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Friedrichshain-Kreuzberg : Polizei ermittelt nach Buttersäure im Schulflur

In einer Kreuzberger Schule haben Unbekannte ätzende Buttersäure in den Fluren verteilt. Die Schule vermutet, dass es sich um einen Abistreich handelt.

Feuerwehr im Einsatz. (Symbolbild)
Feuerwehr im Einsatz. (Symbolbild)Foto: Thilo Rückeis

Im Oberstufenzentrum Handel 1, einer Schule in der Wrangelstraße, wurde gefährliche Buttersäure an mehreren Stellen im Schulflur verteilt. Anwesende hatten den Geruch der ätzenden Buttersäure bemerkt und die Polizei alarmiert. Während der Schulbetrieb weiter ging, rückte die Feuerwehr mit 40 Einsatzkräften an, um die Gefahr zu beseitigen - in Schutzanzügen. Eine 21-Jährige musste ambulant behandelt werden, sonst wurde niemand verletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Schule vermutet, dass es sich um einen etwas übertriebenen Abistreich handelt. Sollte es so sein, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, sei die Aktion klar über ihr Ziel hinausgegangen: "Derartige Streiche haben in einer Schule nichts zu suchen."

Am Nachmittag konnte die Polizei den Verdacht, es handle sich um einen Abistreich, nicht bestätigen. Es gebe bislang keinen Tatverdächtigen, der die Tat eingeräumt hätte, sagte ein Polizeisprecher.

Es wäre nicht das erste Mal, dass in Berlin ein Abistreich aus dem Ruder gelaufen ist. Zuletzt stürmten 2016 Abiturienten der John-F.-Kennedy-Schule mit Sturmmasken das Schulgelände. Der Schulleiter rief die Polizei, es folgten Hausverbote. (Tsp)