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Thema

Erdbeben

Sechs Tage nach dem zweiten schweren Erdbeben dieses Jahres in der Türkei haben die meisten Rettungsteams die Suche nach Überlebenden aufgegeben. Nach offiziellen Angaben stieg die Zahl der Todesopfer auf 619.

Bursa ist ein guter Platz für Hakan Sükür. Seit 1991 hat der türkische Stürmer in Länder- und Ligaspielen im dortigen Atatürk-Stadion 13 Tore erzielt, zuletzt das Siegtor gegen Deutschland im Oktober desvergangenen Jahres.

Von Thomas Seibert

Dänemark kann die Reise zur Euro 2000 praktisch buchen, Außenseiter Slowenien hat das Ticket in Reichweite, und den Iren fällt die Tür womöglich noch vor der Nase ins Schloss: Nach dem 5:0-Kantersieg in Israel im Qualifikations-Hinspiel zur Fußball-EM 2000 in den Niederlanden und Belgien können sich die Dänen schon einmal nach einem Quartier umschauen. Die Ukraine indes muss gegen Slowenien nach dem 1:2 im Rückspiel am Mittwoch unbedingt gewinnen.

Nach dem großen Beben versucht man sich an zweifelhaften WohltatenSabine Vogel Ein Clown liegt schlafend auf dem Meeresgrund. Neben ihm versinken ganze Häuser, Ruinenberge, die ins Meer geschoben werden.

In fünf Bereichen fordert die Europäische Union seit Jahren Fortschritte von der Türkei, bevor sie ernsthaft für die Vollmitgliedschaft in Frage kommt. In vier dieser fünf Bereiche hat es in jüngster Zeit zwar mehr oder weniger hoffnungsvolle Bewegungen gegeben; ein entscheidender Durchbruch ist aber nirgends zu verzeichnen.

Die Erdbeben und Wirbelstürme der vergangenen Wochen haben bei der Münchener Rückversicherungs AG erste Spuren hinterlassen. Allein das Erdbeben Mitte August in der Türkei sorge beim Versicherer der Versicherer für eine Belastung von 300 Millionen Mark, teilte der Konzern in einem Halbjahresbericht mit.

Sieben Tage nach dem schweren Erdbeben ist am frühen Montagmorgen die deutsche Rettungshunde-Staffel von ihrem Einsatz in Taiwan zurückgekehrt. Wie der Einsatzleiter der Truppe, Manfred Merkle, nach der Landung auf dem Frankfurter Flughafen berichtete, war es den deutschen Rettern gelungen, eine 26-jährige Frau aus den Trümmern eines eingestürzten Hochhauses zu befreien.

Ein handsigniertes Hertha-BSC-Trikot, mit Unterschriften auch des Schlittschuhclubs "Capitals Berlin" und des Eishockeyclubs "Eisbären", bietet Innensenator Eckart Werthebach (CDU) zusammen mit der Berliner Feuerwehr unter der Faxnummer 387 10 919 ab 3000 DM zur Versteigerung an. Mit dieser Aktion will er die Bevölkerung darum bitten, weiterhin den Menschen in der vom Erdbeben zerstörten Region in der Türkei zu helfen.

Die Zahl der Erdbebenopfer in Athen hat sich am Freitagnachmittag auf 100 erhöht, etwa 40 Menschen wurden noch unter den Ruinen vermutet. Obwohl mehr als 72 Stunden nach dem Beben die Chancen, Verschüttete noch lebend bergen zu können, immer geringer wurden, gaben die Suchmannschaften nicht auf.

Von Gerd Höhler

Das jüngste Erdbeben in Griechenland steht nach Ansicht von Experten in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem verheerenden Beben in der Türkei vor rund drei Wochen. "Das Beben in Griechenland war kein Nachbeben, sondern ein völlig neues, separates Ereignis", betonte der Potsdamer Geophysiker Professor Jochen Zschau am Mittwoch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die deutschen Volleyballer reisen mit leichten Bedenken, aber großen sportlichen Hoffnungen ins Erdbeben-Krisengebiet Türkei. "Das Okay von den Türken und vom Europäischen Verband ist gekommen, also gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung sein wird", sagt Bundestrainer Stelian Moculescu vor dem Hinspiel der zweiten Runde der Olympia-Qualifikation, das heute in Istanbul stattfindet.

Das Jahr 1999 dürfte als eines der denkwürdigsten in die Geschichte der Türkei eingehen: Der Staatsfeind Nummer Eins wird gefangen genommen und zum Tode verurteilt, ein verheerendes Erdbeben erschüttert die Grundfesten von Staat und Gesellschaft - und nun erklärt auch noch die gefährlichste Rebellenorganisation des Landes den 15-jährigen brutalen Krieg im Kurdengebiet für beendet und streckt die Waffen."Wir legen die Waffen nieder und werden sie nie wieder in die Hand nehmen" - mit diesem Satz des PKK-Kommandeurs Osman Öcalan, einem Bruder des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan, gab die Arbeiterpartei Kurdistans jetzt 20 Jahre nach ihrer Gründung den Krieg gegen den türkischen Staat auf - ein aus Sicht vieler PKK-Anhänger klägliches Ende.

Von Susanne Güsten
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