Gegen Rassismus und Sexismus : 12.000 Teilnehmer bei Frauentagsdemo in Berlin

Die diesjährige Demo lief vom Wedding zum Alexanderplatz. Angemeldet waren 20.000 Teilnehmende.

´We are not Ovary-acting» steht auf dem Plakat, das eine Demonstrantin hochhält.
´We are not Ovary-acting» steht auf dem Plakat, das eine Demonstrantin hochhält.Annette Riedl/dpa

Die Demonstration zum Internationalen Frauentag hat in der Hauptstadt weniger Resonanz gefunden als geplant. Rund 12 000 Menschen sind am Sonntag nach Angaben einer Sprecherin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung von Berlin-Wedding zum Alexanderplatz gezogen. Die Polizei sprach von „weniger als 10 000 Teilnehmern“, angemeldet waren 20 000 Menschen. Der Protestzug bestand aus mehreren Blöcken zu Themen wie Rassismus und Sexualität.

Auf Transparenten wurden Slogans gezeigt wie „Frauenrechte sind Menschenrechte“, „Kein Rassismus im Namen des Feminismus“ und „Emanzipation ist Klassenkampf“. Sexuelle Selbstbestimmung sei ein Menschenrecht, „aber in Deutschland und vielen anderen Staaten auch 2020 noch nicht gewährleistet“, teilte die Bündnis-Sprecherin Silke Stöckle im Internet-Aufruf mit. Das Bündnis fordert, Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr durch den Paragrafen 218 unter Strafe zu stellen.

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Eine weitere Demonstration wurde unter dem Motto „Es ist keine Party - Es ist ein Kampf“ vom Bündnis internationalistischer Feministinnen* Berlin am Bahnhof Warschauer Straße organisiert. Parallel dazu zog ein Fahrrad-Konvoi mit Klingelgeräuschen und elektronischer Musik durch Kreuzberg.

Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und in Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. Als einziges Bundesland hat Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt. (dpa)

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