Firma der Woche: midge medical : Berlins Medizinlabor zum Mitnehmen

„Unser Labor ist nicht größer als eine Streichholzschachtel“, sagt Geschäftsführer Markus Riester. Außerdem spart die mobile Lösung wertvolle Zeit.

Unter Laborbedingungen. Ein Bluttest kostet oft viel Zeit.
Unter Laborbedingungen. Ein Bluttest kostet oft viel Zeit.Foto: dpa

Bis Blutwerte gemessen sind, vergeht oft wertvolle Zeit – schließlich muss die Probe erst einmal ins Labor gelangen. Das Berliner Medizintechnik-Unternehmen Midge Medical wollte das ändern und hat deshalb ein mobiles Minilabor entwickelt. „Unser Labor ist nicht größer als eine Streichholzschachtel“, sagt Geschäftsführer Markus Riester. „Mit dem Gerät ist neben der Blutentnahme gleich der Bluttest zu machen – so können die Werte des Patienten gleich durch den Arzt vor Ort oder beim Patienten zuhause steril und kostengünstig ermittelt werden.“

Ergebnisse gibt's per App

Dafür haben Riester und sein Team in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Wildau das System aus am Markt bewährten Komponenten entwickelt. Das Verfahren basiert auf der etablierten Lateral-Flow-Assay-Technologie (LFA): „Mittels einer Lanzette wird die Haut punktiert, das austretende Blut im Gerät aufbereitet und anschließend auf einen im Gerät integrierten Teststreifen gegeben“, erklärt Riester. „Das Ergebnis kann dann direkt auf dem Smartphone für die Diagnose ausgelesen, analysiert und digitalisiert werden.“ Jedes Gerät ist ein Einwegprodukt, so kann die nötige Hygiene gewährleistet werden.

Mit dem System können perspektivisch mehrere Blutwerte gleichzeitig getestet werden. Die erste Anwendung: Das Gerät misst den CRP-Wert im Blut. Der Arzt kann daran erkennen, ob eine Erkrankung bakteriell oder viral verursacht wurde, ob also eine Behandlung mit Antibiotika nötig ist.

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