
Das Wort Katastrophe klingt für japanische Ohren anders als für deutsche

Das Wort Katastrophe klingt für japanische Ohren anders als für deutsche

Als Folge der Reaktorunfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima verkündet die Kanzlerin ein dreimonatiges Moratorium der im Herbst 2010 beschlossenen Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke.

Als Folge der Reaktorunfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima verkündete Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin ein dreimonatiges Moratorium der im Herbst 2010 beschlossenen Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke.

Düsseldorf - Die krisengeschüttelte Bankenbranche scheint von der Katastrophe in Japan weniger belastet zu sein als andere Wirtschaftszweige – obwohl die deutschen Finanzinstitute mehr Geld an Japan verliehen haben als an Griechenland. Während sich die Aussichten für die Versicherer nach dem Erdbeben deutlich eingetrübt haben, waren Bankwerte am Montag an der Börse sogar äußerst gefragt.

In Japan stehen drei Reaktorblöcke auf der Kippe. Erneut kam es zu einer Explosion, zeitweise waren die heißen Uranbrennstäbe ohne Kühlung. Für den Dienstag sagen Meteorologen einen "kritischen Tag" vorher.

An der Frankfurter Börse setzen sich die Verluste vom Freitag fort. Massive Einbrüche wie im japanischen Aktienmarkt gibt es nicht - dort müssen unzählige Unternehmen ihre Produktion vorerst einstellen.
Das Erdbeben an der japanischen Pazifikküste hat die Rotationsachse der Erde versetzt. Diese Mitteilung vom Wochenende hat vielfach Erstaunen hervorgerufen. Aus den Angeln ist die Welt aber nicht gehoben und der Effekt ist auch lediglich ein rechnerischer.

Die Situation um die Atomkraftwerke in Japan bleibt bedrohlich. Im Akw Onagawa, für das zuvor der nukleare Notfall ausgerufen worden war, ist allerdings nach neuesten Meldungen keine Radioaktivität ausgetreten.

In zwei Atomkraftwerken ist die Kernschmelze bereits im Gang. In weiteren Reaktoren gibt es Probleme mit der Kühlung. Wie nah ist der Super-Gau?

Amerikanische Experten: Was in Japan passiert ist, trifft bald uns / Ihre Sorge gilt den Atommeilern nahe San Francisco

Immer mehr Bilder aus Japan tauchen im Internet auf. Wir haben einige Videos zusammengestellt, die die Naturgewalten veranschaulichen, die über die Menschen hereingebrochen sind.
Vor Supermärkten und Tankstellen geordnete Menschenschlangen. Kaum Zeichen von Panik. Die Japaner zeigen im Angesicht der Katastrophe eine unfassbare Gelassenheit. Dabei werden die Fernsehbilder und die Nachrichten von Tag zu Tag dramatischer.

Das Unglück begann am 28. März 1979 im aus zwei Reaktoren bestehenden „Three Mile Island“- Komplex im US-Bundesstaat Pennsylvania ähnlich wie in Japan – nur gab es zuvor kein Erdbeben.

Teile der japanischen Wirtschaft liegen in Trümmern, die Finanzmärkte sind nervös – dem Land droht erneut eine Rezession. Die Bank of Japan will mehrere Billionen Yen in den Finanzmarkt pumpen.

Warum die Menschen in der Katastrophe die Ruhe bewahren. Ein Interview mit Verena Blechinger-Talcott, Professorin für Japanologie an der Freien Universität Berlin.

Das Ausmaß der Katastrophe ist auch am Tag nach dem Beben nicht abzuschätzen. Viele Menschen in Japan glauben, sie hätten das Schlimmste überstanden – und denken kaum an das Reaktorunglück.

Das Tragische an dem Atomunfall in Fukushima ist, dass auf die Naturkatastrophe auch noch eine menschengemachte Krise folgt. Der Unfall zeigt, dass es unmöglich ist, sich auf jede Art von Notfall vorzubereiten. Ein Kommentar.
Noch kann niemand genau sagen, wie viele Menschen beim Erdbeben und dem Tsunami in Japan ums Leben kamen. Vermutlich sind es mehr als 1700. Das Beben hat die ganze japanische Hauptinsel um 2,4 Meter verschoben.
In China hat die Katastrophe im Nachbarland für Bestürzung gesorgt. Doch während Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao am Freitag noch schnell reagierte und seinem japanischen Amtskollegen seine tiefe Anteilnahme übermittelte, hielt sich die chinesische Führung am Samstag mit Stellungnahmen zurück.
Tokio - Das schwerste Erdbeben in der japanischen Geschichte hat die Autoindustrie im Land teils lahmgelegt. Der Autobauer Toyota teilte am Samstag mit, die Produktion in zwei hauptsächlich für den Export arbeitenden Fabriken ruhe.

Gerade dort, wo besonders auf Risiken geachtet wird, ist die Gefahr am größten, sagt der Risikoforscher und Mathematiker Nassim Taleb. Zur Wahrscheinlichkeit von Katastrophen.

Nach dem Erdbeben in Japan steuert das Land auf ein weiteres Unglück zu: Im Atomkraftwerk Fukushima kam es zu einer Explosion. Eine Kernschmelze droht. Wie gefährlich ist die Lage?
Frankfurt am Main - Zwar gibt es weiter gute Unternehmenszahlen, wie zuletzt von der Post oder den Autokonzernen. Trotzdem ist das Umfeld für die Börse alles andere als ideal.

Nach dem Jahrhundert-Erdbeben in Japan wächst die Angst vor dem Super-GAU. In dem beschädigten Atomkraftwerk in Fukushima gab es eine Explosion. Der ehemalige Chef der Atomaufsicht in Deutschland sieht keine Chance mehr für eine Kontrolle des Meilers.
Berichterstattung zum Erdbeben in Japan Schon jetzt ist sicher, dass viele Menschen in und um dem außer Kontrolle geratenen Akw zu Schaden kommen werden. Hilflos erscheinen die Experten.

Atomkraftgegner aus ganz Deutschland fordern mit einer 45 Kilometer langen Menschenkette den Atomausstieg. Ihr Protest steht unter dem Eindruck des Atomunfalls in Japan.

Japan ist von einer Naturkatastrophe heimgesucht worden, deren Dimension man sich in Deutschland schlicht nicht vorstellen kann. Das Ausmaß ist noch gar nicht absehbar. Auch ökonomisch ist das Beben eine Zäsur für Japan.
Japan ist vom schwersten jemals dort gemessenen Erdbeben erschüttert und anschließend von einem verheerenden Tsunami getroffen worden. Wahrscheinlich kamen mehr als tausend Menschen ums Leben.

Das Erdbeben in Japan hat am Freitag die Aktienmärkte überall auf der Welt belastet. Experten erwarten aber, dass Japan die ökonomischen Folgen verkraftet.

Es ist wie ein Schwindel, als die Erde in Tokio zu vibrieren beginnt. Die Leute stürzen ins Freie. So heftig hat der Boden hier noch nie gerüttelt. Doch die Katastrophe bleibt in der Hauptstadt aus, sie findet im Norden statt.
Das verheerende Erdbeben in Japan hat die bereits getrübte Anlegerstimmung am Freitag zusätzlich verdüstert. Seit einiger Zeit sorgen die Unruhen im arabischen Raum und die Furcht vor einer Verschärfung der europäischen Schuldenkrise für Nervosität an den Finanzmärkten.

Japanische Aussteller stürzen sich auf der ITB in die Geschäfte – und verdecken ihre große Unruhe über das gewaltige Erdbeben daheim
Niedrig liegende Inseln besonders gefährdet/ Zerstörungspotential hängt von Küstenform und Bodenbeschaffenheit ab

Hunderte Menschen sind in Japan durch ein schweres Erdbeben und bis zu zehn Meter hohe Flutwellen gestorben. Nach Problemen in Kernkraftwerken wurde "Atomalarm" ausgerufen. Im gesamten Pazifikraum gelten Tsunami-Warnungen.
Das japanische AKW Fukushima hat nach dem Erdbeben offenbar nur noch für wenige Stunden Strom. Dann könnte die Kühlung ausfallen - Experten rechnen im allerschlimmsten Fall mit einer Kernschmelze.
Vergesst Libyen: Das starke Erdbeben in Japan ist Katastrophe und Medienereignis zugleich.

Glimpflich davon gekommen, das hatten viele gedacht, nachdem am Mittwoch ein Beben der Magnitude 7,2 vor der Küste Japans den Untergrund erschütterte. Es war aber lediglich der Vorbote für ein viel heftigeres Beben.
Die Börsen reagieren nervös auf das schwere Erdbeben in Japan, in Deutschland geben vor allem die Rückversicherer nach. Der Ölpreis fällt - die Begründung mutet zynisch an.

Nach dem Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe in Japan will Google Betroffenen einen Treffpunkt im Netz bieten. Der Internet-Konzern startete am Freitag eine Personen-Suche in Japanisch und Englisch.
Der Tsunami nach dem Erdbeben vor Japan könnte auch in anderen Regionen gewaltige Wirkung entfalten.
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