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Thema

Erdbeben

Selbst ein Erdbeben konnte Michael Schumacher nicht erschüttern. "Im Auto habe ich davon nichts gespürt", meinte Schumacher, der das Freie Training zum Großen Preis von Japan in Suzuka mit 0,6 Sekunden Vorsprung vor seinem Weltmeisterschafts-Rivalen Mika Häkkinen dominierte.

Wunder dauern etwas länger. Als sich türkische und griechische Außenpolitiker im vergangenen Jahr ewige Freundschaft schworen, war plötzlich keine Rede mehr von der traditionellen Rivalität, die bis dahin die Beziehungen zwischen beiden Nachbarstaaten bestimmt hatte.

Von Thomas Seibert

Die fernöstliche russische Insel Sachalin und der Süden Japans sind am Wochenende von starken Erdbeben erschüttert worden. Sachalin wurde am Sonnabend von einem Erdstoß der Stärke 7,0 erschüttert, der nach Angaben des Moskauer Katastrophenministeriums mindestens 1000 Häuser beschädigte.

So ist es immer: Erst taucht ein Problem auf, dann wird schnell reagiert, und prompt wachen zwei Gruppen von Bedenkenträgern auf: die "Das-ist-Flickschusterei"-Gruppe und die "Wir-haben-nichts-davon"-Gruppe. Bei Erdbeben- und Hochwasserkatastrophen lassen sich diese Reflexe ebenso finden wie jetzt, bei der Diskussion über die Green Card für ausländische Computer-Experten.

In der Türkei werden Betroffene der Katastrophe aus Feriensiedlungen geworfen, damit Beamte Urlaub machen könnenSusanne Güsten Für die einjährige Tochter der türkischen Familie Parlak waren die feuchtkalten Nächte im Zelt nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr pures Gift. Doch für eine Behandlung der Lungenentzündung fehlt den Parlaks das Geld.

Von Susanne Güsten

Dieser Film fängt so an, wie die "Lindenstrasse" aufhört. Die Kamera zoomt von einer Straßenecke zurück, und dann biegt von rechts ein Bus um die Ecke.

Von Silvia Hallensleben

Was der hohen Politik misslingt, scheint für die Musik oft spielerisch einfach: Menschen traditionell verfeindeter Volksgruppen wieder in so engen Kontakt zu bringen, dass sie sich über ihre Aversionen nur wundern können. Im Fall des prekären türkisch-griechischen Verhältnisses halfen die Erdbeben von 1999, um das Eis zu brechen.

Viele Retter in Mosambik kennen sich schon aus anderen KrisengebietenAnthony Morland Sie sind Piloten, Feuerwehrleute, Ingenieure, Mechaniker oder Elektriker. Der eine kommt aus Deutschland, der andere aus Großbritannien, der nächste aus den USA.

Das Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass ist nach Ansicht unabhängiger Experten nicht ausreichend gegen Erdbeben und äußere Gewalteinwirkungen wie Flugzeugabstürze oder Raketenangriffe gesichert. Dies ist die Kernaussage eines Gutachtens, wie ein Sprecher der lokalen Überwachungskommission am Dienstag in Colmar sagte.

Gülsen Özer wollte dem Provinzgouverneur persönlich ihre Meinung über die staatliche Erdbebenhilfe sagen. Die junge Frau aus dem nordwesttürkischen Bolu, die seit den schweren Beben dort in einem Zelt hauste, passte Nusret Miroglu vor seinem Gouverneurspalais ab und trat ihm auf den Stufen entgegen, um sich über die bürokratischen Winkelzüge zu beschweren, mit der ihr eine Umzugsbeihilfe verweigert wurde.

Von Susanne Güsten

Das Dienstgebäude des Auswärtigen Amtes wurde gestern offiziell übergeben - bezogen ist es schon seit MonatenEva Schweitzer "In Bonn", bemerkte Bundesaußenminister Joschka Fischer, "gab es gestern ein Erdbeben - wir haben uns also hierher in Sicherheit begeben." Erdbebensicher ist es bestimmt, das neue Haus des Auswärtigen Amtes, für das Fischer gestern den symbolischen goldenen Schlüssel aus der Hand von Bundesbauminster Reinhard Klimmt empfing.

Manche Berliner glauben, mit dem Umzug des Bonner Barkeepers Ossi in die Kneipe der Parlamentarischen Gesellschaft im ehemaligen Palais des Reichtagspräsidenten sei auch der Regierungsumzug vollendet. Weit gefehlt.

Eineinhalb Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im Nordwesten der Türkei steigt die Zahl der Toten weiter an. Wie das Krisenzentrum in Ankara mitteilte, sind bei der Naturkatastrophe mindestens 749 Menschen ums Leben gekommen.

Erdbeben-Opfer im Nordwesten der Türkei haben sich am Donnerstagabend bei den Behörden in Bolu über die schlechte Versorgung beschwert. Zehn Vertreter der Erdbeben-Opfer sprachen mit dem Provinzgouverneur von Bolu, Nusret Miroglu, und trugen ihm ihre Beschweren vor.

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