Apple-Keynote 2019 : Konkurrenz für Netflix und Amazon Prime Video

Mit Stars wie Reese Witherspoon und Jennifer Aniston hat Apple seinen Dienst TV+ vorgestellt. Er konkurriert mit Netflix und Amazon Prime Video.

Oprah Winfrey spricht bei der Präsentation von Apple tv+.
Oprah Winfrey spricht bei der Präsentation von Apple tv+.Foto: NOAH BERGER/AFP

Apple hat den Video-Streamingdienst "Apple TV Plus" vorgestellt. Darin sollen im Auftrag des Konzerns gedrehte Serien und Filme exklusiv verfügbar sein. Damit konkurriert Apple – wenn auch zunächst in kleinerem Format – mit Diensten wie Netflix oder Amazon Prime Video. Apple gewann für einzelne Projekte bekannte Filmemacher wie Steven Spielberg und J. J. Abrams sowie Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston und Resse Witherspoon. Spielberg kam selbst zum Apple-Sitz Cupertino, um den Service vorzustellen.

Damit verstärkt Apple seine Bemühungen, mehr Geschäft mit Diensten zu machen. Aktuell ist das iPhone das wichtigste Produkt des Konzerns - im vergangenen Geschäftsjahr brachte es mehr als 60 Prozent der Erlöse ein. Doch zuletzt waren die Verkäufe zurückgegangen - und auf jeden Fall sind die Zeiten des rasanten Wachstum in dem Geschäft vorbei. Deshalb will Apple die rund 1,4 Milliarden Geräte in den Händen seiner Kunden als Basis nutzen.

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Apple nimmt es mit Netflix auf
Apple nimmt es mit Netflix auf

Die TV-App auf den Apple-Geräten wird zudem ausgebaut. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, einzelne Bezahlsender direkt dort zu abonnieren und zu nutzen. In den USA sind zum Beispiel HBO, Showtime und Hulu mit dabei. International sollen Kanäle aus den jeweiligen Ländern verfügbar sein, hieß es ohne weitere Details.

Die App soll zudem personalisierte Vorschläge auf Basis der bisher angesehenen Sendungen machen. Die App wird erstmals nicht nur auf Apple-Geräten, sondern auch auf Fernsehern von Samsung, LG und Sony verfügbar sein, sowie auf Streaming-Boxen von Roku und Amazons Fire TV. Zudem soll die App, die es bisher in zehn Ländern gibt, demnächst weltweit nutzbar werden.

Auch eine Apple-Kreditkarte startet

In einem weiteren Abo-Dienst mit dem Namen „Apple Arcade“ soll es ab Herbst für eine monatliche Gebühr die Möglichkeit geben, mehr als 100 kostenpflichtige Games aus dem App Store zu nutzen. Dabei soll es keine Werbung oder zusätzliche Gebühren geben. Zunächst gab es keine Angaben zum Abo-Preis oder den verfügbaren Spiele-Titeln. Zunächst in den USA und Kanada gibt es zudem in der App „Apple News Plus“ für 9,99 Dollar im Monat Zugang zu 300 Magazinen und einigen Zeitungen.

In den USA wird es zudem eine Apple-Kreditkarte geben, die der Konzern gemeinsam mit der Bank Goldman Sachs herausgibt. Der Konzern verspricht unter anderem strikten Datenschutz: „Apple weiß nicht, was und wo sie gekauft haben, und was sie dafür bezahlten.“ Zusätzlich zur virtuellen Version der Karte in Apple-Geräten soll es auch eine physische Karte aus Titan geben, auf der neben dem Chip nur der Name des Nutzers draufsteht – keine Nummern oder Unterschrift, damit diese Daten nicht gestohlen werden können. Diese Daten sind aber über die App auf dem iPhone abrufbar. (dpa, Reuters)