Berlin : Vor allem das Gehirn leidet

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Seit Ende Februar liegt ein sechzehnjähriger Jugendlicher in Berlin im Koma, der Grund: exzessiver Alkoholkonsum. 52 Gläser Tequila soll er getrunken haben.

Wenn Jugendliche schon in frühen Jahren massiv Alkohol konsumieren, laufen sie Gefahr, dass ihre Organe, die erst mit Ende der Pubertät voll ausgebildet sind, in der Entwicklung beeinträchtigt werden. Am gravierendsten sind die Folgen für das Hirn: „Wenn jemand vom zehnten Lebensjahr an in gesteigertem Maße Alkohol konsumiert, wird er mit 17 kaum altersadäquate geistige Leistungen vollbringen“, sagt Bernd Spranger, Chefarzt der Oberberg-Kliniken im brandenburgischen Wendisch-Rietz. Ansonsten seien die körperlichen Folgen die gleichen wie bei Erwachsenen, unter anderem Leberschäden, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Magenschleimhaut, erhöhtes Risiko für Magenkrebs.

Speziell das Trinken von extremen Mengen erhöhe die Gefahr von Abhängigkeit, so Spranger: „Wer an Saufgelagen teilnimmt, wird schneller süchtig als jemand, der ab und zu ein Bier trinkt.“

Außerdem beeinträchtige Alkoholkonsum auch die Psyche; häufig anzutreffen sind nach Auskunft der Ärzte Depressionen und Angsterkrankungen. rik

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