zum Hauptinhalt

Berlin: Hohe Haftstrafen für Totschlag in rechter Szene

Das Landgericht hat gestern zwei 27jährige Männer zu achteinhalb beziehungsweise dreizehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Ansicht der Richter haben die beiden im Januar dieses Jahres einen 39-Jährigen NPD-Anhänger in dessen Lichtenberger Wohnung zu Tode geschlagen und getreten.

Das Landgericht hat gestern zwei 27jährige Männer zu achteinhalb beziehungsweise dreizehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Ansicht der Richter haben die beiden im Januar dieses Jahres einen 39-Jährigen NPD-Anhänger in dessen Lichtenberger Wohnung zu Tode geschlagen und getreten. Die Richter sprachen in der Urteilsbegründung von einer „außerordentlich brutalen und menschenverachtenden Tat“.

Der Haupttäter, ein Nachbar des Opfers, und dessen Kumpan hätten den 39-Jährigen „aufs widerlichste“ umgebracht, so die Richter. Die Täter hatten mehrfach mit ihren Springerstiefeln auf den Kopf des Opfers getreten. Das Opfer starb einige Tage später an den Folgen der Misshandlungen.

„Wer sich so gegenüber einem Menschen verhält, handelt mit bedingter Tötungsabsicht“, hieß es im Urteil. Ausreichend Anhaltspunkte für einen Mord fanden die Richter aber nicht.

Stunden vor der Tat hatte es einen Streit zwischen dem Opfer und seinem Nachbarn gegeben. Nach eigenen Angaben hatten die Täter reichlich Alkohol getrunken, bevor sie den Mann aufsuchten. Das Gericht ging daher von einer verminderten Schuldfähigkeit der Täter aus. Der zu dreizehn Jahren verurteilte Mann hatte sofort gestanden. Er war mehrfach wegen Gewaltdelikten unter Alkoholeinfluss vorbestraft. Der zweite Angeklagte hatte versucht, die Brutalität der Tat herunterzuspielen. Tsp

-

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
showPaywallPiano:
false