• Mit telefonischer Anleitung zur Wiederbelebung: Mitarbeiter der Hamburger Feuerwehr rettet Zweijährigem das Leben

Mit telefonischer Anleitung zur Wiederbelebung : Mitarbeiter der Hamburger Feuerwehr rettet Zweijährigem das Leben

Das Herz des Kleinkindes hatte aufgehört zu schlagen. Ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle gibt Anweisungen an die Ersthelfer per Telefon – mit Erfolg.

Ein Feuerwehrmann der Hamburger Feuerwehr (Symbolbild)
Ein Feuerwehrmann der Hamburger Feuerwehr (Symbolbild)Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Per Telefon hat ein Mitarbeiter der Hamburger Feuerwehr Anweisungen für eine Reanimation gegeben – und damit einem Zweijährigen das Leben gerettet. Wie die Feuerwehr der Hansestadt mitteilte, gingen am Samstagmittag mehrere Notrufe ein, dass das Herz des Kleinkindes nicht mehr schlage. Daraufhin habe der Mitarbeiter der Rettungsleitstelle zunächst "beherzt" die aufgeregten Anrufer beruhigt und dann damit begonnen, "strukturiert" Anweisungen zur Wiederbelebung zu geben.

Der Zweijährige wurden daraufhin aus seiner Kinderkarre geholt und auf die harte Unterlage einer Sitzgruppe eines Lokals gelegt. Mehrere Passanten und der Vater des Jungen begannen, das Kind zu reanimieren. Nach einer Minute löste sich dann ein sogenannter Bolus, also ein Fremdkörper, der offenbar zum Herz- und Atemstillstand geführt hatte. Nach Angaben der Feuerwehr hatten vermutlich Essensreste aus kleinen Knusperbrezeln die Luftröhre des Zweijährigen verschlossen.

Daraufhin habe der Junge zu schreien begonnen – eine "gute Nachricht für alle: Ein Kind das schreit, bekommt Luft und das Herz schlägt", erklärten die Rettungskräfte. Nur eine halbe Minute später traf demnach ein Rettungswagen ein, der den Jungen mit stabilem Kreislauf und zusammen mit seinen Eltern in eine Klinik brachte.

Die Feuerwehr betonte, das Leben des kleinen Jungen habe nur durch das Zusammenwirken in der Rettungskette mit der telefonisch angeleiteten Wiederbelebung und dem beherzten Zupacken der Ersthelfer gerettet werden können. (AFP)