In Berlin keine Seltenheit : Eine Chronik der jüngsten Geldtransporter-Überfälle

Überfälle auf Geldtransporter sind in der Hauptstadt nicht unüblich. Doch nicht immer gehen die Diebstähle für die Räuber erfolgreich aus.

Der Überfall auf einen Geldtransporter am Alexanderplatz ist kein Einzelfall.
Der Überfall auf einen Geldtransporter am Alexanderplatz ist kein Einzelfall.Foto: DAVIDS/Sven Darmer

In Berlin werden mehr Geldtransporter überfallen als anderswo. Der jüngste Fall ist seit Langem der aufsehenerregendste. Hier eine Chronik der vergangenen Jahre:

Mai 2017: Auf einen Geldboten wird geschossen, als dieser gerade einen Automaten an der Schönhauser Allee auffüllen will. Drei Männer flüchten ohne Beute.

März 2017: Drei Unbekannte rammen frontal einen Geldtransporter an der Allee der Kosmonauten. Ein weiteres Fahrzeug kommt von hinten, drei Bewaffnete wollen den Transporter übernehmen, aber der Fahrer macht nicht auf und fährt zu seinem Betriebsgelände zurück. Die Angreifer zünden das erste Auto an und flüchten mit dem zweiten.

Juli 2016: In der Nähe der Bundesbank an der Leibnizstraße bremst ein Auto einen Geldtransporter aus, mehrere Bewaffnete bedrohen die Fahrer mit Schusswaffen, erbeuten Geld und flüchten.

März 2016: Am Wittenbergplatz beim KaDeWe überfallen bewaffnete und maskierte Täter einen Sicherheitsmann, der gerade den Geldbehälter mit den Tageseinnahmen eines Supermarkts im Laderaum des Transporters verstaut. Der Fahrer bemerkt es und gibt Gas, die Räuber purzeln auf die Straße. Der Sicherheitsmann nicht, er hält sich fest. Im Juni 2016 veröffentlicht die Polizei Bilder aus einer Überwachungskamera, weil sie die Täter noch nicht hat.

Dezember 2015: Zwei Maskierte schubsen einen 49-jährigen Sicherheitsmann beim Öffnen der Schiebetür in den Geldtransporter, bedrohen ihn mit Waffen und entwaffnen ihn. Sodann fährt ein dunkler BMW am Tatort in der Gleditschstraße vor, zwei weitere Bewaffnete steigen aus, erbeuten das Geld und flüchten im BMW. Dessen Nummernschilder waren im Vormonat gestohlen worden.

November 2015: Sechs Maskierte stoppen im Nunsdorfer Ring in Marienfelde einen Geldtransporter nahe dem S-Bahnhof Buckower Chaussee und beschießen ihn mit Gewehren. Die Sicherheitsmänner müssen sich auf den Boden legen und werden entwaffnet. Die Täter dringen in den Transporter ein und versuchen eine zweite Tür mit einer Flex zu öffnen. Dies gelingt ihnen jedoch nicht.

Dezember 2014: Vier Maskierte überfallen zwar keinen Geldtransporter, dafür aber gleich die Zentrale der Firma für Werttransporte. Sie trennen nachts ein Stück aus dem Metallzaun um das Gelände an der Frankfurter Allee, stürmen die Geschäftsräume, bedrohen zwei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma und fordern Bargeld. Mit der Beute flüchten sie durch das Loch im Zaun und setzen ihre Flucht vermutlich mit einem Auto fort.

Oktober 2014: Drei Männer rauben einen Geldtransporter in einer Seitenstraße am Salzufer in Charlottenburg aus. Einer von ihnen näherte sich unauffällig im Rollstuhl.

September 2014: Drei Maskierte überfallen vor Hunderten Zeugen den Geldboten, der die Einnahmen des Apple Stores am Kurfürstendamm zum Transporter trägt. Sie erbeuten die Geldkassette und den Revolver.

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