Bilanz der Polizeikontrollen : Was auf Schulwegen falsch gemacht wird

Zu schnell, nicht angeschnallt und mit Alkohol im Blut: Welche Verkehrsgefahren auf Berlins Schulwegen lauern, hat die Polizei für zwei Wochen überwacht.

Zum Schulbeginn führte die Polizei stadtweit Kontrollen vor Schulen durch.
Zum Schulbeginn führte die Polizei stadtweit Kontrollen vor Schulen durch.Foto: Paul Zinken/dpa

Die Berliner Polizei hat die Bilanz ihrer Schulwegüberwachung der vergangenen zwei Wochen veröffentlicht. Anlass war die Einschulungen tausender Erstklässler, die für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisiert werden sollten. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verstöße gerichtet, die immer wieder im Nahbereich von Schulen festgestellt worden waren. Insgesamt mussten 169 Anzeigen angefertigt werden.

Die angekündigten Straßenkontrollen haben viele nicht dazu verleitet, vorsichtiger zu fahren. Insgesamt wurden 8329 Kraftfahrende und 2885 Radfahrende angehalten und angesprochen. Rund 6300 Mal wurde zu schnell gefahren, über 2600 Mal Halt- und Parkverstöße geahndet. 125 Fahrzeugführende und fünf Fußgänger haben die Ampel missachtet. Der Zebrastreifen wurde in 41 Fälle ignoriert. Zudem hatten viele Eltern ihre Kinder nicht richtig angeschnallt.

Es mussten 37 Strafanzeigen wegen Fahrerlaubnisvergehen und zwölf wegen Fahrens ohne Versicherung gefertigt werden. Auch neun alkohol- beziehungsweise drogenbeeinflusste Kraftfahrende sind erkannt worden.

Neben den Kontrollen waren auch 1250 Beamte zur Aufklärung im Einsatz. Sie informierten Schülerinnen und Schülern sowie Eltern über Verkehrssicherheit. Die Polizei Berlin wird auch im weiteren Jahresverlauf die Schulwege im Auge behalten. (Tsp)