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Nach Brand in Charlottenburg : 6500 Haushalte waren von Stromausfall betroffen

Ein Kabelbrand an der Mörschbrücke hat einen Stromausfall verursacht. Alle Haushalte sind mittlerweile wieder mit Strom versorgt. Ursache könnte ein Brandanschlag gewesen sein.

Carolina Schwarz
Polizeiwagen stehen an der gesperrten Mörschbrücke in Charlottenburg.
Polizeiwagen stehen an der gesperrten Mörschbrücke in Charlottenburg.Foto: Paul Zinken/dpaFoto: dpa

Seit Montagmittag waren rund 6500 Haushalte im nördlichen Teil Charlottenburgs von einem Stromausfall betroffen. Zuvor war an der Mörschbrücke ein Brand ausgebrochen, bei dem acht 10-Kilovolt-Kabel beschädigt wurden. Laut einem Sprecher von Vattenfall war es nicht möglich, die Stromversorgung durch neue Verschaltungen herzustellen. Stattdessen waren umfangreiche Reparaturen und Tiefbauarbeiten an beiden Spreeufern nötig. Die Polizei hatte das Gebiet abgesperrt, so dass die Techniker von Stromnetz Berlin ihre Arbeit erst verspätet beginnen konnten. Seit dem Abend sind nun alle Haushalte wieder mit Strom versorgt.

Neben den privaten Haushalten, waren auch verschiedene Verkehrsampeln vom Stromausfall betroffen. Das Gebiet umfasste die Straßen Bonhoefferufer, Brahestraße, Fabriciusstraße, Keplerstraße, Lise-Meitner-Straße, Max-Dohrn-Straße, Mierendorffplatz, Mierendorffstraße, Mindener Straße, Olbersstraße, Osnabrücker Straße, Tauroggener Straße, Tegeler Weg und Umgebung.

Der blaue Kreis zeigt das vom Stromausfall betroffene Gebiet an.
Der blaue Kreis zeigt das vom Stromausfall betroffene Gebiet an.Foto: Vattenfall

Der Brand an der Mörschbrücke konnte schnell gelöscht werden, doch die Ursache des Brandes ist noch nicht geklärt. Die linksextreme „Vulkangruppe NetzHerrschaft zerreißen“ reklamiert derweil den Brandanschlag für sich. Laut eigenen Aussagen, die sie im Netz veröffentlichte, wollten sie damit dem Flughafen Tegel, den Bundes- und Landesverwaltungen, der Bundeswehr, der Flugbereitschaft der Bundesregierung und den Industrie- und Technologiekonzernen schaden. Der Staatsschutz hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Auch bei vorherigen Kabelbränden, wie vor zwei Jahren auf der Bahnstrecke zwischen Berlin-Spandau und Ruhleben, hatten "Vulkangruppen", die Anschläge für sich reklamiert.

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