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Thema

Erdbeben

Wenn Frankreichs Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot heute das Band zur Wiederöffnung des Montblanc-Tunnel durchschneidet, wird nicht nur seine Hand ein wenig zittern. Drei Jahre nach der verheerenden Brandkatastrophe in dem wichtigsten Alpentunnel zwischen Frankreich und Italien haben Sicherheitsexperten, Politiker und Anwohner immer noch Angst, dass sich ein solches Unglück womöglich wiederholen könnte, trotz aller Beteuerungen, die zwölf Kilometer lange Durchfahrt sei sicher.

Die jahrzehntelang politisch hochmotivierten, im letzten Jahr aber fatalistisch-apathischen Israelis beginnen wieder auf die Straße zu gehen. Zwar ist die außerparlamentarische Opposition noch weit von Großkundgebungen entfernt, doch auch ihre "Gegner", die fanatischen Siedler, bekamen am Mittwochabend nur ganze 1000 Protestler vor Scharons Haus zusammen.

"Tangentopoli" hat nicht nur eine Justizrevolution ausgelöst, sondern auch eine politische Revolution. Die Ermittlungen und Prozesse brachten das italienische Parteiensystem gründlich in Bewegung.

Es geht also doch: Im türkischen Erdbebengebiet stampften Helfer am Montag ganze Zeltstädte aus dem Boden; aus mehreren Feldküchen verteilte die Hilfsorganisation Roter Halbmond warme Mahlzeiten an die frierenden Menschen; zehntausende Decken und tausende Heizofen wurden ins Unglücksgebiet geschafft. In der Nacht werde jeder ein behelfsmäßiges Dach über dem Kopf und ine warme Mahlzeit im Bauch haben, versprach der Rote Halbmond.

Von Susanne Güsten

Die Szenen aus der zentralanatolischen Provinz Afyon vom Sonntag waren den Türken nur allzu vertraut: Mit Bohrern, Baggern und Schaufeln wühlen sich Rettungstrupps durch meterhohe Schutthaufen, die nur durch die verbogenen Eisenträger und verstreuten Möbeltrümmer als Überreste von Wohnhäusern zu erkennen sind. Mit Notbetten und Infusionsständern wird im Vorgarten eines Krankenhauses unter freiem Himmel eine Erste-Hilfe-Station improvisiert.

Von Susanne Güsten

Im Großraum Berlin gibt es zum Glück keine Erdbeben - aber etliche Fachleute, die in aller Welt am Schutz vor dieser Gefahr arbeiten. Einen Einblick in die Möglichkeiten, zumindest die Folgen solcher Naturereignisse zu lindern, zeigen sie am heutigen Donnerstag um 19 Uhr 30 in der Urania.

Gleich zu Beginn beeindruckte der durch Eric Ericson weltberühmt gewordene Schwedische Rundfunkchor in der Philharmonie mit dem kleinen, schlichten Wunderwerk "Pater noster" von Strawinsky durch seinen samtig-dunklen Wohlklang, seine unvergleichliche Homogenität. Wie sich danach Manfred Honeck, der Musikdirektor des Stockholmer Rundfunk-Sinfonieorchesters, blitzschnell auf das rhythmische Erdbeben des "Sacre du Printemps" umstellte und bei aller rhythmischen Schärfe mit hoher musikalischer Empfindsamkeit und Klangfarbennuancierung hervortrat, machte nicht minder Eindruck.

Es war wie ein Flashback. Hysterische Telefonate gegen 9 Uhr morgens, das Einschalten des Fernsehers, Bilder von schwarzen Rauchfahnen und rußbedeckten Feuerwehrmännern.

Durch die ostdeutschen Bundesländer schleicht ein Gespenst. Es hört auf den Namen Schill.

Von Hermann Rudolph

"Bis 2005 wird jeder zweite Mensch auf der Erde in einer Stadt leben", prophezeit Manfred Meurer aus Karlsruhe, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geographie. "Die Städte in den Entwicklungsländern werden weiter wachsen, die Städte in Europa wegen des Bevölkerungsrückganges eher schrumpfen.

Betsy ist über sich selbst überrascht. Am Tag, nachdem die Türme des World Trade Center eingestürzt waren, als die Bilder des Grauens wieder und wieder gezeigt wurden, "habe ich Männer angerufen, mit denen ich irgendwann mal Essen war, und ziemlich direkt gefragt: Willst du Sex?

Das Branchenblatt "Werben & Verkaufen brachte am vergangenen Donnerstag eine graue Titelseite mit roter Schrift: "Es wird nichts mehr so sein wie zuvor." So gesagt von Prof.

In Deutschland sind in den letzten 25 Jahren 750 Menschen bei Katastrophen gestorben. Global betrachtet sind das vergleichsweise wenig: Von großen Naturkatastrophen sind wir verschont geblieben, es gab keine militärischen Interentionen, und Großunfälle wie das ICE-Unglück in Eschede sind sehr selten.

Nach der Zustimmung des Bundestages zur deutschen Teilnahme am Mazedonien-Einsatz der Nato sind am Mittwochabend die ersten Soldaten der Bundeswehr auf dem Balkan eingetroffen. Rund 100 Mann erreichten in einer Transall-Maschine Skopje.

Von Robert von Rimscha

Er speit Feuer, er qualmt und raucht, er schickt glühende Ströme flüssigen Gesteins talwärts. Doch allen Anstrengungen zum Trotz gehört der Ätna nicht zu den gefährlichsten Vulkanen, die auf der Erde aktiv sind.

Das Rumoren am Ätna geht weiter. Nach der Serie von über 2000 kleineren Erdbeben, die unter Bewohnern in Sizilien Angst vor einem größeren Ausbruch verbreitet hatten, ging die Zahl der Erdstöße zwar zurück.

Jackie Ballard spielt Jackie Kennedy im Film JFK. Während die Mordszene gedreht wird, sitzt sie in der offenen Lincoln-Limousine, neben sich eine Kennedy-Puppe, und fährt durch Dallas, in Erwartung der tödlichen Schüsse, die den Präsidenten jeden Augenblick treffen werden.

Chile steckt derzeit in einem doppelten Zangengriff: Nachdem die russische Raumstation Mir fahrplanmäßig bei den Fidschi-Inseln niederging, droht von oben das Ozonloch, von unten ein neues Erdbeben, und der Streit um die juristische Aufarbeitung der Diktatur polarisiert die Bevölkerung. Der politische Spielraum des sozialdemokratischen Präsidenten Lagos ist denkbar eng.

Von Hans Christoph Buch

Nach den schweren Erdbeben Anfang des Jahres befürchtet El Salvador verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche mit Beginn der Regenzeit. In der von den Beben am schlimmsten zerstörten Küstenprovinz Usulutan seien hundert Dörfer extrem gefährdet, sagt ein Vertreter des Notstandskomitees.

Die Assekuranz hat den Negativrekord hinsichtlich der Anzahl von Naturkatastrophen im Jahr 2000 relativ glimpflich überstanden. Zwar sei im Vorjahr mit über 850 Stürmen, Überschwemmungen oder Erdbeben das Rekordjahr 1999 um 100 Ereignisse übertroffen worden, teilte die Münchener Rückversicherungs-AG in München mit.

Mein Freund, der in einem aufregenden, mitunter aber auch nur aufgeregten Unternehmen, eine leitende Stellung innehat, muss sich häufig Beschwerden anhören und über sie befinden. Sehr oft soll ungeheuerlich sein, was ihm vorgetragen wird, noch nie dagewesen und der ärgste aller vorstellbaren Anschläge auf die Zusammenarbeit.

Die Uhr zeigt fünf Minuten vor elf, als Software-Milliardär Bill Gates unfreiwillig zum Hauptdarsteller der amerikanischen Nachrichtensendungen wird. Im Ballsaal eines Hotels in der Innenstadt von Seattle hält der Microsoft-Gründer gerade einen Vortrag vor Technologie-Experten, als - von der Linse einer Kamera eingefangen - das gesamte Gebäude ins Zittern gerät.

Von Friedemann Diederichs

Ein Erdbeben der Stärke 6,0 auf der Richter-Skala hat am Freitag die südwest-chinesische Provinz Sichuan nahe Tibet erschüttert. Die staatlichen Medien berichteten, Todesopfer seien nicht gemeldet worden; elf Menschen hätten Verletzungen erlitten.

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