität und gegen den Terrorismus ein fast hoffnungsloses Unterfangen, beschwören die Befürworter das Instrument.

Von Christian Tretbar

Die Utopie vom wohlgeordneten Haus: Das deutsche Sicherheitsdenken berauscht sich an einem Staat, der alles heilt

Kunstfotos einer ExTerroristin sollten nicht im Berliner Abgeordnetenhaus gezeigt werden. Dieser Ansicht sind 60,7 Prozent der Anrufer, die sich am Wochenende am Pro & Contra beteiligt haben.

Im Zentrum der Berliner RAF-Ausstellung stehen „Die Toten“ von Hans-Peter Feldmann. Eine Nahaufnahme

Von Nicola Kuhn
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })