Sozialer Wohnungsbau in Berlin : Mieten von Sozialwohnungen steigen vorerst nicht

Ihr Geschenk an 46 000 Berliner Haushalte lässt sich Senatorin Katrin Lompscher 5,6 Millionen Euro kosten. Eine Glosse.

Die Gropiusstadt in Neukölln.
Die Gropiusstadt in Neukölln.Foto: Soeren Stache/dpa

5,6 Millionen Euro kostet das Weihnachtsgeschenk der Senatorin für Wohnen Katrin Lompscher an die Berliner. Pardon: an einen Teil der Berliner – böse Zungen behaupten: an ihre Wähler. Aber weil wir fest an das Fest der Liebe glauben, sagen wir: An Berliner, die es bedürfen.

Lompscher kauft davon keine Gänsekeulen und serviert sie Bedürftigen wie Frank Zander und auch keinen Fisch. Nein, so viel Geld kostet die Aussetzung der geplanten Erhöhung von Mieten im Sozialen Wohnungsbau. 46000 Haushalte profitieren davon. Dass viele Mieter von Sozialbauten viel zu viel verdienen, um überhaupt Anspruch auf eine subventionierte Wohnung zu haben – geschenkt, bald ist Weihnachten und wir stimmen uns ein: reich und arm, groß und klein, Gaben gibt’s für alle.

Dreifache Teuerung

Und überhaupt, Lompschers Geschenk kommt vor den Feiertagen gerade zupass: Denn die Preise von Fisch und Alkohol steigen mal wieder, gerade jetzt, Zander und Co sogar um 1,5 Prozent, meldet das Amt für Statistik. Bitter, zumal die Teuerung zum Jahreswechsel gleich dreifach zuschlägt: beim Wein zur Weihnacht, dem Sekt zu Sylvester und beim Rollmops zum Neujahr, um den Kater zu stillen.

Stille Nacht und wir steigern das Bruttosozialprodukt. Unser Trost: Das sichert unseren Arbeitsplatz und unser Lohn reicht für die Miete und vielleicht sogar für Mieterhöhungen, bei allen außer einigen – in diesem Sinne: auf ein Neues!

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