Firma der Woche: Vollpension : Das richtige Gesicht für jede Kampagne

Beim Influencer-Marketing gibt es einiges zu beachten. Was, weiß Berlins "Influencer-Whisperer" Sven Wedig.

Vollpension-Gründer Björn Kötter (l.) und Sven Wedig.
Vollpension-Gründer Björn Kötter (l.) und Sven Wedig.Foto: promo

Die Bezeichnung erinnert manchen an eine Krankheit: „Influencer-Marketing“ folgt aber seinen eigenen Spielregeln und ist längst als festes Segment in der Werbebranche etabliert. Sven Wedig (rechts im Bild) nennt sich Influencer-Whisperer, also „Einflüsterer“ für Influencer. Seit 2013 betreibt er zu diesem Zweck seine Agentur „Vollpension Medien“ in Berlin.

Gute Werbung definiere sich heute über Relevanz, Reichweite und Engagement in den sozialen Medien, erklärt Wedig. Diese Entwicklung sei weder rückgängig zu machen noch aufzuhalten. Dabei werden immer noch Unsummen für klassische Kampagnen und Werbemethoden ausgegeben, anstatt Budget ins Digitale zu investieren, so Wedig. Viele Unternehmen würden händeringend nach Beratung bei der digitalen Positionierung ihrer Werbekampagnen suchen. Und da kommt sein Team ins Spiel.

Zuerst muss das Kampagnenziel feststehen, dann wird die Zielgruppe definiert. Erst zuletzt sucht Vollpension die passende Type zum jeweiligen Produkt, erklärt der 41-jährige Agenturchef. Schließlich sei die zielgerichtete Ansprache potenzieller Kunden entscheidend für den Erfolg jeder Werbekampagne. Und das könnten Influencer eben besonders gut – sie kommunizierten mit den Leuten auf Augenhöhe und machen Marken nahbar. Außerdem seien die Inhalte, die sie für ihre Social-Media-Kanäle produzieren, heute von guter Qualität und dazu noch relativ günstig. Verglichen mit einem klassischen Werbespot.

Zu Tisch, bitte

Aber längst nicht alle Bewerber bekommen einen Platz in der begehrten Influencer-Liste der Agentur. „Jeder Influencer, den wir in einer Kampagne integrieren, muss sich einmal in unserem Büro persönlich vorstellen“, so Wedig. „Beim gemeinsamen Essen sieht man dann, ob jemand Manieren hat und die richtigen Werte mitbekommen hat.“

Influencer-Marketing ist keine Modeerscheinung, ist sich Wedig sicher. Schließlich sei das Smartphone, der wichtigste Vertriebskanal für diese Werbeform, aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch deshalb setzten immer mehr große deutsche Konzerne auf Influencer, nachdem sie anfänglich noch zögerlich auf den Trend aus den USA reagiert hätten. So finden sich unter den Auftraggebern der Vollpension Medien heute schon Bahlsen, Iglo und die Deutsche Bahn.

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