zum Hauptinhalt
Thema

Erdbeben

Klingt doch eigentlich ganz entspannt: vorlesungsfreie Zeit. Was dann aber doch nur die Betroffenen wissen: Man schreibt Klausuren und Hausarbeiten.

Atomkraftwerke sind bisweilen kaum versicherbar. Im Falle eines bewaffneten Konflikts oder einer schweren Naturkatastrophe kommen die Versicherer nicht für Schäden auf, bei Terroranschlägen hingegen schon.

Von Heike Jahberg
Angela Merkel als Bundesumweltministerin im Kernkraftwerk Lubmin bei Greifswald (Archivfoto vom 20.07.1995)

Bis vor wenigen Tagen hat die schwarz-gelbe Koalition noch jeden als Romantiker beschimpft, der an der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke Zweifel gehegt hat. Nun kann es ihr selbst nicht schnell genug gehen mit dem Abschalten.

Von Robert Birnbaum
Glänzend. 2010 hat BMW 1,46 Millionen Autos und gut 110 000 Motorräder verkauft. Der Umsatz lag bei 60,5 Milliarden Euro, der Überschuss bei 3,2 Milliarden Euro.

Trotz des Japan-Schocks setzt sich der Autokonzern nach Rekorden im Jahr 2010 noch höhere Ziele. Zur Zeit prüft BMW den Bau weiterer Werke in Schwellenländern wie Russland oder Brasilien.

Von Henrik Mortsiefer
In Atomkraftwerk Fukushima 1 spitzt sich die Lage immer weiter zu.

Die Nuklearkrise in Fukushima spitzt sich zu – das macht Japans Premierminister wütend. Ein Sicherheitsbehälter könnte beschädigt worden sein. Die Radioaktivität steigt, genau wie die Temperatur der Abklingbecken bei drei anderen Reaktoren.

Von Dagmar Dehmer

Es ist wahrlich ein Wunder der Natur, dass den Merkels, Westerwelles und Röttgens, den wandelbaren Pinocchios der deutschen Politik, nicht allesamt lange Nasen wachsen, dass sie nicht wenigstens erröten und einen Moment die Augen niederschlagen. Aber nein, sie haben mal wieder alles richtig gemacht; doch sie merken nicht, welchen größten anzunehmenden Unsinn sie da schon wieder reden.

Von Malte Lehming
Anflug von Panik.

An den internationalen Finanzmärkten ist am Montag zeitweise Panik ausgebrochen. Ausgehend von der Börse in Tokio, wo der Nikkei-Index knapp elf Prozent absackte, setzte sich die Verkaufswelle weltweit fort.

Von Henrik Mortsiefer
Die Lichter gehen aus. In Tokio wird zeitweise der Strom abgeschaltet. Im ganzen Land kam es zu Hamsterkäufen von Lebensmitteln, Batterien und Benzin.

Das Erdbeben und eine mögliche Nuklearkatastrophe in Japan haben schlimmstenfalls auch für die Weltwirtschaft fatale Folgen.

Von Carsten Brönstrup
Wegen der Stromengpässe kommt es auch beim Bahn- und U-Bahn-Verkehr in der japanischen Hauptstadt zu Zugausfällen, die Passagiere müssen warten.

Dienstag wurde in Japans Hauptstadt erstmals erhöhte Strahlung gemessen. Viele verlassen nun die Stadt – Panik gibt es aber nicht

Von Hadija Haruna
Frühwarner mit sechs Beinen. In der Eifel haben Duisburger Geoexperten untersucht, wie sich Waldameisen vor einem Beben verhalten.

Kröten ziehen sich zurück, Ameisen werden hyperaktiv: Forscher fragen sich, ob Tiere einen siebten Sinn für Katastrophen haben und ob sie bei der Früherkennung helfen können.

Von Roland Knauer
Gefahr aus dem Meer. Ein Sturm wühlt das Wasser auf. Seebeben können mindestens ebenso hohe Wellen auftürmen.

Tsunamis sind an vielen Orten möglich, auch in Europa. Vor allem das Mittelmeer ist bedroht. Doch von einem Frühwarnsystem, das auf dem aktuellen Stand der Technik ist, sind die Anrainer weit entfernt.

Von Ralf Nestler
Ich mach das schon. Angela Merkel will jetzt alles auf den "Prüfstand" stellen.

Noch vor kurzem sprach die Bundesregierung über die Alternativlosigkeit und Ungefährlichkeit selbst ältester deutscher Kernkraftwerke. Jetzt aber können die Merkels, Westerwelles und Röttgens gar nicht schnell genug an den Ausschalter kommen.

Von Lorenz Maroldt
Überprüft. Flüge aus Japan. Foto: dpa

Neue ReisewarnungAngesichts der Atomkatastrophe hat das Auswärtige Amt in Berlin am Dienstag eine „Teil-Reisewarnung“ für den Nordosten Japans erlassen. Es riet außerdem von nicht erforderlichen Reisen nach Japan generell ab.

Der Regierende Bürgermeister Wowereit hat der Bevölkerung von Tokio die Anteilnahme der Berliner nach dem verheerenden Erdbeben bekundet und Hilfe angeboten. Zwischen Berlin und Tokio existiert eine Städtepartnerschaft.

Von Sabine Beikler
Wird zunächst einmal vom Netz genommen: Das Atomkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg. Die Bildergalerie unten zeigt alle deutschen AKW und ihre von der Bundesregierung ursprünglich geplanten Lauzeiten.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat nach dem Erdbeben in Japan eine Kehrtwende in der Atompolitik vollzogen. Welche Folgen hat die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke?

Von
  • Dagmar Dehmer
  • Antje Sirleschtov
  • Hans Monath
  • Stephan Haselberger
Mit Mahnwachen wird in vielen Städten des Atomunglücks in Japan gedacht.

Von 9/11 zu 3/11: Dem Déjà-vu-Erlebnis kann man sich kaum entziehen. Die beherrschenden Gefühle sind Angst und Wut. Warum die Ereignisse in Japan eine ähnlich historische Zäsur markieren wie die Terroranschläge vom 11. September 2001.

Von Malte Lehming

Der Fall Japan zeigt, dass die Verwendung der Atomenergie nicht nur ein deutsches oder europäisches, sondern ein globales Problem ist. Letztlich sind die Gefahren der Kernenergie nicht beherrschbar. Ein Gastkommentar.

Von Hans-Dietrich Genscher
Auch Atomkraftgegner haben Humor - schwarzen auf jeden Fall, wie hier bei einer Mahnwache vor dem Kanzleramt in Berlin.

Einen „Einschnitt für die Welt“ hat die Kanzlerin die dramatischen Vorgänge in Japan genannt. Man könne nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Das sieht man in anderen Teilen der Welt anders – noch.

Es ist eine simple Frage, auf die viele Japaner eine Antwort suchen: Soll die Tür offen sein oder verriegelt? Offen wegen der vielen Nachbeben. Verriegelt wegen der radioaktiven Wolke. Ein Land am Rand der atomaren Katastrophe.

Von
  • Dagmar Dehmer
  • Kai Müller
  • Katja Demirci
Angela Merkel inspiziert im August 2010 das Atomkraftwerk Lingen. Inzwischen hält die Bundeskanzlerin eine Laufzeitverlängerung der AKW nicht mehr für eine sichere Sache.

Die Bundesregierung rudert zurück, von den nahenden Wahlterminen verschreckt und von der Realität eingeholt. Nun kann sie nicht mehr leugnen, was sie immer wieder bestritt: Nuklearanlagen sind eine Hochrisikotechnologie

Von Gerd Appenzeller

Womöglich schrumpft die japanische Wirtschaft nun monatelang – schon seit 1991 steckt sie in der Krise

Von Carsten Brönstrup

EISKUNSTLAUF WM in Tokio verschoben Wegen des Erdbebens in Japan und seiner Folgen hat die Internationale Eislauf- Union die WM in Tokio in der kommenden Woche verschoben. In einigen Wochen sollen die Titelkämpfe an einem anderen japanischen Ort stattfinden.

Pannenort. Im Sellafield kam es immer wieder zu schweren Störfällen. Foto: Reuters

Die polnischen Pläne zum Bau von zwei Atomkraftwerken bis 2030, darunter eines bei Danzig, beunruhigen in Deutschland. „Kernkraft ist keine Lösung“, sagte Berlins Regierungssprecher Richard Meng.

Von Paul Flückiger

Die Bundesregierung setzt die Laufzeitverlängerung für Atommeiler nach den Vorgängen in Japan aus – aber besorgt ist nicht nur Berlin. Vor allem Österreich sieht sich durch gefährliche Nachbarschaft bedroht.

Von Reimar Paul
Eigene Zellen. In Japan dominieren heimische Firmen den Solarmarkt. Diese polykristallinen Module stammen von Mitsubishi. Foto: AFP

Der Anteil der Erneuerbaren in Japan ist gering. Experten sehen ein großes Potenzial bei der Windkraft

Von
  • Dagmar Dehmer
  • Jahel Mielke
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })